Der Holunder ist absolut winterhart und braucht nach dem Anwachsen keine Pflege.
Er treibt nach einem starken Rückschnitt nach der Ernte auch wieder neu aus. Von traditionellen Beobachtungen her vertreibt sein Geruch der Wurzeln und Blätter den Maulwurf und andere Nager.
Das Wissen über den Holunder ist keine Überlieferung - es ist Biologie.
Wenn im Juni der Holunder blüht, ist der Strauch ein Magnet für Marienkäfer, Florfliegen und Schwebfliegen - die drei wirksamsten Gegengewichte zum Blattlausbefall. In der Blütezeit ist der Holunder also eine Brutstätte für nützliche Insekten.
Ein Sud aus frischen Holunderblättern gehört zur überlieferten biologischen Schädlingsbekämpfung:
10 l Wasser und 1 kg frische Blätter für 3-4 Tage ansetzen, abseihen und dann als Spritzbrühe auf befallene Pflanzen auftragen.
Wirkt bei Blattläusen, Spinnmilben und anderen Schädlingen.
Wenn im Herbst die Beeren reifen, ernähren sie viele Vögel, die bei uns überwintern.
Der Holunder ist also ein Allrounder in jeder Hinsicht.
Für einen Holunder am Rand von einem Garten ist es also nie zu spät!
Der uralte verknöcherte Holunder auf dem Foto bietet außerdem eine Futterquelle für Vögel aller Art. In den Spalten der Rinde finden sie viel Fressbares.
Sigrid Nonnenmacher
Am 8. Juni um 19.30 Uhr treffen wir uns im alten Rathaus in U.-Jettingen zu unserer nächsten Besprechung über die Aufgabenverteilung für anliegende Arbeiten.