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Rückblick Frauenfasnacht / Weltgebetstag der Frauen am 6. März 2026

Am vergangenen „schmutzigen Donnerstag“ feierten wir kfd-Frauen zum 50. Mal unsere Frauenfasnacht, in diesem Jahr in der ausverkauften Mühlbachhalle....

Am vergangenen „schmutzigen Donnerstag“ feierten wir kfd-Frauen zum 50. Mal unsere Frauenfasnacht, in diesem Jahr in der ausverkauften Mühlbachhalle.

In den frühen 1970er Jahren wurde die Idee geboren, einen Fasching nur für Frauen zu veranstalten. Eine ganze Nacht verbrachten mehrere Vorstandsfrauen damit, aus einer umfangreichen Schallplattensammlung Musiktitel für diese Veranstaltung herauszusuchen. Am 28. Februar 1973 war es dann so weit: Der erste Frauenfasching der kfd wurde im St. Augustinusheim gefeiert.

Die ersten Jahre waren geprägt von Tanz, Spiel und Spaß. Ab 1980 sorgte ein Alleinunterhalter für die musikalische Stimmung. Die erste abendfüllende Motto-Show 1984 war eine „Narrenfahrt ins Märchenland“. Über die Jahre sind wir erstaunlich viel verreist und holten die ganze Welt auf die Bühne mit traumhaften Kulissen, seinerzeit gemalt von Bühnenbildner Sepp Wetter. So waren wir z. B. in New York auf dem Broadway oder unternahmen einen Ausflug in den Orient. Das Traumschiff entführte uns in die Südsee. Mit einem Meisterwerk der Technik, einer feuersprühenden Rakete, landeten wir sogar auf dem Mond. Also, von wegen Frauen und Technik ... Wir gingen zusammen in eine Reha, klagten unser Leid mit unseren Männern, feierten einen 50. Geburtstag und waren Bio-Bäuerinnen.

Kurz: Wir brachten und bringen unsere Leben, und alles, was uns im Miteinander begegnet, mitunter auch Skurriles, auf die Bühne.

Das St. Augustinusheim, später das Martin-Luther-Haus und zum Jubiläum die Mühlbachhalle, füllten sich immer bis auf den letzten Platz.

Am Jubiläumsabend verreisten die kfd-Frauen mal wieder. Ein turbulenter Flug führte sie nach Montpellier, von dort ging es dann mit dem Bus in die Partnergemeinde Le Grau de Roi. Über den alltäglichen Kampf mit überflüssigen Pfunden erfuhren wir in einer Büttenrede mit musikalischer Unterstützung, und wie immer war auch gleich eine Idee geboren, was denn helfen könnte: Bewegung – konkret Tanzen.

Welche fatalen Auswirkungen eine Fehlschaltung der Telekom während eines Telefonats haben kann, erfuhren wir ebenso wie die Geheimnisse über ihre Ehemänner, die sich 2 Freundinnen anvertrauten.

Einen großartigen Auftritt hatte das Männerballett der ZKG Ziegelhausen, die mit „Asterix und Obelix gegen die Römer“ eine grandiose Show auf die Bühne und den Saal zum Beben brachte.

Unsere Dichterin, die erneut eine Tournee unterbrach, um auf der Bühne der kfd zu stehen, brachte mit ihren Gedichten den Saal zum Lachen. Auch wenn die Gedichte, wie angekündigt, mitunter auch keinen Sinn hatten: Den Nerv und das Verständnis der Anwesenden trafen sie aber allemal.

Die Einrichtung einer Beichthotline brachte Bürgermeister David Faulhaber an den Rand der Verzweiflung, er konnte den innovativen Ideen unserer Kirchengemeinde und der Art der Umsetzung wenig abgewinnen. Tänzerische Darbietungen aus dem Orient oder von Lady Gaga rundeten das Programm ab.

2 Konstanten gibt es seit Anbeginn der Frauenfasnacht: Bis heute sind außer dem Bürgermeister, seinem Amtsvorgänger und dem Pfarrer keine Männer als Gäste zu unserer Fasnacht zugelassen. Außerdem wurden und werden die gesamten Erlöse unserer Veranstaltungen an caritative Zwecke gespendet. Zu den Empfängerkreisen haben wir, teilweise schon seit Jahrzehnten gute und enge Kontakte, wir wissen also ganz genau, was mit unseren Spenden geschieht, was davon angeschafft oder ermöglicht werden kann. Regelmäßig informieren wir darüber auch an dieser Stelle.

