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Sigrid Beck nach 25 Jahren Vorsitz verabschiedet

„Neues wagen und neue Wege gehen. Hütet und ehrt das, was wir gemeinsam aufgebaut haben“ Will man Sigrid Beck und ihre unermüdliche Leistung...

„Neues wagen und neue Wege gehen. Hütet und ehrt das, was wir gemeinsam aufgebaut haben“

Will man Sigrid Beck und ihre unermüdliche Leistung für den TB Germania, ihren Weg als langjährige 1. Vorsitzende und ihre Erfolge für den Verein aufzeigen, wären die Zeilen dieses Berichtes sicher nicht ausreichend. Nach bemerkenswerten 47 Jahren engagierter Vereinszugehörigkeit, davon 25 Jahre als 1. Vorsitzende, trat Sigrid Beck in den wohlverdienten Ruhestand.

Wie schwierig ein Vorstandswechsel ist, das wissen alle Vereine. Umso schwieriger, wenn ein Verein wie der TBG, der mit einer hervorragenden Führungspersönlichkeit durch Jahrzehnte von Höhen und Tiefen ging, eine Nachfolge suchen muss.

Seit dem 1.1.1979 hat Sigrid Beck als aktives Mitglied der Leichtathletikabteilung den TBG begleitet und den Verein seit dem 1.1.2001 als 1. Vorsitzende mit großer Hingabe und Umsicht geführt. Ihr unermüdliches ehrenamtliches Engagement hat maßgeblich zur positiven Entwicklung des Vereins beigetragen. Verschiedene Ehrungen von Verband und Gemeinde kennzeichneten das. Mit einer festlichen Matinee blickten ihre Weggefährten auf ihre außergewöhnliche Vereinskarriere zurück.

Ehrungen durch den 1. Vorsitzenden Marco Sielaff und Bürgermeister Kevin Weirether
Bevor der frisch bei der Jahreshauptversammlung gewählte 1. Vorsitzende Marco Sielaff die Gäste und insbesondere Sigrid Beck und Familie begrüßte, gab es einen musikalischen Auftakt mit dem Musikverein „Harmonie“ unter der Leitung von Thomas Sturm mit „Gruß an Kiel“.

Ernennung zur Ehrenvorsitzenden
Der nunmehr 1. Vorsitzende Marco Sielaff, der sich kurz vorstellte, stellte in seiner Laudatio fest, dass Sigrid Beck den TBG drei Jahrzehnte bedeutungsvoll geprägt, mit Leidenschaft und Herz. Sie habe das Ehrenamt mit Leben gefüllt, ruhig, aber auch mit nötigem Nachdruck. Ihr Motto „Zwischen Tradition und Wandel“ habe sich in ihren Ämtern als zweite und dann 1. Vorsitzende widergespiegelt. Ob bei den großen Jubiläen, der Arbeit in der Verwaltung und der Vereinssanierung, sie habe stets die Menschen und Senioren im Mittelpunkt gesehen. Sie habe nicht nur Höhen und Tiefen, sondern auch Steine bewegt. Sie habe ihr Amt nicht verwaltet, sondern gelebt und den TBG fit für die Zukunft gemacht. Für 30 Jahre Vorstandstätigkeit, davon 25 Jahre als 1. Vorsitzende, mit unzähligen Projekten und unermüdlichem Einsatz, wurde sie deshalb zur Ehrenvorsitzenden ernannt.

Bürgermeister Kevin Weirether hob neben dem bereits aufgezeigten Werdegang den unschätzbaren Wert ihres ehrenamtlichen Einsatzes hervor. Das Neulußheimer Vereinsleben habe sie entscheidend mitgeprägt und habe dem Ehrenamt ihr Gesicht gegeben. Mit der Nachwuchsförderung sowie neue sportliche Wege zu gehen, wie z.B. mit der neuen DART-Gruppe, habe sie die Zeichen der Zeit erkannt. Die steigenden Mitgliederzahlen, der TBG sei mit knapp 800 Mitgliedern der größte mitgliederstärkste Verein, zeigen, dass sie alles richtig gemacht habe. Mit Blumen, Urkunde und Geschenk sprach er seinen tiefen Dank für ihr großes Engagement aus.

