Seit 36 Jahren startet die Radgruppe vom Ski-Club Benningen jährlich zu einer mehrtägigen Radausfahrt. Immer wieder ein attraktives Ziel zu finden, ist eine Herausforderung für die Organisatoren. Mit der Region Saar-Obermosel wählte man ein Gebiet, um ein schönes Stück Deutschland sowie das Nachbarland Luxemburg zu erkunden. Das Waldhotel Albachmühle war unser Standquartier. Es liegt sehr ruhig mitten in der Natur im Albachtal, wenige Pedalumdrehungen entfernt vom Punkt, wo sich Saar und Mosel bei Konz treffen. Ein idealer Standort für unsere Radtouren.
Wegen der langen Anfahrt startete man zu einer kürzeren Einradeltour gleich nach der Ankunft. Nach wenigen Kilometern verließ man die Mosel in Wasserliesch. Nach einem langen kräftigen Anstieg über Tawern und Fellerich hat man den höchsten Punkt erreicht. Ein herrlicher Ausblick in das Luxemburger Land, eines unserer Ziele, war die Belohnung. Mit surrenden Speichen ging es bergab bis zum Quartier.
Die – Saar-Obermoseltour – war der Plan für den zweiten Tag. Schnell erreichte man die Saarmündung mit dem Kunstwerk von Christoph Manke. Eine dreieckige Skulptur als Ort der Ruhe und Meditation. Im Stein kann man Platz nehmen, dort ist es stiller und das Geräusch des Wassers wird verstärkt. Ab dort radelte man am Fluss aufwärts bis Saarburg. Der Ort liegt in einem Flussbogen der Saar, eingebettet zwischen Weinbergen und Wäldern. Hoch über der Saar thronen Reste der Saarburg, eine der schönsten und ältesten Hochburgen des Westens und gleichzeitig auch Namensgeber der Stadt. Hier verließen wir die Saar durch das Leukbachtal. Auf dem Saarlandradweg ging es weiter in Richtung Mosel. Kurz vor Erreichen des Flusses war Mittagspause in einem Café angesagt. Weiter führte die Route entlang der Mosel durch idyllische Weinorte wie Pelzem, Wehr, Nittel, Temmels. Immer das Nachbarland Luxemburg und die Weinberge im Blick. Beeindruckend war die imposante Felswand „Nitteler Fels“. Der Dolomitenfels mit 20 m Höhe und fast einem Kilometer Länge ist im ganzen Moseltal einzigartig. Kurz vor dem Hotel gab es für die Radler noch einen Halt im Biergarten direkt am Moselufer in Oberbillig.
Die dritte Tour führte die SCB-Radler ins Großherzogtum Luxemburg. Schon kurz nach dem Start überquerte man auf einer Elektrofähre die Mosel nach Luxemburg. Nach wenigen Kilometern verließ man den Uferweg in Mertens. Über eine bergige Topographie mit steilen Aufstiegen und erholsamen Abfahrten führte die Tour über Berbourg nach Scheidgen. Jetzt ging es gemütlich durch die beindruckende Schlucht des „Canyons“ ins Tal nach Echternach, die älteste Stadt Luxemburgs. Hier war die Mittagspause in einer Pizzeria vorgeplant. Am Grenzfluss zu Deutschland – der Sauer – radelte die Gruppe der Sauer entlang weiter durch schmucke Dörfer – Kleine Luxemburger Schweiz – genannt, bis Moersdorf. Noch kurz dem Fluss entlang stieß man nach der Rundtour in Wasserbillig wieder an die Mosel zur Fähre nach Oberbillig. Eine Pause im bekannten Biergarten gegenüber nach der Überfahrt war selbstverständlich.
Der gemütliche und sangesfreudige Abschlussabend wurde von unserer Präsidentin, Heidrun Beck, mit ihrer Ziehharmonika unterstützt. Ein fester Programmpunkt ist jedes Mal Klaus Lang.
Für seinen launigen und gereimten schwäbischen Vortrag aus eigener Feder gab es kräftigen Applaus.
Am Abreisetag besuchten einige Teilnehmer noch die Kaiserresidenz Trier zu einer Stadtführung. Alle 17 Teilnehmer waren von der Gegend und den Radtouren begeistert. Radchef Manfred Bürkle mit seinem Team Margarete und Klaus Lang konnten bei ihrer 36. Radausfahrt auf eine gelungene und vor allem unfallfreie Ausfahrt blicken.
Klaus Lang