
Am regnerischen Schmotziga Doschdig, 12.02.2026, versammelten wir uns pünktlich zum Rathaussturm gemeinsam mit einigen Besuchern sowie Narren befreundeter Zünfte auf dem Rathausparkplatz. Rechtzeitig zum Beginn unserer närrischen Machtübernahme hörte der Regen auf – ein gutes Zeichen für den weiteren Verlauf des Tages.
Für das leibliche Wohl sorgten in bewährter Weise die Fußballer – hierfür ein herzliches Dankeschön!
Gerhard Kuttler und seine vier Mitarbeiter wurden schnell ausfindig gemacht. Es folgte das traditionelle Zwiegespräch zwischen dem Gemeindeoberhaupt und unserem ersten Vorsitzenden Uwe Danneker. In gereimtem Schwäbisch brachten wir dabei die aktuellen Themen im Ort zur Sprache: die Dauerbaustellen, insbesondere in der Mozartstraße, die Hundesteuer, die Namenssuche für das neue Baugebiet „Obeswiesen“ sowie die Sperrstunde in der Breitwiesenhalle.
Doch bei allem närrischen Geplänkel stand eines im Vordergrund:
„Verrückte Zeita in närrischen Tagen tun verdrießen,
doch mir lasset mr ons onsre Fasnet net vermiesen!
Weil dia Fasnet, die isch schee,
drom mached se os bloß net hee.“
Und weiter hieß es:
„Lasst euch gesagt sein, liebe Leut,
unser Motto lautet – ond des net nur heut:
Jedem zur Freud und niemand zum Leid!
Drom gehet auf`d Gass und hend weiter Freid.“
Nach der symbolischen Schlüsselübergabe folgte eine letzte Aufgabe an den Schultes: Um zu zeigen, dass wir als Hochdorfer Verein auch weiterhin auf ihn zählen und auf ihn bauen können, sollte er sich in das Fundament der Hexenpyramide einreihen. Gesagt – getan: Vor den Türen des Rathauses entstand ein stabiles närrisches Bauwerk.
Im Anschluss ließen wir den Rathaussturm bei einem gemütlichen Beisammensein auf dem Rathausparkplatz ausklingen, bevor der Abschluss beim OGV stattfand.
Bereits vor dem Rathaussturm hatten wir am Schmotziga Doschdig mehrere Kindertageseinrichtungen sowie die Senioren besucht. Der Rußige Freidig begann erneut mit Besuchen in den Kindergärten und in der Grundschule. Wir freuen uns sehr, dass wir nun schon seit vielen Jahren an diesen beiden Tagen in die Einrichtungen eingeladen werden, unsere Geschichte weitertragen dürfen und so für Außenstehende nahbarer werden. Dabei können wir einen Blick hinter die Masken gewähren und unsere Tradition lebendig halten.
Am Mittag des Freitag, 13.02. begann für uns dann offiziell die Hauptfasnet 2026 – leider begleitet von durchweg niederschlagsreichem Wetter. Der Freitag führte uns nach Gärtringen zum Umzug und in die Festhalle. Am Samstag nahmen wir am Umzug in Wäschenbeuren teil, am Sonntag liefen wir bei eisigem Wind in Spaichingen. Von Regen- und Graupelschauern begleitet marschierten wir am Sonntag durch Oppenau, ehe wir zum letzten Umzug der Kampagne nach Herrenberg fuhren. Dort erwartete uns ein Mix aus Sonne und Regen sowie viel Publikum in schöner Altstadtkulisse.
Den Abend und zugleich die gesamte Fasnetskampagne ließen wir wieder beim OGV ausklingen. Herzlichen Dank für die Location und die Ausrichtung dieses schönen Abschlussfestes!
In diesem Sinne:
Es goat dagega!


