
Bei sonnigem, frühsommerlich warmem Wetter gab es dieser Tage am Neckarelzer Marktplatz einen regen Andrang zur schon traditionellen Schmückung des Ortsbrunnens. Die alljährliche Gemeinschaftsaktion, welche auf eine Initiative des Neckarelzer Bürgervereins für Unterdorf, Ruhestatt und Auloch, kurz „BURA“, zurückgeht, fand bereits zum zehnten Mal statt und ließ einmal mehr einen farbenfrohen Osterbrunnen im historischen Ortskern entstehen.
Initiatorin und organisatorische Verantwortliche ist dabei schon von Beginn an Heike Heck, die dem Vorstand von BURA angehört. Mit der Idee hatte sie den Vorsitzenden Dr. Steffen Ritter und die gesamte Vorstandschaft des damals noch ganz neu gegründeten Vereins begeistert. Bald darauf wurden mit der Clemens-Brentano-Schule um deren Schulleiterin Annette Schabbeck sowie dem Johanniter-Seniorenhaus „Tannenhof“ weitere lokale Kooperationspartner ins Boot geholt. Inzwischen ist daraus ein fest etabliertes Projekt der Ortsgemeinschaft geworden.
Da der Wochenmarkt auch diesmal an dem Donnerstagvormittag (19.03.) zeitgleich stattfand, war der Ortskern für die feierliche Zusammenkunft bestens besucht. Alle Klassen der CBS waren mit ihren Lehrkräften sowie Elternvertretern gekommen. Der Schulchor sorgte mit österlichen Liedern für die passende Stimmung. Im Anschluss steckten die Kinder von ihnen selbst gestaltete Holzstäbe mit kunstvoll verzierten, ausgeblasenen Ostereiern in die dafür vorbereiteten Bereiche am Brunnen. Bereits im Vorfeld hatten Aktive des Bürgervereins die Girlanden angebracht.
Einige Seniorinnen und Senioren des Hauses Tannenhof nahmen in Begleitung von Pflegekräften an der Zusammenkunft teil. Stadtrat Hans-Jürgen Mössner übernahm in seiner Eigenschaft als Einrichtungsleiter des Tannenhofs die Begrüßungsansprache. Er stellte heraus, dass es ein Privileg darstelle, sich in Frieden und Freiheit vor dem festlich geschmückten Brunnen zusammenfinden zu dürfen, der als Symbol für Leben, Hoffnung und Gemeinschaft stehe. Die Art der Umsetzung in Neckarelz, die „generationenübergreifend, mit Herz, Zeit und echter Begegnung“ ablaufe, mache den Osterbrunnen hier so besonders – das kleine Jubiläum von einem ganzen Jahrzehnt komme in diesem Jahr noch als Bestätigung dazu, beschrieb Mössner.
Der Mosbacher Film Amateur Club, kurz „MOFAC“ nahm das Geschehen vor Ort in bewegten Bildern auf. Das erstellte Videomaterial gehört zu einer Dokumentationsreihe, welche der MOFAC derzeit im Rahmen der Feierlichkeiten des Jubiläumsjahres von 50 Jahren Große Kreisstadt Mosbach anfertigt, und ist bereits auf der Videoplattform „YouTube“ zu finden. (frh)



