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Sanierung und Umbau des ehemaligen Rathauses Huttenheim

Gemeinderat stellt 3,5 Millionen Euro für Investition bereit Für 3,5 Millionen Euro wird das ehemalige Rathaus in Huttenheim generalsaniert und...
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Foto: Werner Schmidhuber

Gemeinderat stellt 3,5 Millionen Euro für Investition bereit

Für 3,5 Millionen Euro wird das ehemalige Rathaus in Huttenheim generalsaniert und das OG zu einer Arztpraxis umgebaut. Mit der Stimmenmehrheit von CDU und LDP ist die Entscheidung zugunsten der vorgestellten Variante II – mit dem Zusatz: ohne Berücksichtigung eines Besprechungsraums - getroffen worden. Für die Alternative dazu stimmten Uli, FW und AfD.

Vom Ingenieurbüro Giuseppe Pardo lagen dem Gemeinderat zwei Varianten mit Kostenberechnungen vor. Die beschlossene Ausführung sieht vor, dass die innenliegenden Holztreppen erhalten bleiben und brandschutztechnisch ertüchtigt werden. Hierbei kann auf eine Stahl-Außentreppe verzichtet werden. Beide Varianten sahen einen Besprechungsraum vor. Auf diesen wird insgesamt verzichtet. Damit können die Kosten etwas reduziert werden.

In beiden Fällen soll der rückwärtige Anbau abgebrochen und an dieser Stelle ein Aufzug bis hoch in das Dachgeschoss installiert werden. In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat das Gremium die Verwaltung beauftragt, zusammen mit den Fachingenieursbüros die Arbeiten auszuschreiben.

Die Variante I in der Größenordnung von 3,525 Millionen Euro beinhaltete, die innenliegenden Holztreppen zu demontieren und die Deckenöffnungen zu verschließen, doch muss dann im Bereich des Aufzugs für den Fluchtweg eine Stahl-Außentreppe vom EG bis zum DG installiert werden.

Bei beiden Entwürfen fällt eine Reihe von Arbeiten an, so die Erneuerung der Fenster mit Dreifach-Verglasung, der Dachdämmung und der Bodenbeläge, Ausbesserungen der Fassade. Hinzu kommen Gipser-, Maler- und Tapezierarbeiten plus Tischlerarbeiten. Auch im Bereich Heizung-Lüftung-Sanitär ist einiges zu tun. So soll die Gasheizung durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt werden. Vorgesehen ist auch die Erneuerung der Trink- und Abwasserinstallation. Berücksichtigt sind Elektroarbeiten, die Erneuerung der EDV, Rauchmelder, Brandschutz und schließlich die Installation einer Eigenstromversorgungsanlage.

Laut Rathausmitarbeiter Helmut Seelinger sind Zuschüsse über das SSP-Programm möglich, doch kann die Höhe der Förderung erst nach der Kostenfeststellung erfolgen. Die jetzigen Nutzer müssen und können während der Bauphase in andere nahegelegene Räumlichkeiten ausweichen.

Das 1773 erbaute und unter Denkmalschutz stehende Rathaus muss dringend energetisch ertüchtigt und saniert werden. 1966 wurde das Gebäude generalsaniert, 1992 das Dachgeschoss ausgebaut. Das EG nutzt der Musikverein. Im Obergeschoss befindet sich das Büro des Jugendtreffs, die Ortsverwaltung, der Revierleiter, der Gerichtsvollzieher und ein Besprechungsraum. Im DG probt die Chorgemeinschaft.

Mit dem Erhalt der Innentreppen soll der Charakter des Gebäudes gewahrt bleiben, forderte Hans Gerd Coenen (CDU). So sah es auch Jasmine Kirschner (LDP), die sich gegen eine unnötige Demontage der Treppen aussprach. Peter Steinel (Uli) regte eine Überdachung der außen liegenden Stahltreppe an, Christopher Moll (FW) sah bei einem Verbleib der Holztreppen ein Problem mit dem Brandschutz.

Werner Schmidhuber

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Stadtanzeiger Philippsburg
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Ausgabe 14/2026
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