
Rosen frieren von oben nach unten zurück. Daher ist ein Schnitt erst nach den strengsten Frösten sinnvoll. Setzen Sie Beetrosen auf fünf bis sechs Augen zurück und beschränken Sie sich bei Kletterrosen auf das Einkürzen schwacher Seitenverzweigungen auf etwa 10 cm. Einmal blühende Strauchrosen lichtet man im Gegensatz zu mehrmals blühenden nur aus und entfernt überalterte und abgestorbene Triebe. Eine alte Gärtnerregel besagt: Wenn die Forsythien blühen, darf man Rosen schneiden.
Für die früh austreibenden Strauchbeeren wird es jetzt höchste Zeit, spätestens in der ersten Märzhälfte sollten sie fertig geschnitten sein. Das gleiche gilt für Sauerkirschen.
In den nächsten Wochen ist noch Gelegenheit, Kernobstbäume auszulichten und zu schneiden. Je nach Wuchsverhalten der Bäume wird stärker oder schwächer geschnitten: Ein starker Rückschnitt fördert das Triebwachstum zu Lasten des Obstertrags.
Jetzt ist es an der Zeit, Lilienzwiebeln in die Erde zu bringen. Bei dieser Gelegenheit können Sie auch gleich die Pflanzplätze für Montbretien, Gladiolen, Tigerlilien, Canna und Dahlien vorbereiten.
Die Brutzwiebeln der Schneeglöckchen (Galanthus spec.), Märzenbecher (Leucojum vernum) und auch Blaustern-Arten (Scilla spec.) können im März bzw. nach der Blüte von der Mutterzwiebel getrennt und separat eingepflanzt werden. Auch andere Zwiebeln können vorsichtig geteilt werden, wenn ihre Spitzen jetzt aus dem Boden brechen.
Auch für Stauden ist jetzt Pflanzzeit. Ab Anfang März ist das Angebot von Containerpflanzen am größten. Gut geführte Staudengärtnereien und Gartencenter bieten bis zu 500 verschiedene Arten und Sorten an.
Geerntet werden können bei offenem Boden die letzten Petersilienwurzeln sowie Meerrettich, Sellerie und die seltenen Wurzelgemüse wie Zuckerwurzeln und Pastinaken, soweit dies nicht schon im Januar oder Februar geschehen ist. Auch die Mairübchen aus der Herbstaussaat haben den Winter auf dem Beet unbeschadet überstanden.
Knoblauch und Steckzwiebeln können jetzt in den Boden gebracht werden. Achten Sie auf ausreichenden Pflanzabstand und einen sonnigen Standort.
Im März können eingelagerte Meerrettichfechser (Wurzelschnittlinge) ausgepflanzt werden. Entfernen Sie vorher alle Seitenwurzeln und legen Sie die Stangen im Abstand von 50 cm schräg in die Erde, sodass das Kopfende 5 cm tief, das Wurzelende 10 cm tief im Boden steckt.
Bei günstigem Wetter können Wiesen und Rasenflächen jetzt gesät werden. Wer keinen sterilen Rasen möchte, aber trotzdem nicht auf die Liegewiese verzichten will, sollte es mal mit einer Scherrasenmischung mit Kräutern versuchen.
Citruspflanzen und andere mediterrane Pflanzen sind sehr wertvolle und langlebige Kübelpflanzen, die bei richtiger Pflege sogar leckere Früchte bilden.
Zum Schnitt, der Düngung, dem Gießen und der Überwinterung von Citruspflanzen braucht es etwas Gefühl und ein paar Grundregeln sollten befolgt werden. Dann klappt das und wir holen uns mit den Pflanzen mediterrane Urlaubsgefühle auf die Terrasse und in den Garten.
Als ehemaliger Direktor des Blühenden Barock Ludwigsburg und Gartenexperte hat VOLKER KUGEL große Erfahrung beim Umgang mit diesen Pflanzen und gibt sein Wissen gerne an die Teilnehmer der Veranstaltung des OGV Rutesheim im Hagebaumarkt Bolay weiter.
Früher sagte man: GEH HIN WO DER PFEFFER WÄCHST!
Mit diesem Ausspruch war vor hundert Jahren Indien oder Südasiengemeint. Inzwischen gedeihen auch in Rutesheim im Gewann „Wüste Wengert“ Pfeffersträucher.
FRIEDER BOLAY vom Hagebaumarkt Bolay hat mit großem Erfolg Pfeffersträucher in seinem Garten angebaut. Er als „Pfefferstrauch-Experte“ wird uns über seine Erfahrungen berichten, vor allem auch über Bodenverhältnisse, Pflanzung, Pflege, Düngung etc.
Beginn des Workshops 18:00 Uhr im Veranstaltungsraum des Hagebaumarktes Bolay, Rutesheim, Dieselstr. 11
Teilnahmegebühr: 5,00 € für Mitglieder des OGV Rutesheim e. V. – 8,00 € für Nichtmitglieder
Anmeldung: ogv-rutesheim-workshop@web.de


