Eine gute Idee braucht manchmal nur einen kleinen Anstoß. So war es auch am 26.03.2026 am Albvereinsplatz in Unterensingen. Bei der Waldweihnacht im vergangenen Jahr zeigte sich ein Problem: Es gab keinen passenden Baum zum Schmücken. Nur etwas Gebüsch am Rand – aber keinen richtigen Weihnachtsbaum. Kurzerhand wurde eine Nordmanntanne besorgt und aufgestellt. Gemeinsam mit dem Verband christlicher Pfadfinder (VCP) und vielen Kindern wurde er festlich geschmückt. Eine schöne Aktion, die allen Freude gemacht hat – und gleichzeitig den Anstoß für etwas Neues gab. Die Idee kam von Sina Singer, der Familiengruppenleiterin beim Schwäbischen Albverein OG Unterensingen: Warum nicht selbst Bäume pflanzen, die künftig vor Ort wachsen und für die Waldweihnacht genutzt werden können? Gesagt, geplant, umgesetzt – jetzt, Ende März, zur richtigen Pflanzzeit. 9 Erwachsene und 10 Kinder trafen sich am 26.03.2026 am Albvereinsplatz und packten gemeinsam an. Rund um die Albvereinshütte wurden 11 junge Tannen und Fichten gepflanzt. Ergänzt wurde die Aktion durch eine Kornelkirschenpflanze, eine Spende einer Bürgerin aus Unterensingen. Diese soll künftig Tieren Nahrung und Schutz bieten. Mit viel Einsatz wurde gegraben, eingesetzt und die Erde festgedrückt. Besonders eifrig waren die Kinder dabei. Und natürlich durfte am Ende das Gießen nicht fehlen: Mit Gießkannen versorgt, bekam jedes Bäumchen gleich die nötige Portion Wasser für einen guten Start. Damit die Pflanzen auch in den kommenden Wochen gut anwachsen, ist geplant, einen Eimer am Platz bereitzustellen. Spaziergänger und Besucher können so jederzeit Wasser (am Bach) holen und beim Gießen helfen – eine einfache Möglichkeit, sich zu beteiligen. Unterstützt wurde die Aktion von Naturschutzwart Hartmut Scheuter, der ersten Stellvertreterin Kerstin Bender des SAV‘s sowie Forstrevierleiter Jonathan Sachs. Sie begleiteten das Vorhaben und sorgten dafür, dass die Pflanzung fachgerecht umgesetzt wurde. Ein Blick auf den üblichen Weihnachtsbaum macht deutlich, wie nachhaltig diese Idee ist: Ein Baum von etwa 1,70 Metern Höhe wächst rund 10 bis 12 Jahre, bevor er gefällt wird – meist für nur wenige Tage im Wohnzimmer. Am Albvereinsplatz geht man nun einen anderen Weg. Die Bäume bleiben im Wald, wachsen weiter und sollen in Zukunft Teil der Waldweihnacht werden. Die nächste findet am 05.12.2026 statt. So ist aus einer kleinen Improvisation im vergangenen Winter ein Projekt entstanden, das langfristig wirkt – und bei dem viele gemeinsam ein Stück Zukunft pflanzten. Herzlichen Dank an alle, die mitgeholfen haben.


