
Die Mutter von Johann Wolfgang von Goethe, Catharina Elisabeth Goethe schwörte auf dieses Rezept:
Man nehme: 12 Monate, putze sie sauber von Neid, Bitterkeit, Geiz und Pedanterie, und zerlege sie in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat für 1 Jahr reicht. Jeder Tag wird einzeln angerichtet aus: 1 Teil Arbeit, 2 Teilen Frohsinn und Humor. Man füge 3 Teelöffel Optimismus, 1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen Ironie und 1 Prise Takt hinzu. Dann wird die Masse mit sehr viel Liebe übergossen. Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit!
Dies war einer der Texte, die Isabel Schmier bei der 74. Hörzeit zum Thema neue Anfänge, große Wendepunkte, neue Pfade und alte Wegweiser vortrug. Kleine Überraschungen trafen dabei auf altbekannte Texte, nostalgische Rückblicke auf inspirierende Visionen.
Drei junge Flötenspielerinnen umrahmten das Programm mit Volksliedern, die den Winter beschrieben und den Frühling herbeisehnten.
Launige Gespräche gab es beim anschließenden Beisammensein mit einer würzigen Hirschgulaschsuppe vom Pflegezentrum und einem Viertele Rosé.
Welche Vorsätze und Rezepte fürs ganze Jahr wurden da wohl ausgetauscht?