Mit dem Leitwort „zusammen_wachsen. damit Europa menschlich bleibt“ greift Renovabis in der Pfingstaktion 2026 die wachsende Polarisierung und Zerrissenheit in Europa auf – in den Partnerländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas ebenso wie in Deutschland und anderen westeuropäischen Staaten. Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig: soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten, unsichere Arbeitsverhältnisse, steigende Lebenshaltungskosten und ungleiche Bildungschancen. Diese Herausforderungen schüren Ängste und treiben politische Polarisierungen voran. Populistische und nationalistische Bewegungen gewinnen an Einfluss, das Vertrauen in demokratische Institutionen schwindet. Migration und Globalisierung stellen die Integrationsfähigkeit der Gesellschaften zusätzlich auf die Probe. Viele Menschen fühlen sich überfordert.
„Tanzen ist mein Leben“, sagt die leidenschaftliche Tanzlehrerin Anush. Zusammen mit ihrer Familie musste sie 2020 aus Bergkarabach nach Armenien flüchten. Jetzt bringt sie Kindern aus ihrer alten und neuen Heimat das Tanzen bei – und trägt so zu mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt in Armenien bei.
Gerade hier sind Kirche und Caritas gefragt. „zusammen_wachsen“ beschreibt das christliche Verständnis von gelingendem Miteinander: Menschen wahrnehmen, verbinden und begleiten – über soziale, kulturelle und politische Grenzen hinweg. In den Partnerländern von Renovabis setzen sich kirchliche Akteure für Dialog, Teilhabe und Versöhnung ein: in der Ukraine, die unter dem russischen Angriffskrieg und seinen Folgen leidet, oder in Serbien, wo gerade junge Menschen ihre Zukunft in einem zunehmend autoritären Staat bedroht sehen. Auch bei uns sind Kirchengemeinden und sozial-karitative Dienste gefordert, Räume zu schaffen, in denen Menschen einander begegnen, gehört werden und Hoffnung schöpfen können.