Die SG AmmerGäu beendete nach einer 23:28-Niederlage bei HB Kinzigtal die Bezirksoberliga-Runde auf einem fünften Platz. In der Schiltacher Sporthalle sahen die Zuschauer einen wenig von Erfolg gekrönten Offensiv-Handball, dafür aber viel Kampf auf beiden Seiten (6:6, 18. Minute). Als AmmerGäu nach 22 Minuten in Unterzahl geriet, zog Kinzigtal auf drei Tore davon und lag bis zur Halbzeit mit 12:9 vorne. Nach Wiederanpfiff konnte sich die SG AmmerGäu aus einer stabilen Abwehr heraus wieder zurück ins Spiel kämpfen. In der 39. Minute gelang den Gästen der 15:15-Ausgleichstreffer, die Partie schien völlig offen. Doch AmmerGäu geriet kurz danach mit zwei Zeitstrafen personell in Unterzahl, vergab zudem zwei Siebenmeter. Diese „Präsente“ nutzte Kinzigtal, um bis zur 54. Minute auf 25:20 davonzuziehen. Die Hypothek war für die SG zu groß, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Am Ende stand eine 23:28-Niederlage. Auch wenn der Ausstand von Manuel Bahlinger damit nicht so lief, wie erhofft, zeigte sich der scheidende Trainer am Ende positiv: „Das Spiel gewinnt heute keinen Schönheitspreis, aber ich denke, man hat die Entwicklung der Mannschaft gesehen. Trotz des Ergebnisses bin ich insgesamt stolz auf die Runde und vor allem die Mannschaft.“ In die kommende Runde geht es für die SG AmmerGäu mit Trainer-Rückkehrer Jens Hipp und dem bisherigen Co-Trainer Oliver Beck.
SG AmmerGäu: Bühler, Traunecker (beide im Tor), Ilg (3), Lock (1), Scharf (3), Vennebusch (1), Weimer, End (2), Krauß (2), Böckle (2), Schöttke (1), Wessendorf (5), Häckl, Schneider (3)
In Weilstetten stand am ersten Maisamstag zum Saisonabschluss noch ein entscheidendes Spiel um Platz 8 in der Bezirksliga an. Beide Mannschaften waren punktgleich und traten voll besetzt an, das Hinspiel konnte die SG AmmerGäu II knapp für sich entscheiden. Auch dieses Mal zeigte sich schnell, dass es ein enges Duell werden würde, in dem die Anspannung und Konzentration von Beginn an auf beiden Seiten spürbar waren. Beide Mannschaften vergaben jeweils ihre ersten beiden Siebenmeter – insgesamt gab es im Spiel recht gleich verteilt gar 19 Würfe von der Linie. Spielerische Lösungen waren auf beiden Seiten rar, stattdessen dominierten die Abwehrreihen das Geschehen. Die junge Mannschaft der Gastgeber hatte hierbei von Anfang an leichte Vorteile und erzielte sehenswert in Unterzahl mit einem Kempa den 12:10-Halbzeitstand.
Nach der Pause stellte die Gästemannschaft um Trainer Christian Holzapfel auf eine 5:1-Abwehr um und setzte die Gastgeber so weiter unter Druck. Es fielen auch kaum Tore, aber auf beiden Seiten. Der Anschluss gelang dennoch nicht. Mit Tempospiel kam die AmmerGäu-Zweite im Verlauf der zweiten Halbzeit zu mehr und einfachen Toren, aber vor allem nach Gegentoren. Die Fehlerquote blieb insgesamt höher und als die Gastgeber mit 20:16 in Führung gingen, war eine Vorentscheidung gefallen. Man versuchte noch, den Gegner über eine Manndeckung in Bedrängnis zu bringen, was aber nicht entscheidend gelang. Am Ende stand ein verdienter 25:22-Sieg für Weilstetten.
Trotzdem kann man vor allem auf den Leistungen der letzten Saisonspiele, die deutliche Fortschritte zeigten, in der nächsten Saison aufbauen, um dann wieder voll anzugreifen und sich weiter als Mannschaft zu verbessern.
SG AmmerGäu II: Janpeter Hackenberg (1), Thomas Wolfer, Felix Bechinka (1), Jaap Baberg, Nils Uhle (4/4), Samuel Kreutz (3), Tobias Seeger (1), Benedikt Gaida (1), Magnus Ormos, Kevin Lock, Gjorgji Todorovski (5/2), Manuel Bahlinger (2), Jakob Seemüller, Leopold Ormos (2), Daniel Becker (2), Marius Richter


