
Zum Rückrundenauftakt im heimischen TSV-Stadion empfing der TSV Wiesental die FVgg Neudorf. Das Ziel der Blau-Weißen war es, mit einem Sieg ins neue Jahr zu starten und gleichzeitig am Konkurrenten aus Neudorf vorbeizuziehen. Dementsprechend druckvoll begannen die Ronecker-Mannen und hätten nach zehn Minuten bereits mehrfach in Führung gehen müssen, denn sowohl ein Freilauf aufs Neudörfer Gehäuse durch den umtriebigen Topcu als auch ein Abpraller durch den wuseligen MarkStassen verfehlten das Ziel nur knapp.
Wiesental dominierte das Geschehen klar, agierte zweikampfstark und erspielte sich aus einer kompakten Defensive heraus einige weitere gute Torchancen. Die größte Chance in der ersten Halbzeit vergab Leitz, als ihm freistehend vor dem gegnerischen Tor ein „Dopser“ über den Schlappen und knapp am Tor vorbei rutschte.
Kurz vor der Pause gingen die Gastgeber dann einmal zu sehr ins Risiko, was einen Durchbruch des Ex-TuS‘ler YasinBulut zur Folge hatte. Der für den erkrankten Hemmelgarn eingesetzte Abwehrhüne Kolb konnte im Vollsprint aufholen und kurz vor dem Sechzehner mit ordentlich Körpereinsatz klären. Zur großen Verwunderung aller Beistehenden wertete der Schiedsrichter die Szene als Notbremse und zeigte Kolb den roten Karton. Wahnsinn. Umso schwerer wog die Entscheidung, als der nachfolgende Freistoß am Pfosten und nach Abpraller im Tor landete - mit der ersten Offensivaktion der Gäste überhaupt.
Doch die TuS‘ler zeigten sich unbeeindruckt und blieben auch in Hälfte zwei dominant und gefährlich. Nach einem langen Einwurf durch Schäffer verlängerte Ronecker per Kopf auf Leitz, welcher den Ball humorlos zum 1:1 in die Maschen drosch. Der verdiente Ausgleich war die logische Konsequenz einer starken Mannschaftsleistung.
Wiesental hatte nun Blut geleckt und drückte in Unterzahl auf die Führung. Der wohl auffälligste Mann, Topcu, scheiterte in der Schlussphase erneut aus halbrechter Position knapp. Usiobaifo und Ronecker machten es besser und trafen, doch der Linienrichter entschied beide Male auf Abseits. Auch hier war der TSV nicht gerade vom Glück der Schiedsrichterentscheidungen verfolgt, weshalb man sich am Ende mit einem Punkt zufriedengeben musste, obwohl der Gegner in Überzahl keine einzige klare Torchance in Hälfte zwei verzeichnen konnte.
Wie auch schon in der Hinrunde oftmals zu erkennen war, stimmt die Leistung beim TuS. Lediglich die Punkte fehlen. Es muss schon mit dem Teufel zugehen, wenn der TSV mit diesem Engagement nicht bald einige Punkte einsammelt! Also Kopf hoch und weiter machen! Starkes Spiel!
Auch die zweite Mannschaft startete mit einem Heimspiel in die Rückrunde und zeigte vor allem in den ersten 30 Minuten eine überzeugende Leistung. Wiesental war klar die Staiger-Elf, baute ruhig von hinten auf und zeigte gute Bewegung im Offensivspiel.
In der 16. Minute fiel folgerichtig die Führung: Quarata spielte aus dem Zentrum einen hervorragend getimten Ball über die Abwehr. Fatih Türkoglu startete im perfekten Moment, setzte sich mit einem starken Laufweg durch und vollendete überlegt mit einem feinen Lupfer über den herausstürmenden Keeper zum 1:0.
Doch nach dieser starken Phase ließ der TSV spürbar nach. Die Abstände im Zentrum wurden größer, die Ordnung ging teilweise verloren. In der 23. Minute nutzten die Gäste eine dieser Unsauberkeiten zum Konter und 1:1-Ausgleich.
Auch der Start in die zweite Halbzeit wurde verschlafen, wodurch man den Gegner unnötig stark machte. Erst in den letzten 20 Minuten erhöhte Wiesental wieder den Druck, kam zu mehreren Großchancen und drängte auf den Siegtreffer. Trotz guter Möglichkeiten wollte der Ball jedoch nicht mehr über die Linie.
So blieb es beim Unentschieden – ein Ergebnis, das sich angesichts der starken Anfangs- und Schlussphase eher wie zwei verlorene Punkte anfühlt.
Vorschau: 08.03.2026
13.00 Uhr: SV Philippsburg 2 vs. TSV Wiesental 2
15.00 Uhr: FC Neibsheim vs. TSV Wiesental

