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Rückblick: Vortrag von Prof. Dr. Björn Penning bei der Volkshochschule Spaichingen

Die Jagd nach dem Unsichtbaren – Wie wir Dunkle Materie finden wollen Rund 95 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer fanden sich am 24. April...
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Die Jagd nach dem Unsichtbaren – Wie wir Dunkle Materie finden wollen

Rund 95 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer fanden sich am 24. April im Saal des Gewerbemuseums ein, als Prof. Dr. Björn Penning auf Einladung der Volkshochschule Spaichingen einen Einblick in seine aktuelle Forschung gab. Dass ein international renommierter Teilchenphysiker in Spaichingen spricht, ist an sich schon besonders – umso mehr, da Penning selbst gebürtiger Spaichinger ist, genauer gesagt ein „Oberstädtler“. Auch für ihn war es ein Novum: Zum ersten Mal referierte er über seine Forschung in deutscher Sprache.

Mit spürbarer Verbundenheit zu seiner Heimat zeigte er zu Beginn Fotos persönlicher Eindrücke von Fasnet, Jahrgangstreffen und Familie. Nachdem er viele Jahre in den USA geforscht hat, ist er inzwischen in der Schweiz tätig, was ihm wieder häufigere Besuche in seiner Heimatstadt ermöglicht.

Inhaltlich spannte der Vortrag einen weiten Bogen rund um das faszinierende und noch immer ungelöste Rätsel der Dunklen Materie. Als Penning selbst in Spaichingen das Abitur ablegte, glaubte man, die grundlegenden Bausteine des Universums weitgehend verstanden zu haben. Gerade in diesem Jahr jedoch zeigte sich, dass man nur einen kleinen Teil des Kosmos kannte, gerade die Dunkle Materie und Dunkle Energie machen den Großteil aus. Die Forschung steht also weiterhin vor großen, offenen Fragen. Für ihn, so bemerkte er augenzwinkernd, sichere das zumindest langfristig den Arbeitsplatz.

Anschaulich erläuterte er die unterschiedlichen experimentellen Ansätze, mit denen weltweit nach dunkler Materie gesucht wird. Besonders eindrucksvoll war die Beschreibung von Experimenten tief unter der Erde, wo unter extrem sauberen und abgeschirmten Bedingungen gearbeitet wird – hygienischer und kontrollierter als in manchem Operationssaal. Auch das geplante Untergrundlabor im Tessin, an dem Penning beteiligt ist, wurde vorgestellt.

Immer wieder gelang es ihm, komplexe physikalische Zusammenhänge verständlich zu machen. So erklärte er etwa Gravitationswellen mit dem Bild eines Steins, der in den Spaichinger Ententeich geworfen wird und konzentrische Wellen erzeugt. Trotz der sehr hohen Informationsdichte blieb der Vortrag lebendig und zugänglich.

Das Publikum – auch ehemalige Lehrer/innen von Prof. Dr. Penning waren anwesend – folgte aufmerksam und nutzte die Gelegenheit, auch fachlich anspruchsvolle Fragen zu stellen, die der Referent ausführlich und verständlich beantwortete. Am Ende stand ein rundum gelungener, hochinteressanter Abend, der mit begeistertem Applaus endete – bevor es den Referenten weiter ins Spaichinger Nachtleben zu seinem Jahrgang zog.

Ein komplexes Thema, verständlich erklärt von Prof. Dr. Penning.Foto: vhs, Lothar Kraus
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Ausgabe 19/2026
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