Die Arbeiten zur Revitalisierung der Siebentaler Therme in Bad Herrenalb sind in den vergangenen Monaten kontinuierlich vorangeschritten. Zahlreiche Gewerke arbeiten aktuell parallel an der Umsetzung. Im Zuge der Bauausführung haben sich dennoch Anpassungen im Terminplan ergeben. Nach derzeitigem Stand wird sich die Wiedereröffnung der Therme auf das Frühjahr 2027 verschieben.
Ursächlich für den Verzug ist, dass sich die Herstellung der Dichtheit der Gebäudehülle verzögert hat, was die Voraussetzung für zahlreiche nachfolgende Arbeiten im Innenbereich ist, wie beispielsweise Estrich-, Putz- und weitere Ausbauarbeiten. Seit Anfang dieser Woche läuft die Montage der Fassade, sodass der letzte Schritt zur Schließung der Gebäudehülle erreicht wird. Gleichwohl lässt sich die Abfolge der Gewerke in wesentlichen Teilen nicht vollständig entkoppeln, sodass sich im weiteren Bauablauf Verschiebungen ergeben haben.
Um den Baufortschritt dennoch bestmöglich aufrechtzuerhalten, wurde in den vergangenen Monaten in Teilbereichen mit provisorischen Lösungen gearbeitet. Diese Maßnahmen haben dazu beigetragen, einzelne Arbeiten weiter ausführen zu können und den Gesamtverzug zu begrenzen. Zudem werden gezielt die Kapazitäten in der Bauleitung verstärkt, wie Jens Walter, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Herrenalb GmbH erläutert. „Um die Abläufe auf der Baustelle weiter zu stabilisieren und bei Bedarf entsprechend gegensteuern zu können, wurde durch den Architekten die Personalressource der Bauleitung aufgestockt.“ Parallel dazu erfolge eine kontinuierliche Steuerung und Überprüfung der Projektkosten, so Walter weiter. „Unser Ziel ist es nach wie vor, die Therme qualitativ hochwertig und wirtschaftlich verantwortungsvoll fertigzustellen.“
Die prognostizierten Baukosten sind um 3,57 Prozent von 16,8 Millionen Euro auf rund 17,4 Millionen Euro gestiegen. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf Vergabeergebnisse sowie auf im Bauverlauf notwendig gewordene Nachträge zurückzuführen.
Eine Anpassung der Prognosen im Zuge des neuen Zeitplans findet derzeit statt und wird in den kommenden Wirtschaftsplan der Stadtwerke sowie in den städtischen Haushalt 2027 einfließen.
Einen vollständigen Bericht zum aktuellen Stand der Thermensanierung wird Jens Walter in der Gemeinderatssitzung am 29. April geben.