Der Heimatverein Obergrombach hatte zu einem besonderen Abend mit Armin Lindenfelser und seiner Familie eingeladen. Im Mittelpunkt standen Sagen aus Obergrombach und vom Michaelsberg, wie sie unter anderem von Bernhard Baader gesammelt und später auch in der Ortsgeschichte „600 Jahre Obergrombach“ aufgegriffen wurden.
Armin Lindenfelser erläuterte zunächst, was eine Sage ausmacht: Anders als ein Märchen ist sie mit einem realen Ort verbunden. Gerade deshalb gehören die alten Erzählungen um die Marienburg, den Grombach und die Umgebung fest zur Ortsgeschichte.
Im Wechsel aus Erläuterungen, Gedichten, Balladen und Musik wurden bekannte Motive neu lebendig. Dazu gehörten das Bräunglöckchen am hohen Turm des Schlosses, die Sage von der Weißen Frau mit dem schwarzen Zeh, das Kelterhänsle vom Burgwingert sowie die Ballade „Marienburg“. Auch historische Bezüge, etwa zu Graf Ferdinand Norman von Bärenfels und seinen Grabungen im Bergfried, wurden aufgegriffen.
Musikalisch begleitet wurde der Abend unter anderem mit Stücken für Panflöte, Harfe und Gesang, darunter „Der Grombach“ und „Brünnele“. Die rund 50 anwesenden Zuhörerinnen und Zuhörer erlebten einen abwechslungsreichen Abend, der zeigte, wie eng Geschichte, Sage und Heimat miteinander verbunden sind.