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Die Sieger stehen fest!

Regionalwettbewerb 2026 „Jugend forscht“

Am 27. Februar 2026 ging der diesjährige Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ zu Ende.
Jugend forscht 2026
Julian Scharnowski präsentiert seine VakuumpinzetteFoto: Stadt Sindelfingen

Zwei spannende Tage liegen hinter den Teilnehmenden, nun stehen die Regionalsiegerinnen und -sieger fest. Zum 20. Mal hat die Stadt Sindelfingen den Regionalwettbewerb Mittlerer Neckar als Pate ausgerichtet.

Oberbürgermeister Markus Kleemann zeigt sich beeindruckt von den diesjährigen Teilnehmenden des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“: „Unter dem Motto ‚Maximale Perspektive‘ haben zahlreiche Jungforscherinnen und Jungforscher eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie innovativ und zukunftsorientiert junge Menschen denken. Mit Neugier, Ausdauer und großem Engagement sind Antworten auf Fragen unserer Zeit entstanden, die Mut machen und Perspektiven eröffnen. Den Preisträgerinnen und Preisträgern spreche ich meine herzlichen Glückwünsche zu ihrem verdienten Erfolg aus und wünsche ihnen für den weiteren Wettbewerb alles Gute und weiterhin viel Erfolg. Mein Dank und meine Anerkennung gelten ebenso allen Teilnehmenden, die heute keine Auszeichnung erhalten haben – ihr Ideenreichtum und ihr Einsatz verdienen größten Respekt. Es macht mich stolz, dass unsere Region von so vielen kreativen und engagierten jungen Talenten geprägt wird. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gilt mein aufrichtiger Dank und ein großes Kompliment!“

Unter dem Motto „Maximale Perspektive“ präsentierten am Donnerstag, den 26. Februar, und am Freitag, den 27. Februar, zahlreiche junge Talente ihre innovativen Projekte zunächst der Jury und dann der Öffentlichkeit. Die Altersgruppe ab 15 Jahren trat in der Sparte „Jugend forscht“ an, während die jüngeren Forscherinnen und Forscher in der Sparte „Jugend forscht junior“ ab der 4. Klasse bis 14 Jahren ihr Können unter Beweis stellten.

96 Teilnehmende stellten 55 Projekte vor

In diesem Jahr reichten 96 Teilnehmerinnen und Teilnehmer insgesamt 55 Projekte in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaft, Mathematik/Informatik, Physik und Technik ein. Der Regionalwettbewerb Mittlerer Neckar war erneut ein großer Erfolg. Die meisten Projekte wurden im Fachbereich Technik (15) vorgestellt. Chemie belegte mit 9 Projekten den zweiten Platz, dicht gefolgt von Biologie mit 8 Projekten.

Insgesamt konnten 11 Projekte den Regionalsieg erringen und sich somit für die Landeswettbewerbe in Balingen („Jugend forscht junior“) und Aalen („Jugend forscht“) qualifizieren.

Regionalsiegerinnen und -sieger in der Sparte „Jugend forscht“

Fünf Projekte in der Altersgruppe ab 15 Jahren konnten die Jury in diesem Jahr besonders überzeugen:

Den Regionalsieg im Bereich Arbeitswelt erhielt Luc Bischoff mit seinem Projekt „The Brett“. Darin zeigt er, wie sich klassische Spielprinzipien mithilfe moderner Technik neu gestalten lassen, sodass unterschiedlichste Spiele auf einem einzigen interaktiven Spielbrett umgesetzt werden können.

Im Fachgebiet Chemie begeisterten Annabell Pscheidt und Francis Mursic mit ihrem Projekt „Kristallos klarer Klang: Entfernung und Prävention von Grünspan in Blechblasinstrumenten“. Sie entwickelten eine kostengünstige und praxisnahe Methode, um das gesundheitsschädliche Kupfersalz effektiv zu entfernen und dessen Neubildung vorzubeugen.

Den Regionalsieg im Bereich Geo- und Raumwissenschaften sicherten sich Julia Borns, Timo Gendreizig und Emily Moczko. In ihrem Projekt „Einfluss von Bewirtschaftungsformen und Kulturart auf den Humusgehalt des Bodens“ untersuchten sie systematisch, wie unterschiedliche Bodenbearbeitungsmethoden und Anbauformen den Humusgehalt beeinflussen.

Im Bereich Mathematik/Informatik wurde Nick Pfeiffer für sein Projekt „Regex JIT“ ausgezeichnet. Ziel seiner Arbeit war es, zentrale Komponenten der Textverarbeitung – sogenannte Regular Expressions (Regex) – im Vergleich zu bestehenden Marktlösungen zu optimieren und ihre Verarbeitungsgeschwindigkeit zu steigern.

