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Rohölpreise springen in die Höhe

Im Nahen Osten herrscht Krieg – und in Malsch wird Sprit teurer Infolge der militärischen Eskalation im Nahen Osten sind die Kraftstoffpreise im Raum...
Tanken.
Der Griff zur Zapfsäule ist zurzeit extrem teuer: Der Krieg im Nahen Osten schlägt sich auch in Malsch durch höhere Benzinpreise nieder.Foto: sintendo/iStock/Thinkstock

Im Nahen Osten herrscht Krieg – und in Malsch wird Sprit teurer

Infolge der militärischen Eskalation im Nahen Osten sind die Kraftstoffpreise im Raum Karlsruhe binnen weniger Tage spürbar gestiegen. Auch in der Malscher Tankstelle TotalEnergies in der Durmersheimer Straße macht sich das bemerkbar: Seit Beginn der Kampfhandlungen sind die Preise für alle Treibstoffe auf inzwischen über zwei Euro pro Liter gestiegen.

Der Angriff der USA und Israels auf den Iran trieb den Rohölpreis der Sorte Brent innerhalb weniger Tage von rund 72 auf etwa 80 US-Dollar je Barrel. Hinzu kommt die Sperrung der Straße von Hormus, über die täglich rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte abgewickelt wird. Laut ADAC könnten die Preise noch um weitere fünf bis sechs Cent pro Liter anziehen.

Heizkosten steigen ebenfalls

Besonders stark trifft der Preisanstieg außerdem Heizölkunden: Das Internetportal Heizoel24 verzeichnete am Dienstagmorgen Preise von knapp 123 Euro je 100 Liter – mehr als 23 Euro mehr als noch am Freitag.

Schon Anfang des Jahres wurde ein massiver Anstieg der Heizkosten im Raum Karlsruhe prognostiziert – und das noch ohne eine Eskalation im Nahen Osten berücksichtigt zu haben. Wir berichteten.

„Abzocke“?

Kritik an der schnellen Weitergabe der Rohölpreisanstiege kam aus der Politik. Der SPD-Abgeordnete Esra Limbacher sprach von „Abzocke", da der aktuell verkaufte Kraftstoff überwiegend zu deutlich niedrigeren Preisen eingekauft worden sei.

CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel begrüßte unterdessen die von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche angekündigte Prüfung durch das Bundeskartellamt. Es dürfe nicht sein, dass Ölkonzerne von der Krise auf Kosten der Bevölkerung profitierten, betonte der CDU-Abgeordnete. Das Kartellamt selbst dämpfte jedoch bereits die Erwartungen an die Untersuchung.

Was der ADAC rät

Der ADAC rät Verbrauchern, die Abendstunden zum Tanken zu nutzen und Preise verschiedener Tankstellen zu vergleichen. Gerade in volatilen Zeiten könnten die Unterschiede besonders hoch ausfallen. (jay)

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exklusiv online
von Redaktion NUSSBAUMRedaktion NUSSBAUM
06.03.2026
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Malsch
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Wirtschaft