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Rückblick auf die stattgefundenen Vorträge im Bürgerhaus

Im Rahmen von BIK finden regelmäßig Vorträge zu den verschiedensten Themen statt. Im ersten Semester, das heißt in den vergangenen Wochen, fanden...

Im Rahmen von BIK finden regelmäßig Vorträge zu den verschiedensten Themen statt.

Im ersten Semester, das heißt in den vergangenen Wochen, fanden insgesamt drei Vorträge statt, mit Themen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Vortrag: Flurnamen der Gemarkung Kuchen

Ende Februar war der erste Vortrag zum Thema „Flurnamen der Gemarkung Kuchen“ mit Herrn Manfred Haarer, den sicherlich viele bereits von den verschiedensten teilweise anlassbezogenen Vorträgen (Tag des offenen Denkmals auf dem Gelände der SBI) kennen.

Herr Haarer berichtete rational über die gängigsten Flurnamen der Gemarkung Kuchen, versäumte jedoch nicht in die Tiefe zu gehen, alles weiträumig zu umreißen und die ein oder andere mitausgegrabene Anekdote zu schildern. Kurzweilig und an den Gesichtern der rund 50 Zuhörern sehr interessantem „Heimlichen Gedächtnis“ jeder Ortsgeschichte, diente der Vortrag nach dem Ende noch für jede Menge Gesprächsstoff und Diskussionen unter den Zuhörern.

Vielen Dank Herr Haarer für das unterhaltsame Stück Geschichte und die der Gemeinde Kuchen überlassene, in langwieriger Arbeit erstellte übergroße Flurnamenkarte!

Vortrag: Gipfel, Staub und Gänsehaut, Nepal aus dem Sattel

Der nächste Vortrag, Anfang März, kam in einer Art bildgewaltigen Videotagebuch daher und lässt sich schwer beschreiben. Uwe Leschitz aus Geislingen war tagelang mit dem Rad in Nepal unterwegs und man wird regelrecht erschlagen von Eindrücken, Höhenmeter, Kilometern, kultureller Begegnung und der unglaublichen Natur dort. Es reißt einen mit und man erklimmt Berge, ohne selbst da gewesen zu sein. Trotzdem lässt sich eine Natur und Umgebung, in der ein 2 Mann und eine Frau starkes Team mehr als 13.000 Höhenmeter überwindet, nicht beschreiben. Gebirge, Schotterpisten, verlassene Klöster, bewohnte Klöster, subtropisches Tiefland, schmale Bergkämme, karges Hochland, … man muss es selbst gesehen haben. Zumindest als Vortrag von Herr Leschitz. Was auch um die 100 begeisterte Zuhörer taten. Besuchen Sie einen Vortrag von Herr Leschitz, wenn er von seiner nächsten Nepal-Tour mit dem Rad zurückkommt und uns die Eindrücke zur Verfügung stellt!

Hoffentlich exklusiv bei BIK.

Vielen Dank Herr Leschitz und bitte bald wieder!

Vortrag: Demenz-Reise ins Eigenland

Der jüngste Vortrag vergangene Woche widmete sich einem ernsten Thema, was aber nicht zu wenigen Besuchern führte, im Gegenteil. Ca. 50 Menschen unterschiedlichsten Alters waren gekommen, um Herrn Günter Hofer zuzuhören, wie er ehrlich, an Dingen gewachsen und teilweise schonungslos, aber immer sensibel über die Krankheit Demenz berichtet.

Herr Hofer selbst ist nicht betroffen, jedoch Angehöriger.

„… die Diagnose Demenz bedeutet Abschied nehmen …“, ein gesprochenes Zitat von ihm, das bewegt, aber dem ein oder anderen Angehörigen vielleicht die Begleitung des geliebten Menschen in „das Eigenland“ erleichtert, denn vieles Gewohnte wird für die rund 1,8 Millionen Menschen mit einer der ca. 50 unterschiedlichen Demenzarten eine Unmöglichkeit und somit gehen Sie auch dem Partner, Freund, Angehörigen verloren. Diskussionen, gemeinsam Rituale erleben, ein gelebtes Leben ändert sich unwiederbringlich.

Emotionale Unterstützung und Verständnis für die Angehörigen ist wichtig, aber auch ihnen Auszeiten zu ermöglichen, denn Demenz bedeutet oft auch eine Kraftanstrengung für den Körper, da bei manchen Formen der Demenz der Körper des Erkrankten auch mit betroffen ist. Herr Hofer schildert für viele sicherlich hilfreiche Beispiele aus seiner Erfahrung mit Anträgen, Angebot für Demenzkranke und deren Angehörige, Pflegestufen, praktischen Tipps, an die man so nicht denkt und Erfahrungen aus seinem Alltag mit Hilfe von Mitmenschen und deren Verständnis für z. B. die letzte mögliche Flugreise des Demenzerkrankten und den nötigen Gang zur Toilette, der nicht möglich gewesen wäre ohne die Hilfe gleich mehrerer Mitreisender.

Nach so einem Vortag bleibt es nicht aus, dass man nachdenklich zurückbleibt und dennoch:

Darüber sprechen hilft, sich nicht alleine zu fühlen, und mit Herrn Hofer hat man einen Angehörigen, der weiß, von was er spricht und an dem Abend aufgerufen hat zu Spenden und zwar an die Sozialstation Geislingen e. V.

Vielen Dank Herr Hofer für das Angehen dieses Themas, bei dem viele erst bereit sind, sich zu beschäftigen, wenn es zu spät ist.

Wenn Sie Angehöriger eines Demenzerkrankten sind – Sie finden Hilfe und Unterstützung bei offiziellen Stellen und auch bei Ihren Mitmenschen.

Für das 2. Semester des Jahres 2026 sind noch keine Vorträge fixiert, aber hoffentlich finden wir welche, die genauso wie die im 1. Semester interessant, wichtig, informativ und hilfreich sind.

Ihre
Anna Häußler

Erscheinung
Mitteilungsblatt der Gemeinde Kuchen
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Ausgabe 12/2026
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