
Geplant ist eine Straßenverbindung zwischen Vogteistraße/Stammheimer Feld auf Höhe des Landratsamtes und dem Nagoldtal im Bereich des ehemaligen Bahnhofs. Dadurch sollen die Stuttgarter Straße und die Innenstadt entlastet werden. Sowohl Innenstadt-Tunnel als auch Südostumfahrung gehören zum langfristigen Plan, Stau und Verkehrskollaps auf Bischof- und Bahnhofstraße zu begegnen. Als wirtschaftlichste Lösung wurde eine Anbindung an die B 463 über ein Brückenbauwerk beim Postfrachtzentrum festgelegt. Die geplante Strecke ist rund 950 Meter lang (6,50 Meter Fahrbahnbreite zuzüglich Bankette). Aufgrund der Topografie sind Stützmauern und Hangsicherungsmaßnahmen erforderlich.
Der Anschluss an die B 463 erfolgt über einen Kreisverkehr; die Zufahrten zum Postzentrum und zum TSV-Sportzentrum werden angepasst. Zur Querung der Bahn und Überwindung eines Höhenunterschieds von rund 13 Metern ist ein Brückenbauwerk mit sieben Feldern (rund 142 Meter Länge) sowie eine Abfahrtsrampe vorgesehen. Zudem ist eine Gleisverschiebung der Nagoldtalbahn auf rund 900 Metern erforderlich.
Die landschaftspflegerische Begleitplanung einschließlich Artenschutz ist in Bearbeitung. Erforderlich sind unter anderem Bauzeitenregelungen, Umsiedlungsmaßnahmen für Reptilien, Ersatzhabitate sowie Ausgleichsmaßnahmen. Forst- und naturschutzrechtliche Eingriffe werden getrennt bilanziert und ausgeglichen.nDie Vorabstimmungen mit den zuständigen Behörden sind erfolgt. Nach Abschluss der Entwurfsplanung beginnt das Genehmigungsverfahren. Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch nicht gesagt werden, wann die Umfahrung der Innenstadt kommen kann – insbesondere, weil noch keine belastbaren Kostenberechnungen vorliegen. Die Schaffung des Baurechts soll über ein gemeinsames Planfeststellungsverfahren erfolgen.
Gemeindehalle Stammheim
Der Bau- und Umweltausschuss hat einen Sachstandsbericht zur Sanierung der Gemeindehalle in Stammheim erhalten. Dabei wurde deutlich, dass die Maßnahme insgesamt sehr gut läuft. Das Gremium nahm den Bericht erfreut zur Kenntnis.
Die Generalsanierung wird im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ umgesetzt. Der Zuwendungsbescheid vom 1. November 2023 sieht eine Förderung in Höhe von 3.555.000 Euro vor. Ziel ist eine umfassende, klimafreundliche und ressourcenschonende Modernisierung der Halle. Nachdem die ursprünglich ermittelten Kosten von rund 11,5 Millionen Euro nicht finanzierbar waren, wurde der Kostenrahmen durch den Gemeinderat auf 9,0 Millionen Euro gedeckelt. Die Vergabe erfolgte im „Planen und Bauen“-Verfahren an die Goldbeck Süd GmbH, Niederlassung Stuttgart, zu einem Pauschalpreis von rund 8,33 Millionen Euro. Durch den Globalpauschalvertrag trägt der Generalübernehmer das wesentliche Kostenrisiko. Anpassungen im Projektverlauf halten sich derzeit die Waage; nennenswerte Mehrkosten sind nicht zu erwarten.
Seit dem Baustart Ende Juli 2025 verläuft das Projekt sehr strukturiert und in enger Abstimmung aller Beteiligten. Qualität, Organisation und Zusammenarbeit werden als sehr positiv bewertet. Die Maßnahme liegt im vertraglich vereinbarten Terminplan und im vorgesehenen Kostenrahmen, sodass weiterhin von einer Fertigstellung im September 2026 ausgegangen werden kann. Insgesamt entwickelt sich das Projekt ausgesprochen erfreulich.