Die Generalsanierung und Erweiterung der Fünf-Täler-Schule (FTS) in der Höfener Straße in Calmbach nimmt Fahrt auf. Der Bad Wildbader Gemeinderat hat einstimmig die Vergabe von umfangreichen Bauleistungen für den zweiten Bauabschnitt beschlossen. Die vergebenen Aufträge für Putz-, Trockenbau-, Bodenbelags- und Malerarbeiten belaufen sich auf insgesamt rund 505.000 Euro und liegen damit deutlich unter der ursprünglichen Kostenberechnung.
Stadtbaumeister Volkhard Leetz zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf: "Das Projekt läuft alles im Zeitplan. Die Kosten können eingehalten werden." Auch die hohe Anzahl der eingegangenen Angebote sei ein positives Zeichen. Ziel ist, dass der neue Schulbetrieb im Schuljahr 2025/2026 starten kann.
Für vier wichtige Gewerke des zweiten Bauabschnitts wurden öffentliche Ausschreibungen durchgeführt, die auf eine erfreulich hohe Beteiligung stießen: Putz- und Stuckarbeiten, Wärmedämmverbundsysteme: Hier gingen 13 Angebote ein. Den Zuschlag erhielt die Firma NRE Bau Stuckateurbetrieb aus Spaichingen mit einem Angebot von 208.046,- Euro. Das ist bemerkenswert, da dieser Betrag fast 20 Prozent unter der Kostenberechnung lag. Bei sieben eingegangenen Angeboten für Trockenbauarbeiten überzeugte die Firma Ullrich & Schön GmbH aus Fellbach mit 182.865,- Euro. Auch hier lag das Angebot unter der ursprünglichen Kalkulation. Von sieben Bietern bei den Bodenbelagsarbeiten machte die Firma Daci M Boden GmbH aus Freiberg am Neckar das wirtschaftlichste Angebot von 78.247,- Euro. Dieses Angebot lag sogar rund 35 Prozent unter der Kostenberechnung. Acht Angebote gingen bei Maler- und Lackiererarbeiten und Beschichtungen ein. Hier erhielt die Firma Siegfried Schmid Malergeschäft aus Hechingen den Zuschlag mit 35.897,- Euro, ebenfalls deutlich unter der Schätzung. Insgesamt liegen die vergebenen Aufträge mit einer Bruttosumme von 505.056,-Euro rund 139.365,- Euro unter der ursprünglichen Kostenberechnung von 644.421,- Euro. Dies ist eine erfreuliche Entwicklung angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt.
Im Gemeinderat wurde die große Preisspanne zwischen den Angeboten thematisiert. Gemeinderat Michael Müller (FWV) fragte nach, ob gewährleistet sei, dass der günstigste Bieter die Arbeiten ebenso gut ausführen könne wie ein deutlich teurerer Anbieter. Stadtbaumeister Leetz versicherte, dass intensive Bietergespräche geführt wurden und der Markt aktuell dazu tendiere, dass Firmen "knallhart kalkulieren", um Aufträge zu erhalten. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die beauftragten Firmen die Arbeiten qualitätsvoll ausführen werden.
Die für die Generalsanierung der FTS benötigten Mittel sind im Haushalt 2025 mit 3 Millionen Euro vorgesehen. Zusätzlich stehen 934.200,- Euro als Verpflichtungsermächtigung zur Verfügung. Bisher wurden im laufenden Jahr bereits 246.706,- Euro ausgezahlt. Die Finanzierung der nun vergebenen Aufträge ist somit gesichert. Die Sanierungsarbeiten an Bauteil B umfassen unter anderem die Erneuerung des Daches, der Unterkonstruktion und der Fensteröffnungen. Der Fortschritt ist sichtbar, und die Planung sieht vor, dass der sanierte Bereich der Schule zum Beginn des Schuljahres 2025/2026 wieder genutzt werden kann. (mm)