
Besserer Datenschutz für Lidl-Kunden? Die Schwarz-Gruppe baut zurzeit ein neues Rechenzentrum in Brandenburg, unter anderem weil sie Kundendaten zentral speichern will.
Die Investition kostet das Unternehmen Milliarden. Ziel ist es, die eigenen Daten der Konzerntöchter zu verarbeiten, Cloud-Dienste für Dritte anzubieten und KI-Modelle zu trainieren. Man wolle durch den Ausbau zudem eine Alternative zu amerikanischen Dienstleistern sein.
In den Lidl-Filialen, wie auch der an der Sézanner Straße in Malsch, fallen täglich Daten an, etwa über Kassenabrechnungen, Bestell- und Lieferdaten sowie über das Kundenbindungsprogramm Lidl Plus. Laut Schwarz-Gruppe sollen Kundendaten, Boni-Informationen und Transaktionsdaten auf deutschen Servern gespeichert werden.
Persönliche Daten und Informationen von Kunden, auch aus Malsch, würden dadurch geschützt bleiben. Das neue Rechenzentrum soll als europäische, datenschutzkonforme Lösung zur zentralen Speicherung und Verarbeitung von Daten in Deutschland dienen.
Die Schwarz-Gruppe musste schon in der Vergangenheit seine digitale Infrastruktur ausbauen, durch beispielsweise Warenwirtschaftssysteme und ein verbessertes Lieferkettenmanagement. Inzwischen ist der Großkonzern ein wahrer IT-Dienstleister geworden und verkauft Cloud-Dienstleistungen auch an externe Unternehmen. Die Digitalisierung in den einzelnen Filialen stellte demnach die Basis für diese Entwicklung.