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Schachbericht

Kreisklasse - Spieltag 4 SV Leonberg 2 : TSV Heimsheim 1 Ergebnis: 2 : 4 Der letzte Spieltag vor der Winterpause führte uns zu den Schachfreunden...

Kreisklasse - Spieltag 4

SV Leonberg 2 : TSV Heimsheim 1

Ergebnis: 2 : 4

Der letzte Spieltag vor der Winterpause führte uns zu den Schachfreunden nach Leonberg. Nachdem beide Mannschaften im Tabellenkeller standen, war richtiger Abstiegskampf angesagt. Außerdem hatten wir noch aus der Vorsaison eine Rechnung offen, wo wir uns relativ deutlich auf eigenem Grund geschlagen geben mussten.

Der Auftakt war dann auch gleich nach Maß, indem Philipp Spiegelberg bereits nach einer knappen Stunde den ersten Sieg am ersten Brett für uns einfuhr. Sein Gegner hatte sich auf ein scharfes Gambit eingelassen und fand sich nach gut 20 Zügen in einer hoffnungslosen Stellung wieder.

Die restlichen fünf Partien waren deutlich härter umkämpft und von einem steten Auf-und-Ab geprägt. Nach gut vier Stunden Spielzeit konnte Gerhard Schöps unserem Konto schließlich einen weiteren Punkt gutschreiben. Nachdem sich sein zwölfjähriger Gegner in der Eröffnung noch deutlich besser auskannte und das Mittelspiel von schnellen Abtäuschen bestimmt war, konnte sich Gerhard eine vorteilhafte Endspielposition sichern. In einer Stellung, in der jeder Zug entscheidend war, leisteten sich jedoch beide Kontrahenten keine Blöße und einigten sich schließlich auf ein Unentschieden.

Besondere Auszeichnungen für ihren Kampfgeist bekamen an diesem Spieltag Markus Härlin, Hermann Hein und Janne Müller.

Markus Härlin hing nach der Eröffnung lange wie ein angeschlagener Boxer in den Seilen, kämpfte sich dann aber wie ein echtes Schwergewicht zurück. Erst egalisierte er seinen zwei Bauern Rückstand, dann seine schlechtere Bestellung, eher er im Endspiel zeigte, dass es nicht auf die Anzahl der Bauern, sondern auf ihre Qualität ankommt. Seine zwei entfernten verbundenen Freibauern entpuppten sich als zu stark und trabten unaufhaltsam zur Grundlinie, wo sie sich zur spielentscheidenden Dame verwandelten.

Genauso ein Kuriosum gelang Hermann Hein, der nach Ungenauigkeiten im Mittelspiel unter Bedrängnis kam und seinen Läufer abgeben musste. Auch er kämpfte sich aus seiner eigentlich hoffnungslosen Position zurück und tauschte Bauern um Bauern ab, bis seinem Gegner nur noch ein Bauer zum Gewinn übrig blieb. Um diesen einen Bauern entspann sich in der Folge eine wahre Schlacht, aus deren Finale Hermann als Sieger hervorging, um ihn gegen zwei seiner Bauern abtauschen zu können. Übrig blieben Turm und Läufer bei seinem Gegner und nur ein Turm bei Hermann - eine theoretische Endspielstellung, die nicht zu gewinnen ist.

Nachdem sich Janne in einem ebenfalls harten Kampf am Ende leider geschlagen geben musste, führten wir mit einer noch laufenden Begegnung 3:2.

Wie so oft kam es am Ende auf die Partie von Thomas Mayer an, der ein frühes Remis-Angebot seines Gegners bereits abgelehnt hatte. Mit den schwarzen Steinen erspielte er sich in seiner Lieblingseröffnung, der „Modernen Verteidigung“, im Mittelspiel einen klaren Vorteil und platzierte seine Figuren in der Folge ruhig und präzise auf immer besseren Feldern. Im Endspiel war der Druck für seinen Gegner letztlich zu groß, und Thomas konnte für uns den wichtigen vierten Punkt zum Mannschaftserfolg eintragen!

Mit diesem Erfolg katapultieren wir uns aus dem Tabellenkeller nach oben und überwintern auf dem siebten Platz, mit Anschluss ans Mittelfeld.

Die nächste Begegnung der ersten Mannschaft ist am 11.01. zuhause gegen den SC Böblingen 4.

Die nächste Begegnung unserer zweiten Mannschaft ist ebenfalls am 11.01. auswärts gegen den SC Stetten a.d. Fildern 2.

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Amtliches Mitteilungsblatt Heimsheim
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Ausgabe 02/2026
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