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Auszug aus dem LOGL-Gartenkalender (Ulmer-Verlag) Obst und Ziergehölze Triebinfektion mit Feuerbrand Achten Sie...

Auszug aus dem LOGL-Gartenkalender (Ulmer-Verlag)

Obst und Ziergehölze

  • Triebinfektion mit Feuerbrand

Achten Sie auf Feuerbrand-Triebinfektionen bei Kernobst. Kontrollieren Sie auch Wirtspflanzen wie Zwergmispel (Cotoneaster), Feuerdorn (Pyracantha), Weißdorn (Crataegus) und Mehlbeere (Sorbus). Bei Befall schneiden Sie weit ins gesunde Holz zurück. Stark befallene Zierpflanzen sollten komplett gerodet und wo möglich verbrannt werden. Desinfizieren der Schnittgeräte nicht vergessen!

  • Kirschfruchtfliegen

Kirschfruchtfliegen machen oft einen großen Teil der Kirschernte zunichte, denn eine Made in der Kirsche ist nicht jedermanns Sache. Wenn sich die Früchte von Gelb nach Rot verfärben, legt die Fliege ihre Eier ab. Das ist der richtige Zeitpunkt, um mit Raupenleim bestrichene Gelbtafeln aufzuhängen. Diese Tafeln sowie spezielle zusammensteckbare Kirschfruchtfliegenfallengibt es im Fachhandel. Sie können den Befall nur etwas reduzieren, aber nicht verhindern. Kleinere Bäume können zum selben Zeitpunkt auch mit einem Kulturschutznetz eingenetzt werden.

  • Apfelwickler

Ende Mai / Anfang Juni (je nach Witterung) sind die Falter des Apfelwicklers geschlüpft bzw. schlüpfen bald, um die Eier auf die Früchte abzulegen. Spätestens Anfang des Monats Juni sollten Sie, falls in den Vorjahren ein starker Befall war, Kärtchen mit der Schlupfwespe Trichogramma aufhängen. Mit drei Ausbringungsterminen lässt sich in der Regel der Befall mit Fruchtmaden von Apfelwickler eindämmen. Wer ohnehin genügend Äpfel erwartet, kann über ein paar wurmstichige leicht hinwegsehen.

  • Schwach tragende Obstbäume

Bei schlecht tragenden Bäumen, die ansonsten vital wirken (gutes Triebwachstum), sollte man wuchsfördernde Maßnahmen unterlassen. Bäume mit zu geringem Behang bringen oft zu große Früchte, die instabil und weniger gut haltbar sind. Das bedeutet: auch keine zusätzliche Düngung. Sommerschnittmaßnahmen bremsen den Wuchs. Aber Achtung: Bei sonnenexponierten Lagen können dann auch Sonnenbrandschäden auftreten.

Blumen – Gemüse

  • Freilandgurken

Ist es jetzt über längere Zeit trocken und warm, werden Freilandgurken leicht vom Echten Mehltau befallen. Sie erkennen den Schadpilz an kleinen runden, weißen Flecken auf den Blättern, die sich rasch vergrößern und zusammenfließen. Sind Ihre Gurken von diesem Pilz befallen, bleibt Ihnen nur die Möglichkeit, die ersten Infektionsstellen zu entfernen. Im nächsten Jahr sollten Sie auf eine resistente Gurkensorte zurückgreifen.

  • Romanesco aussäen

Machen Sie doch mal einen Versuch mit dem sizilianischen 'Romanesco'. Besonders schön sind die gleichmäßig geformten Rosetten dieser Kohlart, die an kleine Pagoden erinnern. Die Garzeit ist übrigens kürzer als bei herkömmlichem Blumenkohl. Zwischen Juni und Juli in Schalen ausgesät, können die Jungpflanzen nach drei bis vier Wochen ins Beet verpflanzt werden.

  • Eingerollte Blätter an Tomaten

Wenn sich bei den Tomatenpflanzen die untersten Blätter rollen, kann dies auf ein hohes Nährstoffangebot oder auf Stoffwechselstörungen hinweisen, die sich jedoch meist nicht auf den Ertrag auswirken. Achten Sie weiterhin auf eine gleichmäßige Wasserversorgung und vermeiden Sie eine Überdüngung. Tomaten, die überdacht in einem Gewächshaus oder anderweitig gut gere typische Erkrankungen der Tomate.

Sonstiges

  • Gartenteiche anlegen

Wenn Ihr Gartenteich möglichst natürlich wirken soll, darf er auf keinen Fall an einer erhöhten Stelle liegen. Wählen Sie lieber eine Senke, gestalten Sie den Umriss unregelmäßig und bepflanzen Sie den Uferbereich mit möglichst vielen Sumpfpflanzen wie Blutweiderich und Sumpfdotterblume.

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