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„Riesen in den Wiesen“ im zehnten Jahr: Alte Mostbirnenbäume werden gepflegt

„In unseren Streuobstwiesen sind viele seltene Tierarten zu finden, die nur hier ihren Lebensraum haben. „Wir stehen in der Verantwortung, diese einzigartige...
Schwindelfrei muss sein, wer sich im Baumpfleger-Team um die „Riesen in den Wiesen“ kümmert.
Schwindelfrei muss sein, wer sich im Baumpfleger-Team um die „Riesen in den Wiesen“ kümmert.Foto: Bild: Enzkreis; Fotografin: Iris Schmid

„In unseren Streuobstwiesen sind viele seltene Tierarten zu finden, die nur hier ihren Lebensraum haben. „Wir stehen in der Verantwortung, diese einzigartige Kulturlandschaft zu erhalten“, sagt Dr. Hilde Neidhardt. Bei Dauerregen machte sich die Erste Landesbeamtin, zuständig unter anderem für Umwelt- und Naturschutz, zusammen mit Landwirtschafts-Dezernent Holger Nickel ein Bild vom aktuellen Stand der neuen Runde des Projekts „Die Riesen in den Wiesen“ des Landschaftserhaltungsverbands Enzkreis (LEV).

„Große Birnbäume spielen als Biotop eine herausragende Rolle,“ erläuterte Iris Schmid vom LEV: „Baumhöhlen werden von verschiedenen Vogelarten genutzt und vom Blühangebot im Frühling profitieren zahlreiche Insektenarten.“ Damit die Baumriesen diese Funktion möglichst lange erfüllen, müssen sie gepflegt werden: verjüngen und revitalisieren, kranke und trockene Äste entfernen und für Licht und Luft für die jungen Triebe sorgen.

Darum kümmert sich mit großem Fachwissen und Engagement das erfahrene Baumpfleger-Team. In den vergangenen neun Jahren hat es zahlreiche der markanten, landschaftsprägenden Mostbirnenbäume bearbeitet. Die Arbeit wird den „Baumkletterern“ nicht ausgehen: Rund 11.000 Bäume hat der LEV erfasst und 2.000 von ihnen als pflegebedürftig eingestuft. Finanziert wird das Projekt nicht nur aus Mitteln der Streuobstkonzeption des Enzkreises: Unterstützung kommt zum wiederholten Mal von der Firma Böhmler und der Sparkasse Pforzheim-Calw. Deren Vertreter, Thomas Schweichart (Fa. Böhmler), Vincenzo Giuliano und Viktor Jeske (Sparkasse), überzeugten sich nun vor Ort bei Eisingen davon, dass ihr Geld sinnvoll angelegt ist.

Im zehnten Projektjahr zieht Holger Nickel eine positive Zwischenbilanz: Mit den „Riesen in den Wiesen“ seien zahlreiche ökologisch wertvolle Obstbäume erhalten worden: „Ein sichtbares Zeichen, wie wirkungsvoll die Zusammenarbeit im Natur- und Landschaftsschutz sein kann. Und ein Gewinn für Artenvielfalt, Landschaft und regionale Identität.“

(enz)

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Mitteilungsblatt Tiefenbronn
NUSSBAUM+
Ausgabe 10/2026
von Gemeinde Tiefenbronn
04.03.2026
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