Reiterinnen und Reiter in Jagdkleidung, rassige Pferde, eine Hundemeute mit Grand Anglo-Francais, Jagdhornbläser mit Parforcehörnern und ideales Wetter waren die gelungene Mischung bei der Herbst-Schleppjagd auf dem Landesgestüt Marbach.
Das Landesgestüt Marbach in Gomadingen-Marbach hat eine lange Tradition. Erstmals wurde es urkundlich mit der Pferdezucht im Jahr 1514 erwähnt. Das Gestüt hat den 30-järigen Krieg (1618 – 1648) überstanden und zwei Weltkriege (1914-1918, 1939-1945).
Auf eine über 500-jährige Tradition können die Jagdhornbläser Heimsheim natürlich nicht zurückblicken. Es ist jedoch ebenfalls schon fast Tradition, dass sie bei der Schleppjagd im Herbst das sogenannte Stelldichein musikalisch umrahmen. So auch am Samstag, den 11.10.2025. Eingeladen hat der Badischen Schleppjagdverein e.V. Das Wetter war für einen Herbstausritt ideal.
Um 11 Uhr haben die Heimsheimer Bläser in kleiner Besetzung am Stutenbrunnen verschiedene Stücke aus ihrem umfangreichen Repertoire geblasen. Das war der Auftakt für die Reiter. Vorgeschrieben war, dass die Reiter in korrekter Jagdkleidung mit Reiterkappe teilnehmen. Ab 12 Uhr mussten Pferd und Reiter insgesamt 18 Kilometer bewältigen. Der Parkour war hügeliges naturbelassenes Gelände. Die Reiter folgten der Hundemeute der Rasse Grand Anglo-Francais. Das ist ein kräftiger ausdauernder Laufhund, der sich besonders gut für die Schleppjagd eignet. Die Reiterinnen und Reiter mussten Sprünge über Hindernisse bewältigen. Wer das seinem Pferd nicht zumuten wollte, konnte Hindernisse auch umreiten.
Sowohl für die Teilnehmer als auch für die vielen Zuschauer war die Kombination aus Jagdhornmusik, Pferden und Hundemeute ein außergewöhnliches Erlebnis. Sicherlich werden die Heimsheimer Jagdhornbläser unter der musikalischen Leitung von Bernd Hälsig nächstes Jahr wieder dabei sein – der Tradition wegen. [W. R. Kaiser, JHB]


