
DRK-Kreisverband Mannheim zu Gast bei Aktiv im Alter
Der DRK-Kreisverband Mannheim war mit der Leiterin Service Notrufsysteme Marion Lahres und Marcus Dannfeld, Leiter Service Wohnberatung zu Gast bei Aktiv im Alter. Als Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband bietet das DRK ein breites Dienstleistungsspektrum an, das von hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden getragen wird. Sie engagieren sich vielseitig, um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Menschen in der Region zu gewährleisten. Hilfsbedürftigkeit und altersbedingte Einschränkungen machen es schnell notwendig, sich über Hilfsmöglichkeiten Gedanken zu machen.
Notrufsysteme
Oft sind bei der Anschaffung eines Hausnotrufs die Angehörigen die treibende Kraft, so Maron Lahres. Wer seine Angehörigen in Sicherheit weiß, kann wieder beruhigt schlafen. Nach der Beratung und Einrichtung des Anschlusses, werden in der Hausnotrufzentrale alle wichtigen Informationen gespeichert, um jederzeit schnellstmöglich die richtige und vereinbarte Hilfe geben zu können. Die persönlichen Angaben werden streng vertraulich behandelt. Bei der Wahl des Pakets kommt es auf die persönlichen Bedürfnisse an.
Das Basismodell (Hausnotruf) wird klassisch zu Hause eingesetzt und ab Pflegestufe 1 von der Krankenkasse ab 1.4.26 mit 27 Euro bezuschusst. 24-Stunden-Notrufannahme, Einleitung geeigneter Maßnahmen. Hier sollte gewährleistet sein, dass Nachbarn und Angehörige Zutritt zur Wohnung haben. Das Mobilrufbasis-Paket bietet größeren Komfort. Schlüsselhinterlegung, GPS mit Ortung, also Sicherheit zu Hause und unterwegs, sogar deutschlandweit. Zubehör ist im monatlichen Preis inklusiv, Armband oder Halskette sind z.B. wasserfest und sollten auch in der Dusche nicht abgelegt werden. Die Notrufzentrale in Karlsruhe ist rund um die Uhr besetzt, koordiniert den Einsatz, wenn ein Notfall eintritt. Auch wenn aus Versehen der Knopf gedrückt wird, gibt es Sicherheit, dass noch alles funktioniert. Einmal im Monat gibt es vom DRK auch einen Kontrollanruf. Bevor Marion Lahres an Marcus Dannfeld übergab, beantwortete sie gerne Fragen aus der Runde und wies auf die mitgebrachten Flyer mit Telefonnummern zur individuellen Beratung hin.
Wohnberatung
Ältere oder gehandicapte Menschen möchten so lange wie möglich in ihrem Zuhause wohnen. Körperliche Einschränkungen verändern jedoch die Ansprüche an das Wohnumfeld. Dementsprechend weisen viele ältere Wohnungen Defizite auf, die den geänderten Bedürfnissen nicht mehr gerecht werden. Die Stufen am Eingangsbereich erschweren den Zugang, der Einstieg in die Badewanne oder Dusche ist zu hoch oder die Türen in der Wohnung sind zu schmal oder haben Schwellen. Solche und andere Barrieren beeinträchtigen oft eine selbstständige Lebensführung in den eigenen vier Wänden. Hier zeigte Marcus Dannfeld anhand einer Bildpräsentation Möglichkeiten zur Entlastung im häuslichen Bereich auf.
Z.B. doppelte Handläufe und Ablagemöglichkeiten im Eingangsbereich, Treppenmarkierungen, Bewegungsmelder und einfach gutes Licht. Auszüge statt Unterschränke in der Küche erleichtern die Handhabung, Griffe an Tischen geben Halt. Im Bad und WC kann man sich mit entsprechenden Hilfsmitteln wie Toilettensitzerhöhungen, Haltegriffen, drehbarem Einhängesitz mit Rücken- und Armlehnen in der Wanne das Leben erleichtern. Hausarzt und Krankenkasse können da Auskunft geben. Ein Pflegeeinlege-Rost zur Erhöhung des Bettes statt Pflegebett ist eine Alternative im Schlafzimmer. LED-Lichtleisten mit Bewegungsmelder gibt Sicherheit in der Nacht.
Gerne ist das DRK Ansprechpartner, um Lösungen zur Selbständigkeit und Mobilität zu erhalten“, so Marcus Dannfeld.
Mit Marion Lahres war er im Anschluss gerne bereit, noch Fragen zu beantworten, was die Senioren gerne taten. Ein praktischer Flaschenöffner wird die Senioren an diese informative Veranstaltung erinnern.
Kulturamtschefin Alexandra Özkalay bedankte sich herzlich für den Vortrag und lud die Senioren zur nächsten Aktiv im Alter-Veranstaltung mit Charlie Weibel am Dienstag, 12. Mai, 15.00 Uhr ein, für den der SPD-Ortsverein verantwortlich zeichnet.
Bilder und Text: Renate Hettwer


