1. Vorsitzender: Michael Moll
Telefon: 0711-7979109
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Nur noch 2 Tage bis zum offenen Sonntag beim OGV am 9. November 2025 im Vereinsheim. Am Sonntag ab 12:00 Uhr Bewirtung und Nachmittagskaffee. Die Vorbereitung läuft für ein geschmackvolles Herbstessen.
Die Planung für den OGV Jahresausflug im Mai 2026 ist abgeschlossen und wird dann vorgestellt.
H. Rohleder
Ein echter Blickfang in der herbstlichen Landschaft sind momentan die Hagebutten. Hin und wieder fallen dem aufmerksamen Beobachter aber neben den roten Beeren auch merkwürdige, etwa Walnuss- bis Tischtennisballgroße, an Moos erinnernde Gebilde an den Zweigen der kahler werdenden Sträucher auf. Es handelt sich dabei weder um Reste von Vogelnestern noch um durch den Wind entwurzeltes Moos o. Ä., sondern um die Kinderstuben der „Gemeinen Rosengallwespe“ (wobei „gemein“ hier als „allgemein vorkommend“ zu verstehen ist). Dieses nur etwa 5 mm große Insekt legt im Frühjahr seine Eier an Wildrosen ab, auf die Fraßtätigkeit der schlüpfenden Maden reagiert die Wirtspflanze mit Gewebewucherungen, die sich zu den beschriebenen Gebilden, sogenannten „Gallen“ entwickeln. In ihrem Inneren bilden sich hartschalige Kammern, in welchen die Maden heranwachsen, überwintern und im darauffolgenden Frühjahr als fertige Gallwespen schlüpfen, worauf der Zyklus aufs Neue beginnt. Andere Gall- und Schlupfwespenarten machen sich die Vorarbeit der gemeinen Rosengallwespe zunutze und legen ihre Eier in die sich entwickelnden Gallen, wo ihre Larven entweder zusammen mit den ursprünglichen Bewohnern als „Kuckuckslarven“ leben oder gar die ursprünglichen Bewohner parasitieren und auffressen. Auf die Wildrosen wirken die Rosengallen nur bei extremem Befall schädigend, was jedoch nur in Ausnahmefällen vorkommt.