Danken möchten wir der DJK – die Herren versorgten uns wieder sehr fürsorglich mit Speis und Trank und waren auch bei den Vorbereitungen eine sehr große und unverzichtbare Hilfe und Unterstützung. Danke!

Musikalisch und mit Licht und Ton „versorgte“ und DJ Riz – auch dafür ein herzliches Dankeschön!

Unserem „Fasnachts-Trio“ Doris Brandt, Christine Klermond-Schulz und Ute Zimmermann danken wir für die Planung und Organisation der Frauenfasnacht mit tollen Ideen und Beiträgen!

Weltgebetstag der Frauen – Freitag, 6. März 2026, 18 Uhr, Martin-Luther-Haus

Am Freitag, den 6. März 2026, feiern Menschen in über 150 Ländern der Erde den Weltgebetstag der Frauen aus Nigeria. „Kommt! Bringt eure Last.“ lautet ihr hoffnungsverheißendes Motto, angelehnt an Matthäus 11,28-30.

In Nigeria werden Lasten von Männern, Kindern, vor allem aber von Frauen auf dem Kopf transportiert. Doch es gibt auch unsichtbare Lasten wie Armut und Gewalt. Das facettenreiche Land ist geprägt von sozialen, ethnischen und religiösen Spannungen. Islamistische Terrorgruppen wie Boko Haram verbreiten Angst und Schrecken. Die korrupten Regierungen kommen weder dagegen an, noch sorgen sie für verlässliche Infrastruktur. Umweltverschmutzung durch die Ölindustrie und Klimawandel führen zu Hunger. Armut, Perspektivlosigkeit und Gewalt sind die Folgen all dieser Katastrophen.

Hoffnung schenkt vielen Menschen in dieser existenzbedrohenden Situation ihr Glaube. Diese Hoffnung teilen uns christliche Frauen aus Nigeria mit – in Gebeten, Liedern und berührenden Lebensgeschichten. Sie berichten vom Mut alleinerziehender Mütter, von Stärke durch Gemeinschaft, vom Glauben inmitten der Angst und von der Kraft, selbst unter schwersten Bedingungen durchzuhalten und weiterzumachen.

Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas – vielfältig, dynamisch und voller Kontraste. Mit über 230 Millionen Menschen vereint der „afrikanische Riese“ über 250 Ethnien mit mehr als 500 gesprochenen Sprachen. Die drei größten Ethnien sind Yoruba, Igbo und Hausa, aufgeteilt in den muslimisch geprägten Norden und den christlichen Süden. Außerdem hat Nigeria eine der jüngsten Bevölkerungen weltweit, nur 3 % sind über 65 Jahre alt. Dank der Ölindustrie ist das Land wirtschaftlich stark, mit boomender Film- und Musikindustrie. Reichtum und Macht sind jedoch sehr ungleich verteilt.

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit gut 100 Jahren für den Weltgebetstag. Rund um den 6. März 2026 werden allein in Deutschland hunderttausende Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder die Gottesdienste und Veranstaltungen zum Weltgebetstag besuchen: Gemeinsam mit Christ*innen auf der ganzen Welt feiern wir diesen besonderen Tag. Wir hören die Stimmen aus Nigeria, lassen uns von ihrer Stärke inspirieren und bringen unsere eigenen Lasten vor Gott. Es ist eine Einladung zur Solidarität, zum Gebet und zur Hoffnung. Seid willkommen, wie ihr seid.

Kommt! Bringt eure Last.

Wir laden herzlich zur Mitfeier des Gottesdienstes und anschließendem Beisammensein ein – in ökumenischer Tradition gemeinsam vorbereitet von evangelischen Frauen und der kfd Dossenheim. Alle Interessierte (nicht nur Frauen) sind uns herzlich willkommen:

Freitag, 6. März 2026, 18 Uhr, Martin-Luther-Haus

Dorothee Kuhn

Erscheinung
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Ausgabe 08/2026
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