
Das Bezirksoberliga-Team der SG AmmerGäu überzeugte auch nach der kurzen Fasnetspause und holte beim bislang noch sieglosen Tabellenletzten HSG Schwenningen mit 43:13 den erwarteten Kantersieg. Bereits im Hinspiel gewann AmmerGäu mit 39:13 in eigener Halle gegen Schwenningen klar. Allerdings war die Ansage von Trainer Patrick Schmidt vor dem Rückspiel sehr klar: „Niemals den Gegner unterschätzen und dann mit Spaß ins Spiel gehen.“ Prompt gestaltete sich das Spiel zunächst noch sehr ausgeglichen. Nach vier Minuten stand somit ein 3:3 an der Anzeigetafel. Ab diesem Zeitpunkt kam die Abwehr der SG dann aber ins Spiel und machte es den Schwenningerinnen schwer, Chancen herauszuspielen, und zwang sie damit zu schwierigen Abschlüssen. Da im Angriff das Tempo dennoch hoch gehalten wurde, konnte in der zehnten Minute die erste Vier-Tore-Führung erarbeitet werden (4:8). Mit dem darauffolgenden 9. Tor der SG konnte die frisch zur Mannschaft gestoßene Theresa Gramer sich dann sogleich in die Torschützenliste einreihen. Celine Kvitta traf in der 18. Minute dann bereits zum 15:5, was den einseitigen Spielverlauf widerspiegelt.
Nach 30 gespielten Minuten ging die SG AmmerGäu mit einem klaren 22:9-Vorsprung in die Kabine. Nach zwei schnellen Toren der HSG in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit wachten die Gäste schnell wieder auf und konterten mit einem souveränen 9:0-Lauf zur 33:11-Führung (48.). Lea Klein belohnte sich hierbei mit dem 30. Tor für die SG. In den letzten Minuten warf die SG erneut acht Tore, ohne ein Gegentor zu kassieren. Während Helen Fritz vier dieser Tore warf, war es dennoch wieder Lea Klein, die durch einen eigens herausgearbeiteten Konter auch das 40. Tor für die SG erzielte. Endstand schließlich 43:13 für die SG AmmerGäu.
Weiterer Grund zum Jubel: Da der schärfste Verfolger TV Weilstetten II in Winterlingen-Bitz patzte, führt die SG AmmerGäu die Bezirksoberliga-Tabelle nunmehr mit vier Punkten Vorsprung auf ihre Verfolger an.
SG AmmerGäu: Kegreiss, Göppner (beide im Tor), Krügele (8/2), Kvitta (1), Fritz (6), Krauß (1), Klein (6/1), Heinzle (5), Wessendorf (3), Lifka (2), Gramer (6), Hörmann (5), Sattler, Weidner
SG-Männer: Am Ende fehlte die Kraft
Bei der 24:30-Niederlage bei der HSG Hossingen-Meßstetten ging dem Bezirksoberligateam der SG AmmerGäu in einem von Fehlern geprägten Spiel in der Schlussphase die Luft aus. Mit müden Beinen und zu viel Unsicherheit im Spiel reichte es gegen gut aufgelegte Gastgeber trotz langer Ausgeglichenheit nicht zu Punkten.
Dabei legte die SG AmmerGäu in der Heuberghalle in Meßstetten den besseren Start hin. Nach kurzem Abtasten der beiden Kontrahenten ging die SG aus einer ordentlichen Abwehr heraus vor allem durch Aktionen von Yannic End und Thomas Scharft mit 6:3 in Front (10.). Ein stark aufgelegter Marius Bühler im Kasten der SG sorgte in den folgenden Minuten dann auch dafür, dass man diese Führung beibehalten konnte. Jedoch schaltete sich von nun an auch der Schlussmann der HSG Hossingen-Meßstetten vermehrt ins Spielgeschehen ein, wodurch es der Männer 1 nicht möglich war, die Führung weiter auszubauen. In den letzten zehn Minuten vor der Halbzeitpause lief bei der SG dann offensiv nicht mehr viel zusammen, und alles, was aufs Tor kam, parierte der HSG-Schlussmann. So glichen die Gastgeber nicht nur aus, sondern gingen in der 26. Minute sogar selbst in Führung (12:11). In die Pause ging es leistungsgerecht mit einem 13:13.
In Halbzeit zwei begegneten sich die beiden Mannschaften, wie schon im Hinspiel, weiter auf Augenhöhe. Zwar sicherte sich der Gastgeber aus Meßstetten den besseren Start und ging mit 17:15 in Führung (33. Minute), doch war es auch der SG immer wieder möglich, durch einfache Ballgewinne zum Torerfolg zu kommen. So versprach das 22:22 in der 48. Minute eine packende Schlussphase, jedoch fiel es der SG AmmerGäu immer schwerer, zum Torerfolg zu kommen, und die Beine wurden sichtlich schwerer. Diese Chance ergriff die HSG und setzte sich in der 52. Minute um zwei Tore auf 24:22 ab. Das SG-Trainergespann Manuel Bahlinger/Olvier Beck nahm eine Auszeit, die jedoch nur bedingt Wirkung zeigte. Auch wenn die Gäste noch einmal auf 25:24 herankamen (55.), ging in den Schlussminuten gar nichts mehr, und die SG unterlag noch klar mit 24:30. Manuel Bahlinger: „Die Jungs haben gekämpft und sich nicht aufgegeben, heute haben aber bei einigen sichtlich ein paar Prozentpunkte gefehlt. Mit so vielen technischen Fehlern und Fehlwürfen gewinnst du auswärts nicht.“
SG AmmerGäu: Traunecker, Bühler (beide im Tor), Lock (2), Ilg (1), Scharf (4), Vennebusch (1), Weimer, Becker (1), Schneider, End (4), Krauß (4/1), Böckle (2), Schöttke (1), Mohr (3), Wessendorf (1/1)