Ehrung mit der Goldenen Ehrennadel des Badischen Sportbunds durch Frau Dr. Sabine Hamann
Ohne Ehrenamt sei es still in den Hallen und Stadien, die Orte der Begegnung, Gemeinschaft und Integration sind, so Frau Dr. Sabine Hamann vom Badischen Sportbund. Sigrid Beck habe über Jahrzehnte Verantwortung übernommen und den TBG stark geprägt. Bei ihr liefen stets die Fäden zusammen. Organisationstalent, Verlässlichkeit und Geduld sowie den Willen, sich für andere einzusetzen, zeichnete sie aus. Sie habe Raum für Begegnung und Bewegung geschaffen. Mit der Verleihung der Goldenen Ehrennadel sprach sie den Dank des Verbandes aus und wünschte ihr Zeit für sich und den neuen Lebensabschnitt.

Bevor Uschi Nitsche mit einem humorvorvollen, selbstverfassten Gedicht Sigrid Beck würdigte, stimmte der Musikverein mit „Freude an Musik“ auf den Tanz der vier Minis, Dalida, Perla, Milana und Sophie der Rhythmischen Sportgymnastik, die von Ilona Kieckeben trainiert werden, ein. Nach einem letzten, schwungvollen musikalischen Beitrag „Mein Egerland“ und einem Geburtstagsständchen für den Sohn der Familie Beck, hielt Sigrid Beck gerührt ihre Abschiedsrede.

Neues wagen, neue Wege gehen
„Hütet und ehrt das, was wir gemeinsam aufgebaut haben und habt den Mut, optimistisch auf Herausforderungen zu schauen, Neues zu wagen und neue Wege zu gehen“. Diese Worte legt Sigrid Beck ihrem TBG ans Herz, als sie überwältigt das Schlusswort ergriff und kurz Rückschau hielt auf ihr Amt als 1. Vorsitzende, das prägend für ihr Leben war. Was als Engagement begann, wurde schnell zur Herzensangelegenheit, so Beck. Sie ließ viele Momente Revue passieren, wie aufregende Spieltage, Wettkämpfe, fröhliche Vereinsfeste und unzählige Sitzungen. Der TBG sei nicht nur ein Verein, er lebe von seinen Mitgliedern, Trainern, den Ehrenamtlichen, Eltern und den Sportlerinnen, Sportlern und Turnratsmitgliedern. Sie dankte allen, die ihr in dieser Zeit das Vertrauen geschenkt haben und die sich mit Teamgeist und konstruktiven Diskussionen leidenschaftlich und mit sozialem Engagement, oft im Hintergrund, eingebracht haben. Sie erinnerte an die Herausforderungen rund um die Gebäudesanierung, mit hervorragenden Handwerkern und aller Bereitschaft, mitzuwirken. Der TBG werde immer ein Teil ihres Lebens ein und dankte insbesondere ihrem Mann für Verständnis, Geduld und Rückhalt. Sie verabschiedete sich mit dem guten Gefühl, dass der TBG gut aufgestellt sei und engagierte Menschen bereitstehen, die Verantwortung übernehmen und neue, moderne Impulse setzen werden. Mit so einer großen Würdigung und wunderschönen Feier habe sie nicht gerechnet und dankte allen, die dazu beigetragen haben, Sigrid Beck hinterlässt große Fußspuren. Wer sie kennt, wusste, dass sie ihren TBG langsam und behutsam auf ihren Ruhestand vorbereitete. Diese Fußspuren gilt es nun auszufüllen. Ihrem Nachfolger Marco Sielaff wünschte sie deshalb viel Erfolg und eine ebenso erfüllende und menschlich bereichernde Zeit, wie sie ihr in den 25 Jahren als Vorsitzende entgegengebracht wurde. Dem TBG wünschte sie weiterhin eine erfolgreiche und fruchtbare Zukunft. Mit lang anhaltendem, stehendem Applaus würdigten die Gäste das Engagement von Sigrid Beck. Bei Häppchen, Getränken und vielen guten Gesprächen klang die Verabschiedungsmatinee zu Ehren von Sigrid Beck aus.

Bilder und Text: Renate Hettwer

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Ausgabe 13/2026
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