
Eine bemerkenswerte Saison liegt hinter dem SV Germania. Für den Titel hat es am Ende nicht gereicht, dennoch war das Erreichen des Finales im zweiten Jahr nach der Bundesliga-Rückkehr alles andere als selbstverständlich. Die abgelaufene Runde wird dem Verein lange in Erinnerung bleiben – geprägt von Höhen, Tiefen und entscheidenden Wendungen. Der SV Germania hat sich wieder in der Spitze des deutschen Ringsports etabliert.
Der Final-Rückkampf in Burghausen ist schnell zusammengefasst. Mit einem Punkt Rückstand trat Germania die Reise an, die Hoffnung auf eine Überraschung war vorhanden. Der SV Wacker Burghausen präsentierte sich jedoch an diesem Abend als das stärkere Team. Siege gelangen Magomed Kadimagomedov bei seiner Saisonpremiere sowie Nao Kusaka und Manuel Wagin. Burghausen setzte sich mit 19:8 durch und sicherte sich zum sechsten Mal den deutschen Meistertitel.
Unabhängig vom Ausgang des Finales fällt die Saisonbilanz aus Weingartener Sicht äußerst positiv aus. Mannschaft, Umfeld, Fans sowie zahlreiche Unterstützer und Sponsoren trugen eine Spielzeit, die sportlich wie atmosphärisch außergewöhnlich war. Die Saison 2025/2026 entwickelte sich zu einer Erfolgsgeschichte mit vielen Facetten – von Rückschlägen bis zu emotionalen Höhepunkten. Nach Jahren in der Bundesliga, dem Engagement in der Deutschen Ringer Liga, dem Neustart in der Oberliga und dem erneuten Aufstieg sorgte die Mannschaft noch einmal für große Begeisterung in Weingarten.
Der 19:15-Erfolg gegen den KSV Köllerbach zum Saisonauftakt setzte früh ein Ausrufezeichen. Auf die 12:17-Niederlage zum Rückrundenstart im Saarland folgte mit dem Heimsieg gegen den KSC Hösbach ein wichtiger Wendepunkt. In der Folge nahm die Saison weiter Fahrt auf, das Interesse im Umfeld wuchs spürbar.
Mit großem ehrenamtlichem Einsatz wurde eine Lagerhalle zur GrubArena umfunktioniert und zur Kulisse für die entscheidenden Kämpfe der Play-offs. Der Viertelfinalsieg gegen Köllerbach, der Halbfinalerfolg gegen den früheren Meister ASV Schorndorf und schließlich das Finale gegen Burghausen sorgten für wochenlange Spannung. Der Titel blieb zwar aus, doch der Weg vom Aufsteiger zum Vizemeister innerhalb von zwei Jahren unterstreicht die sportliche Entwicklung des Vereins. Nach einer intensiven Saison richtet sich der Blick nun auf kommende Aufgaben und neue Herausforderungen.
61G: Fabian Schmitt - Daniel Layer 4:0 (2:0)
130F: Erik Sven Thiele - Mohammad Umkhadjiyev 7:1 (2:0)
66F: Magomed Kartojev - Vasyl Shuptar 4:3 (1:0)
98G: Alex Michel Bjurberg Kessidis - Peter Öhler 7:2 (2:0)
71G: Christopher Kraemer - Janis Heinzelbecker 18:0 (4:0, TÜ)
86F: Mohammad Mottaghinia - Magomed Kadimagomedov 0:8 (0:3)
75F: David Baev - Marcel Wagin 19:4 (4:0, TÜ)
80G: Idris Ibaev - Nao Kusaka 0:7 (0:4, Aufgabe Heim)
75G: Magomed Bashir Kartojev - Louis Lay 2:1 (4:0, SS Heim)
80F: Zelimkhan Khadjiev - Manuel Wagin 1:2 (0:1)
Endergebnis: 19:8