Die 25.000 Einwohner-Stadt Vichy, im Herzen Frankreichs gelegen, ist für ihre Heilquellen sowie ihre Architektur bekannt und gehört seit 2021 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Rahmenbedingungen hätten für die 93 Züchter und die 2.758 am Wettflug beteiligten Tauben kaum besser sein können.
Bei idealem Flugwetter und leichtem Rückenwind aus südwestlicher Richtung wurden die Tiere am Morgen um 7:20 Uhr im französischen Vichy aufgelassen. Die reizvolle Landschaft entlang des Flusses Allier bot dabei den perfekten Ausgangspunkt für einen außergewöhnlich schnellen Wettflug. Ziel unserer gefiederten Sportler war es unter diesen idealen Bedingungen so schnell wie möglich den heimischen Schlag zu erreichen.
So verwundert es nicht, dass die schnellste Taube für die 540 Kilometer lange Distanz gerade einmal fünf Stunden und 25 Minuten benötigte. Um exakt 12:45:25 Uhr wurde das Tier von der elektronischen Konstatieranlage erfasst. Der Tagessieg ging an die Züchtergemeinschaft Thiemel und Ullrich, die damit ihre beeindruckenden Erfolge der letzten Wochen fortsetzten.
Auch für Martin Bünger aus Ursenbach endete der Wettkampftag höchst erfreulich. Nachdem er bereits in der vergangenen Woche die Siegertaube gestellt hatte, krönte er dieses Wochenende mit seinem bislang besten prozentualen Ergebnis. Zudem durfte er eine Premiere feiern: Zum ersten Mal in seiner noch jungen Karrierere als Brieftaubenzüchter errang er eine Silbermedaille.
Emil Mohr


