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Gemeinderat

Sitzungsbericht vom 19.05.2026

TOP 1 – Besichtigung der Heizzentrale für das kommunale Nahwärmenetz Kirchplatz; Treffpunkt Garage Gebäude Kirchplatz 4/1 Zu Beginn der Gemeinderatssitzung...

TOP 1 – Besichtigung der Heizzentrale für das kommunale Nahwärmenetz Kirchplatz; Treffpunkt Garage Gebäude Kirchplatz 4/1

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung besichtigte das Gremium die neue Heizzentrale des kommunalen Nahwärmenetzes am Kirchplatz. Bautechniker Marco Noller erläuterte dabei die technischen Eckdaten und den aktuellen Stand des Projekts.

An das Nahwärmenetz angeschlossen sind das Rathaus, das Bürgerhaus, das Heimatmuseum sowie das Wohnhaus Kirchplatz 4/1. Herzstück der Anlage ist ein Fröling-Kessel mit 80 kW Leistung, der sowohl mit Pellets als auch mit Hackschnitzeln betrieben werden kann. Die Anlage verfügt zudem über eine automatische Ascheaustragung sowie zwei Pufferspeicher mit jeweils 1.500 Litern Volumen.

Alle angeschlossenen Gebäude wurden mit Wärmemengenzählern und Übergabestationen der Firma Rebaro ausgestattet. Die Wärmeanforderung erfolgt jeweils direkt über die Stationen in den einzelnen Häusern. Zusätzlich wurden Leerrohre mitverlegt, um spätere Erweiterungen zu erleichtern. Die Warmwasserversorgung erfolgt dezentral.

Die Anlage ist seit dem 9. März 2026 in Betrieb. Die erste Befüllung mit Holzpellets umfasste 14,2 Tonnen beziehungsweise rund 22 Kubikmeter. Für den Notfall besteht die Möglichkeit einer Wärmeversorgung über ein sogenanntes Hot-Mobil mit Strom.

Für das Projekt standen Haushaltsmittel in Höhe von 400.000 Euro bereit. Zusätzlich wurden Zuschüsse beantragt: 30.000 Euro für Kirchplatz 5, 13.000 Euro für Kirchplatz 4, 24.000 Euro für Kirchplatz 2 sowie 59.000 Euro für Kirchplatz 4/1. Insgesamt belaufen sich die beantragten Fördermittel auf 126.000 Euro.

TOP 2 - Kindergartenangelegenheiten

Örtliche Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2026/2027 gem. § 3 KiTaG

Die pädagogische Gesamtleitung, Frau Stefanie Vogl, stellte die Kindergartenbedarfsplanung der Gemeinde für das Kindergartenjahr 2026/2027 vor.

Sie berichtete, dass die personelle Situation in den Einrichtungen derzeit stabil sei. Die Kinderhäuser Buchenweg und Erlachaue sowie der Kindergarten Schneckenburg verfügen über ausreichend pädagogisches Personal entsprechend der jeweiligen Betriebserlaubnis. Zudem werden weiterhin Auszubildende und angehende Fachkräfte ausgebildet. Besonders hervorgehoben wurde, dass Schließungen oder Einschränkungen aufgrund von Personalmangel erneut vermieden werden konnten.

Für die Betreuung von Kindern ab drei Jahren bis zum Schuleintritt stehen in Altdorf insgesamt 200 Kindergartenplätze zur Verfügung, führte Stefanie Vogl weiter aus. Nach Auswertung der Einwohnermeldedaten und der eingegangenen Vormerkungen reichen die vorhandenen Plätze nach derzeitigem Stand auch im Kindergartenjahr 2026/2027 aus. Eine Reserve für Zuzüge und Integrationsplätze wurde entsprechend eingeplant.

Auch im Bereich der U3-Betreuung sieht die Verwaltung die Gemeinde gut aufgestellt. Aktuell stehen 35 Krippenplätze zur Verfügung, die für den im Kindergartenjahr 2026/2027 bestehenden Bedarf ausreichen. Darüber hinaus stehen ausreichend freie Betreuungsplätze für weitere Anmeldungen und Zuzüge zur Verfügung. Ergänzend besteht weiterhin das Angebot der Kindertagespflege im TAKKI-Modell des Landkreises Böblingen.

Sodann stimmte der Gemeinderat der vorgestellten Bedarfsplanung einstimmig zu.

