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Realschulklasse 9e übte das Agieren im Ernstfall

Nein, es war kein Krankenwageneinsatz, als ein Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) an der Theodor-Heuss-Realschule Hockenheim vorfuhr.
Schülerinnen und Schüler stehen vor der geöffneten Rückluke eines gelb-orangenen Rettungswagens und hören einer Referetin zu.
Nadine Baitinger erklärt den RettungswagenFoto: Johanna Schleyer

Nein, es war kein Krankenwageneinsatz, als ein Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) an der Theodor-Heuss-Realschule Hockenheim vorfuhr. Und trotzdem hatte der Wagen die volle Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler – denn er war Teil eines sehr anschaulichen Unterrichts im Fach Alltagskultur, Ernährung und Soziales (AES).

Inhaltlich ging es an den zwei Tagen mit jeweils vier Stunden nicht nur darum, einen Rettungswagen oder das Berufsbild eines Erstretters kennenzulernen, sondern vor allem ganz praktisch um die Frage: Wie reagiere ich im Notfall?

Nadine Baitinger vom ASB Mannheim führte die Klasse 7e sowie deren Lehrerinnen Johanna Schleyer und Sandra Kirsch in die Grundlagen der lebensrettenden Sofortmaßnahmen und grundlegende Formen der Unfallsicherung oder einfache Maßnahmen im Krankheitsfall ein – also alltägliche Themen, ganz im Sinne des Faches AES, das es in diser Form nur an Realschulen in Baden-Württemberg gibt.

Ans praktische Üben ging es bei der stabilen Seitenlage, die vor allem dann nötig ist, wenn der Geschädigte nicht mehr bei Bewusstsein ist. Würde die Atmung aussetzen, sollten Maßnahmen zur Wiederbelebung greifen. Hierfür wurde – ganz klassisch – zu Puppen gegriffen, um auch die Herzmassage auszuprobieren und zu trainieren.

Für jeden alltagstauglich war das Anlegen von Verbänden, denn auch hier gibt es den einen oder anderen Kniff, den man praktisch beherrschen muss, um Verbände effektiv, Blutung stillend, abbindend, steril und haltend anzulegen.

Der Höhepunkt war die Besichtigung des ASB-Krankenwagens, wo sich freiwillige Schülerinnen und Schüler testhalber auf die Liege oder Trage legen durften und den Wagen von innen anschauen konnten.

Auch für die Schule an sich und die Ersthelfervorsorge hatte der Besuch des ASB eine Kooperation als Effekt: Zwei Lehrkräfte aus dem Kollegium der THRS machen demnächst einen Erste-Hilfe-Kurs, um im nächsten Schuljahr einen Schulsanitätsdienst ins Leben zu rufen. Das Gute: Der ASB finanziert diese Ausbildung für die Schule in Gänze. (rp)

Erscheinung
Hockenheimer Woche
Ausgabe 03/2026
von Theodor-Heuss-RealschuleRedaktion NUSSBAUM
12.01.2026
Orte
Hockenheim
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