Blattläuse nehmen zu
Jetzt im Mai beginnt sie wieder die Blattlauszeit. Rasch vermehren sich die kleinen Blattsauger und bauen in Windeseile ihre Kolonien auf. Durch ihre Saugtätigkeit schwächen sie die Gemüsepflanzen, Blätter verkrüppeln und Früchte werden durch sich ansammelnde Rußtaupilze verschmutzt. Was ist zu tun, ohne gleich den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln in Betracht zu ziehen? Mit Gartenhandschuhen „bewaffnet“, können Sie die Blattläuse einfach von der Pflanze abstreifen oder sie mit einem Gartenschlauch und Bürste vorsichtig abwaschen. Damit überbrücken Sie die Zeit, bis auch die natürlichen Gegenspieler wie Marienkäfer, Florfliegen oder Ohrenkneifer aufwachen und sich vermehren, bis sich ein natürliches Gleichgewicht einstellt. Blühinseln im Gemüsebeet locken die Nützlinge an und dienen ihnen als Nahrungsquelle. Auch Schwebefliegen lassen sich so anlocken, wenn sie plötzlich im Flug wie ein Hubschrauber in der Luft stehend über Ihrem Gemüsebeet Halt machen. Ihre weißlichen Eier legen sie in der Nähe der Beutetiere ab. Aus ihnen schlüpfen dann die fußlosen Larven, die sich ganz unerschrocken über ganze Blattlauskolonien hermachen. Schlupfwespen werden ebenfalls angelockt. Sie legen ihre Eier direkt in der Blattlaus ab, die damit als Brut- und Kinderstätte für sich neu entwickelnde Schlupfwespen dient und dabei abstirbt.
Arbeitsplaner
- Frostempfindliche Zwiebel- und Knollenblumen wie Dahlie, Gladiole, Canna und Tigerblume nach den Eisheiligen ins Freie pflanzen. Niedrige Sorten von Canna und Dahlie sehen auch in Kübeln sehr wirkungsvoll aus.
- Blütenzweige der Mandelbäumchen direkt nach der Blüte bis auf 20 cm zurückschneiden.
Das regt kräftigen Neuaustrieb für reichliche Blüte im nächsten Jahr an und beugt Monilia-Spitzendürre vor.
- Schnecken unter den Polstern von Steingartenpflanzen und zwischen Stauden regelmäßig absammeln.
- Nach den Eisheiligen die Balkonkästen bepflanzen. Spätesten Anfang Mai die gewünschten Pflanzen kaufen und zwischenzeitlich an einen geschützten Platz stellen.
- Neu eingepflanzte Balkonblumen in den ersten 3-4 Wochen nicht düngen. Danach alle 1-2 Wochen mit Flüssigdünger.
- Gegen Wurzelfraß, etwa an Rhododendren: Die engerlingsähnlichen Larven des Dickmaulrüßlers mit parasitären Nematoden (Fadenwürmern) bekämpfen.
- Beikräuter um Obstbäume und Beerensträucher regelmäßig entfernen. Anschließend die Wurzelbereiche kräftig gießen und mulchen.
Quelle Obst und Garten
Ihr OGV Reichenbach