Im Fachgebiet Technik überzeugte Julian Scharnowski mit seinem Projekt „DieVaP! – Die Vakuumpinzette“. Sein Ziel war es, eine vakuumgestützte, hochoptimierte Präzisionspinzette für den Maker-, Hobby- und Prototypenbereich zu entwickeln, die die manuelle Bestückung von Platinen deutlich erleichtert.

Regionalsiegerinnen und -sieger in der Sparte „Jugend forsch junior“

Auch bei den jüngeren Forscherinnen und Forschern ragten mehrere Projekte besonders heraus. Insgesamt konnten sechs Projekt als Sieger ausgezeichnet werden:

Im Bereich Arbeitswelt gewann Jonathan Quinzler mit seinem Projekt „Wasserwaage mit Köpfchen“. Er entwickelte eine Wasserwaage mit integriertem Mikrocontroller, die Berechnungen durchführen kann, um Arbeitsprozesse zu erleichtern und Fehler auf der Baustelle zu reduzieren.

Im Fachgebiet Biologie überzeugte Polina Radiuk mit ihrem Projekt „Wachstumsvergleich von Rasensamen unterschiedlicher Länder“. Sie untersuchte Rasensamen aus sechs Ländern hinsichtlich Aussehen, Dichte und Länge und testete zudem ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit.

Den Regionalsieg im Bereich Chemie sicherte sich Stefan Bui mit „Saponin-Revolution: Hausmittel-Extraktion mit Profi-Wirkung“. Er stellte aus Efeublättern und Rosskastanien standardisierte Saponin-Extrakte her, die vielseitig einsetzbar sind – beispielsweise als Geschirrspülmittel oder Handseife.

Im Bereich Mathematik/Informatik waren Tim und Julian Gendritzki mit ihrem Projekt „SortSmart“ erfolgreich. Ihre KI-gestützte Web-App soll die Mülltrennung vereinfachen und so den Umweltschutz fördern: Per Kamera wird ein Abfallprodukt erfasst und direkt der richtigen Mülltonne zugeordnet.

Im Fachgebiet Physik gewannen Charlotte Ehmke und Sophie Pöttker mit „Wenn die Erde bebt – rollt dann das Haus?“. Sie untersuchten, ob eine kugelbasierte Lagerung von Gebäuden grundsätzlich geeignet ist, Erdbebenschwingungen abzufedern und so die Erdbebensicherheit zu erhöhen.

Im Bereich Technik überzeugten Luis Leidich, Arndt Fuchs und Mattis Lengsfeld mit ihrem Projekt „Träin Boys“. Sie betrieben einen Modellbahnzug mit Solarenergie und testeten dessen Leistungsfähigkeit – mit dem Ziel, einen Beitrag zu mehr Klimafreundlichkeit zu leisten.

Sindelfingen richtete den Regionalwettbewerb zum 20. Mal aus

Beim Wettbewerb konnten nicht nur die begehrten Regionalsiege sowie zahlreiche Sonderpreise gewonnen werden, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen auch jede Menge wertvolle Erfahrungen und Inspiration mit nach Hause. Denn Deutschlands größter Nachwuchswettbewerb, der 2026 bundesweit zum 61. Mal stattfindet, lebt vom Austausch und der Zusammenarbeit unter jungen Talenten. So gab es auch in diesem Jahr wieder viele Gelegenheiten zum Staunen, Lernen und Netzwerken.

Dank der Unterstützung der beiden Hauptsponsoren, der Stadtwerke Sindelfingen GmbH und der Vereinigten Volksbank eG, sowie der Sponsoren Philips Medizin Systeme Böblingen GmbH und der E. Breuninger GmbH & Co. konnte die Stadt Sindelfingen den Regionalwettbewerb zum 20. Mal erfolgreich ausrichten.

Anlagen:

  • Foto: (Stadt Sindelfingen)
  • Foto: Oberbürgermeister Markus Kleemann beim Presserundgang (Stadt Sindelfingen)
  • Foto: OB Kleemann mit Wettbewerbsleitung und Sponsoren (Stadt Sindelfingen). Von links nach rechts: Julia Baumhögger (Wettbewerbsleitung); Mario Schmid (Volksbank); Jörg Niethammer (Volksbank); Oberbürgermeister Markus Kleemann; Bernd Gärtner (Philipps); Dr. Karl-Peter Hoffmann (Stadtwerke).

Erscheinung
exklusiv online
von Redaktion NUSSBAUM
28.02.2026
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