Die Frauen der SG AmmerGäu haben die Meisterschaft in der Bezirksligaoberliga-Staffel 1 geschafft und steigen in die Landesliga auf. Eigentlich wollte das Team von Trainer Patrick Schmidt und Torwarttrainer Jürgen Stähle um Punkt gegen den HC Frittlingen-Balgheim-Neufra spielen, doch Mitte vergangener Woche sagte der Gegner aus Personalmangel ab. Da die Vorbereitungen auf das „Entscheidungsspiel“ um die Meisterschaft schon weit gediehen waren, fragte man kurzerhand die zweite SG-Mannschaft, ob sie sich für ein Testspiel zur Verfügung stellen würde. Betreut von Bettina Gauss und Elke Hiller lieferte die erst zu dieser Saison neu gebildete Zweite eine beherzte Leistung, sodass die über 300 Zuschauer in der Bondorfer Gäuhalle ein tolles Frauenspiel – eben mit Freundschaftscharakter sahen. Patrick Schmidt: „Das hat so richtig Spaß gemacht. Wir sind der Frauen II so dankbar, vor allem auch, dass wir so eine tolle Kulisse hatten.“ Aus den Händen der Staffelleiterin Silvia Hess konnte das Team dann den Meisterwimpel entgegennehmen (ausführlicher Bericht folgt). Am kommenden Sonntag geht es zum letzten Auswärtsspiel in der Bezirksoberliga beim bislang schärfsten Verfolger TV Weilstetten II.
Die Männer der SG AmmerGäu gewann das letzte Heimspiel der Saison 2025/2026 erfolgreich gegen den TV Streichen mit 25:19 und landete damit in der Gäuhalle Bondorf einen perfekten Abschied vor dem heimischen Publikum, zugleich bescherte die Mannschaft dem scheidenden Trainer Manuel Bahlinger einen erfolgreichen Abschluss. Im nächsten Jahr wird der aus Mössingen zurückkehrende Jens Hipp wieder auf der Trainerbank Platz nehmen, zusammen mit Oliver Beck.
Zunächst sahen die Zuschauer in der Gäuhalle eine sehr torarme Begegnung (2:2, 9. Minute). In der Folge fanden beide Mannschaften zwar öfter den freien Weg, scheiterten dann jedoch vermehrt am jeweiligen Schlussmann, was den Tore-Schnitt nur unwesentlich anhob (6:6, 19.). Erst im Schlussdrittel der ersten Halbzeit fanden die SG-Männer auch mal einfache Lösungsmöglichkeiten und kamen über Sven Vennebusch in der zweiten Welle doppelt zum Zug (8:6, 22.). Mit einem knappen 9:8 ging es in die Pausenkabine.
Die letzte Halbzeitansprache von Coach Manuel Bahlinger in heimischer Halle sollte jedoch Wirkung zeigen. Gegen die Gäste kam die SG frischer aus der Halbzeit und konnte durch schnelles Spiel nach vorne schnell die erste deutlichere Führung herausspielen (15:9, 35.). Vor allem Philip Wessendorf kam in dieser Phase immer wieder durch einfache Ballgewinne in der Abwehr im Gegenstoß zum Zug. In der 50. Minute war es dann erneut Philip Wessendorf, der dieses Mal vom Siebenmeterstrich erfolgreich war und mit der 21:13-Führung keine Zweifel mehr am SG-Sieg aufkommen ließ.So endete das Spiel beim Stand von 25:19.
Trainer Manuel Bahlinger: „Auch wenn es im Angriff nicht immer das Gelbe vom Ei war, haben wir den Einsatz gezeigt, der nötig war, um das Ding in der Abwehr zu holen. Ich bin einfach glücklich, dass wir zu Hause noch einmal punkten konnten – das macht den kommenden Abschied deutlich leichter. Trotzdem steht noch ein Spiel vor uns, dass gegen einen punktgleichen Gegner eine absolute Herausforderung wird.“ Am Sonntag, 3. Mai tritt die SG AmmerGäu beim punktgleichen HB Kinzigtal (17.00 Uhr) an, da gibt es quasi ein „Endspiel“ um den vierten Abschlussplatz in der Bezirksoberliga.
SG AmmerGäu: Bühler, Traunecker (beide im Tor), Ilg, Lock (3), Scharf (2), Vennebusch (4), Weimer (1), End, Krauß, Böckle (2), Schöttke (1), Mohr, Wessendorf (7/3), Häckl (2), Schneider (3), Gauss