TOP 3 - Neuregelung der Finanzierung der IAV-Stelle sowie Finanzierung der Diakonie- und Sozialstation Schönbuchlichtung ab dem Jahr 2027

Bürgermeister Erwin Heller führte in den Sachverhalt ein.

Für den Betrieb der Diakonie- und Sozialstation Schönbuchlichtung in der Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Holzgerlingen arbeiten die evangelischen Kirchengemeinden (Altdorf, Breitenstein/Neuweiler, Hildrizhausen, Holzgerlingen und Weil im Schönbuch), die bürgerlichen Gemeinden (Altdorf, Hildrizhausen, Holzgerlingen und Weil im Schönbuch) und die „Krankenpflegevereine“ (Altdorf, Hildrizhausen, Holzgerlingen und Weil im Schönbuch zusammen. Grundlage der Zusammenarbeit bildet der Diakoniestationsvertrag aus dem Jahr 1996.

Der Schwerpunkt der Aufgaben der Diakonie- und Sozialstation besteht in der ambulanten Pflege in den beteiligten Gemeinden. Darüber hinaus ist dort seit vielen Jahren auch die IAV-Stelle angesiedelt. Diese bietet kostenlose Beratungen zu Themen wie Pflegeversicherung, häusliche Pflege, Demenz, Tages- und Kurzzeitpflege, Hospizdiensten, Pflegeheimen oder Vorsorgevollmachten an.

Die Diakonie- und Sozialstation betreut die IAV- Stelle aktuell mit einer Personalstelle und rd. 1.400 Beratungseinheiten für Altdorf, Hildrizhausen, Holzgerlingen und Weil im Schönbuch. Seit 2013 ist auch die Demenzberatungsstelle hier integriert.

Die bestehende Finanzierungsvereinbarung aus dem Jahr 2021 läuft Ende 2026 aus.

Daher wurde die wirtschaftliche Entwicklung der Einrichtung analysiert und eine neue, langfristige Regelung für die Zeit ab 2027 erarbeitet. Dabei konnte eine sehr positive Entwicklung festgestellt werden: Durch verschiedene Optimierungsprozesse arbeitet die Diakoniestation inzwischen wieder mit Gewinn und verfügt aktuell über Rücklagen.

Auf dieser Basis hat sich der Diakoniestationsausschuss einstimmig auf eine neue Finanzierungsstruktur verständigt. Demnach übernimmt die Diakoniestation künftig selbst 25 Prozent der Kosten der IAV-Stelle. Die beteiligten Gemeinden sollen künftig gemeinsam jährlich 23.250 Euro bereitstellen. Diese Mittel sind notwendig, damit Fördergelder der Pflegeversicherung in gleicher Höhe beantragt werden können. Zusätzlich beteiligen sich die Krankenpflegevereine mit 8,50 Euro pro Mitglied. Die evangelischen Kirchengemeinden leisten künftig einen Beitrag von 1 Euro pro Gemeindemitglied, die katholischen Kirchengemeinden 0,75 Euro pro Mitglied.

Für die Gemeinde Altdorf bedeute die neue Vereinbarung eine erhebliche finanzielle Entlastung. Während der Anteil am Defizit der IAV-Stelle im Jahr 2025 noch rund 13.115 Euro betrug, werde sich der jährliche Beitrag künftig auf etwa 3.300 Euro reduzieren. Gleichzeitig bleibe das wichtige Beratungs- und Unterstützungsangebot für die Bevölkerung langfristig gesichert, erläuterte der Vorsitzende.

Die neue Finanzierungsvereinbarung soll ab dem Jahr 2027 auf unbestimmte Zeit gelten. Voraussetzung für das Inkrafttreten ist die Zustimmung aller beteiligten Gremien.

Nach einer kurzen Aussprache stimmte der Gemeinderat der neuen Finanzierungsvereinbarung für die Diakonie- und Sozialstation Schönbuchlichtung mit IAV-Stelle ab dem Jahr 2027 einstimmig zu.

TOP 4 – Sonstiges und Bekanntgaben

Der Vorsitzende gab bekannt, dass am Donnerstag, 18.06.2026 um 19:30 Uhr eine Sitzung der Verbandsversammlung des Abwasserzweckverband Klärwerk Würmursprung stattfindet.

Des weiteren informierte er, dass diese Woche der Kunstrasenplatz von einer Fachfirma generalsaniert wird.

Erscheinung
exklusiv online
von Gemeinderat Altdorf
20.05.2026
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