Es ist nicht egal, wie du dein Haus und deinen Garten beleuchtest – und es ist nicht egal, wie wir unsere Häuser, Straßen und Plätze beleuchten – nicht für die Pflanzen, nicht für die Tiere und schon gar nicht für die Menschen! Wieso und weshalb und was macht den Unterschied? Warum hilft es allen, wenn wir die Nacht wieder dunkel sein lassen? Und was können wir dafür tun?
Einige Antworten sind in unserer Artikelserie und auf der Homepage der Alternativen Ecke zu finden.
Wann hast du zuletzt in den dunklen Nachthimmel geschaut? Und wann zuletzt den Großen Wagen, den Polarstern oder den Orion gesehen?
Ein Aspekt der Lichtverschmutzung, der oft übersehen wird, ist der Verlust des Sternenhimmels. Künstliches Licht dient schon lange nicht mehr nur der Sicherheit, sondern wird für die Ausübung von Freizeitaktivitäten, aber auch exzessiv als Werbe- und Zierbeleuchtung genutzt. Unsere Nächte werden heller und heller, in Europa nimmt die Lichtverschmutzung jährlich 6 % zu, in Nordamerika sogar um 10 %. Unmengen an Licht strahlen größtenteils nutzlos in Richtung Himmel ab. Durch Streueffekte in der Atmosphäre bilden sich daraus immense Lichtglocken über besiedelten Gebieten. Hunderte Kilometer weit leuchten diese Lichtglocken und erhellen selbst dort die Nacht, wo es eigentlich dunkel wäre.
In vielen dicht besiedelten Regionen sind nur noch wenige Sterne zu sehen – ein Verlust, der nicht nur die Naturwahrnehmung, sondern auch unser kulturelles und spirituelles Erbe betrifft. Jahrtausende lang wurde es nachts immer so dunkel, dass alle Menschen auf der Welt den beeindruckenden Sternenhimmel und seine Sternbilder bestaunen konnten. Jahrtausende lang wurde davon maßgeblich die Kunst, die Wissenschaft, die Religion und die Tradition der Menschen beeinflusst und geprägt. Dieses wertvolle Kulturgut haben wir innerhalb von ein paar Jahrzehnten nahezu zerstört.
Heutzutage wird einem dieser Verlust erst dann bewusst, wenn man mal an einem wirklich dunklen Ort fernab aller Lichter ist und sich einem der Sternenhimmel in ganzer Pracht offenbart. Zum Beispiel die Milchstraße: In Deutschland gibt es nur wenige Gebiete, in denen sie für uns sichtbar ist – dazu gehören unter anderem die Rhön, der Nationalpark Eifel und einige Nordseeinseln. Aus den hellen Dörfern, Städten und Metropolen kann man heute mit bloßem Auge statt bis zu rund 6.000 Sterne nur noch ein paar Hundert bis ein paar Dutzend Sterne sehen. Die Lichtverschmutzung nimmt uns den Sternenhimmel.
Die gute Nachricht: jede/r kann etwas dagegen tun!
Ihr findet alle Beiträge dazu auf unserer Homepage www.alternative-ecke.de
In der nächsten Folge geht es um Licht am Haus und im Garten.

