Im vorletzten Saisonspiel setzte es für die ersatzgeschwächten Aichtaler eine deutliche 4:9-Niederlage beim TSV Musberg; ein Rückschlag mit weitreichenden Folgen im Abstiegskampf. Parallel dazu sorgte Konkurrent Zell mit einem überraschenden Erfolg gegen Wendlingen für eine zusätzliche Verschärfung der Lage.
Dabei begann die Partie aus Aichtaler Sicht durchaus vielversprechend: Nach den Doppeln hielt das Team noch Anschluss, unter anderem durch einen klaren Sieg von Dürr/Mezger. Auch in den Einzeln zeigte Aichtal phasenweise seine Qualität: Pavlidis (Pos. 3) und Balasso (6) punkteten, und mehrere Spiele gingen über die volle Distanz. Doch gerade in den engen Begegnungen fehlte die letzte Konsequenz: Sowohl Dürr als auch Stiefel mussten sich im vorderen Paarkreuz nach fünf Sätzen geschlagen geben, wodurch mögliche Wendepunkte ungenutzt blieben.
In der Breite war Musberg letztlich stabiler und nutzte die personellen Ausfälle auf Aichtaler Seite konsequent aus. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung zog der Gastgeber davon, während Aichtal trotz kämpferischer Ansätze den Zugriff verlor.
Frank Dürr (1) ordnete die Niederlage entsprechend nüchtern ein: „Wir haben gute Moral bewiesen und partiell gut gespielt, aber das hat bei Weitem weder taktisch noch spielerisch gereicht, um ernsthaft gefährlich zu sein.“
Ein Blick auf die Tabelle zeigt die bittere Konsequenz: Mit 20:26 Punkten und einem Spielverhältnis von 149:165 rangiert der TTC Aichtal aktuell auf Platz neun und damit auf einem Abstiegsrang. Der Rückstand auf das rettende Ufer ist zwar nicht uneinholbar, doch entscheidend ist: Aichtal kann den Klassenerhalt nicht mehr aus eigener Kraft sichern.
Damit ist die Ausgangslage vor dem Saisonfinale klar definiert: Ein Sieg beim favorisierten TSV Wendlingen ist Pflicht, gleichzeitig ist man auf Ausrutscher der Konkurrenz angewiesen.
Für den TTC Aichtal wird das letzte Spiel damit zur ultimativen Bewährungsprobe. Es geht nicht mehr nur um Punkte, sondern um Haltung, Zusammenhalt und die Fähigkeit, unter maximalem Druck noch einmal alles zu mobilisieren.

