Ca. 3.000 bekannte Arten der Schildlaus gibt es weltweit, ca. 90 in Mitteleuropa. Sie treten meist in gewaltigen Kolonien auf und ernähren sich vom Saft der Pflanze, sodass diese ihr Wachstum einstellt und nach einiger Zeit sogar eingehen kann. Bedrohlich für die Pflanze ist jedoch nur die weibliche Schildlaus. Sie ist es, die über den Schild verfügt, unter dem sie sich sowie bis zu 250 Eier versteckt. Die Weibchen sind komplett unbeweglich. Die Verbreitung der Schildlaus erfolgt über die Larven, die im Juli schlüpfen. Die männliche Schildlaus ist beweglich, kann fliegen und verfügt über keinerlei Mundwerkzeuge, sodass sie keine Nahrung aufnehmen kann und nach wenigen Tagen stirbt.
Die weiblichen Schildläuse sind zwischen 0,8 und 6 mm groß und ihre Schilde können alle Farben – von Braun, Schwarz und Grau bis hin zu Gelb und Rot – annehmen.
Schildläuse kommen vornehmlich im Winter und Frühjahr an Zimmerpflanzen vor. Im Garten an Obstbäumen und Beerensträuchern. Die Weibchen verstecken sich gut getarnt auf der Blattunterseite und den Triebachseln. Man kann sie gut erkennen anhand ihrer Ausscheidungen. Den Zucker aus dem Pflanzensaft können sie nicht verarbeiten und scheiden ihn als Honigtau aus, der gerne von Ameisen weiterverwendet wird.
Gesunde Pflanzen können sich recht gut gegen einen Schildlausbefall wehren. Eine Überdüngung mit Stickstoff ist dabei schädlich. Im Garten ist eine Pflanzenpartnerschaft hilfreich, wie z. B. Bohnenkraut zu Bohnen und Lavendel zu Rosen. Weißanstrich und auch natürliche Fressfeinde, wie Ohrenkneifer und Marienkäfer, sind bei Obstbäumen hilfreich.
Bei einem leichten Befall kann Abbürsten oder ein harter Wasserstrahl helfen. Durch Verwendung von Spritzbrühen auf ölhaltiger Basis von Paraffin- und Rapsöl können die Eier und Läuse erstickt werden.
Am Donnerstag, den 9. April, 19 Uhr im Aurelia-Sängerheim wird die Imkerin Frau Cathrin Kistner über das Thema „Bienen, Hummeln und Co. – warum sind sie so wichtig für uns“ referieren.
Sind Bienen, Wildbienen und Insekten für uns von großer Bedeutung? Für das Gleichgewicht in der Natur tragen Bienen und Wildbienen (Hummel, Wespen, Hornissen u. a.) wesentlich bei. Anhand von vorhandenen Teilen kann das Lebenswerk der Bienen begutachtet werden.
Wir wünschen allen ein frohes Osterfest und freuen uns, wenn wir Sie am 9. April bei „Bienen, Hummeln und Co.“ begrüßen dürfen.
Dieter Bühler