
Der von der Stiftung Erasmus geförderte Schüleraustausch hat mittlerweile eine lange Tradition. Für die SchülerInnen ist es stets spannend, über den Arbeitsmarkt für Menschen mit Einschränkung aus dem jeweils anderen Land zu hören. Außerdem ist es immer eine große Herausforderung, mit SchülerInnen in Kontakt zu treten, die eine andere Sprache sprechen und die eigene dagegen nicht. So standen auch diesmal viele Programmpunkte auf der Liste, die die Kommunikation der SchülerInnen untereinander fördern sollten.
Es begann am Montag mit Kennenlernspielen, bei denen jeder z.B. einen schönen Platz aus seiner Heimatstadt vorstellt. Ein für die Schweden beliebtes Ziel war auch diesmal auf dem Programm. Zu einer Krimiführung ging es auf das Heidelberger Schloss. Mit deutscher, englischer und schwedischer Sprache wurden die Aufgaben für jeden verständlich erklärt und am Ende gelang es uns auch, den Mörder zu entlarven. Ein Highlight auch für die anderen SchülerInnen der Comenius-Schule war der gemeinsame Musikunterricht am Freitagmorgen. Der CoS-Band rockte gemeinsam mit den schwedischen SchülerInnen und ihrem Lehrer Peter Forss verschiedene Hits. Auch das Thema Beruf stand wieder im Mittelpunkt.
Zwei Betriebsbesichtigungen zeigten den schwedischen SchülerInnen neue Aspekte für den Übergang auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt. Mit dem Markthaus Mannheim wurde ein Inklusionsbetrieb vorgestellt, der auch viele Arbeitsplätze für Menschen mit Einschränkungen bietet. Ebenso wurden wir im Berufsbildungswerk Heidelberg-Mosbach empfangen und erhielten dort eine mehrsprachige Einführung in die Ausbildungsmöglichkeiten für SchülerInnen mit Einschränkung. Ein wichtiges Instrument für den Übergang in den Beruf ist in Deutschland die Berufswegekonferenz. Auch diesmal waren wieder Fachleute vom Integrationsfachdienst Mannheim eingeladen und es wurde für zwei SchülerInnen eine Berufswegekonferenz gespielt. Wie immer ging die volle, interessante und ereignisreiche Woche viel zu schnell vorüber. Nun sind die SchülerInnen gespannt, was sie beim Gegenbesuch im Mai in Motala an neuen Erfahrungen erwartet. (red)


