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Schulbank gegen Säge getauscht: Siebtklässler der Markus-Realschule werden zu Waldarbeitern

Ein lautes Krachen, dann fällt die Fichte exakt in die vorgegebene Richtung. Was wie der routinierte Einsatz von Forstwirten klingt, war...
Schüler beim Entrinden eines FichtenstämmchensFoto: Michael Sexauer


Ein lautes Krachen, dann fällt die Fichte exakt in die vorgegebene Richtung. Was wie der routinierte Einsatz von Forstwirten klingt, war am vergangenen Mittwoch das Werk von 20 Schülerinnen und Schülern der Markus-Realschule. Im Rahmen eines Projektunterrichts tauschten die Jugendlichen der Technikklassen 7 ihr Klassenzimmer gegen den Wald.

Unter der Aufsicht ihrer Techniklehrer Jonas Ueltzhoeffer und Michael Sexauer sowie der fachkundigen Anleitung von Lukas Stange, Waldpädagoge und Förster bei ForstBW, erhielten die Schüler praxisnahe Einblicke in die Forstwirtschaft. Ausgestattet mit persönlicher Schutzausrüstung durften die Jugendlichen selbst zur Tat schreiten: Fichten mit einem maximalen Brusthöhendurchmesser von 15 Zentimetern wurden gefällt, auf 5,50 Meter abgelängt und mit vereinten Kräften entrindet.

Die gesamte Logistik des Tages wurde durch die „Waldbox“ von ForstBW gesichert. Der voll bepackte Pkw-Anhänger lieferte Helme, Handschuhe, diverse Sägen, Beile und Ziehklingen direkt ins Unterholz. Sogar für die Verpflegung war gesorgt: Über einer Feuerschale am Dreibein brieten sich die Nachwuchs-Handwerker in der Pfanne frische Eibrote.

Für die Lehrkräfte Ueltzhoeffer und Sexauer ist dieser alternative Lernort Gold wert. Sie bedankten sich ausdrücklich für die langjährige, fruchtbare Kooperation mit ForstBW. „Hier lernen die Jugendlichen nicht nur etwas über die Natur, sondern auch, was es heißt, praktisch anzupacken und im Team zu funktionieren“, resümierten die Lehrer.

Ein besonderer Aspekt des Projekts ist die Nachhaltigkeit: Das geschlagene Holz bleibt nicht ungenutzt. Die bearbeiteten Stämme werden den Pfadfindern der christlichen Gemeinde Kirrlach übergeben, die das Holz für Zeltkonstruktionen und Lagerbauten dringend benötigen. Ein Projekt, das also gleich doppelt Früchte trägt. In diesem Sinne schlossen ForstBW und die Markus Realschule den erfolgreichen Tag mit einem Gruß an die Empfänger des Holzes: „Gut Pfad!“

Die Technikschüler der Markus-Schule vor der „Waldbox" im Wald.Foto: Michael Sexauer
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