Der Diözesanrat hat in seiner jüngsten Sitzung am 28./29. November grundlegende Beschlüsse zur künftigen Struktur und Kirchenentwicklung gefasst und zusammen mit Bischof Klaus Krämer erste Schritte für das Projekt „Seelsorge in neuen Strukturen“ auf den Weg gebracht. Dessen Ziel ist es, die rückläufigen Finanz- und Personalressourcen zukunftsfähig zu verwenden und pastorales Personal und Ehrenamtliche stärker von Verwaltungsaufgaben zu entlasten. „Es ist wichtig, mutig voranzugehen. Wir müssen dies aber auch klug und besonnen tun. Das Ergebnis muss so sein, dass die Generation, die nach uns kommt und vielleicht auch die übernächste, noch gut damit arbeiten kann“, sagte Bischof Krämer. Der Diözesanrat empfahl dem Bischof, aus aktuell 1020 rechtlich selbstständigen Kirchengemeinden 50 bis 80 Raumschaften zu bilden. Die Raumschaften werden zukünftig eine „neue Kirchengemeinde“ bilden. Dies soll Verwaltungsaufgaben reduzieren sowie dem kirchlichen Leben vor Ort finanziell und personell mehr Freiräume ermöglichen und es langfristig sichern. Der Bischof betonte, dass in größeren Raumschaften das bisherige gemeindliche Leben vor Ort weder verschwinden werde noch dürfe. Glaube solle auch zukünftig an verschiedenen Orten nah bei den Menschen vielfältig gelebt werden. In den kommenden Monaten soll der Zuschnitt der Raumschaften in der Verantwortung der Dekanate geklärt werden. Wir werden Sie über den weiteren Prozess informieren, auch was dies für uns und unsere Kirchengemeinden bedeutet.
Pfarrer Pius Angstenberger