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Gemeinderat

Sitzungsbericht von der Gemeinderatssitzung am 16.04.2026

1. Bekanntgaben Bürgermeisterin Wiedersatz gab bekannt, dass die Firma Weidler die Baustelle in der Bergsiedlung eingerichtet habe. Im Rahmen der Neuausrichtung...

1. Bekanntgaben

Bürgermeisterin Wiedersatz gab bekannt, dass die Firma Weidler die Baustelle in der Bergsiedlung eingerichtet habe. Im Rahmen der Neuausrichtung der Wasserversorgung werde aus der Bergsiedlung eine Wasserleitung auf die Rüdern verlegt. Voraussetzung hierfür sei, dass die Firma Gläser zunächst den Asphalt an der L 1114 abfräse. Diese sei nach 18 Jahren vom Land Baden-Württemberg mit der Sanierung der Landesstraße L 1114 zwischen Kirchberg und Burgstall beauftragt worden. Bürgermeisterin Wiedersatz berichtete, dass im Kurvenbereich oberhalb der Bergsiedlung bereits ca. 3 m abgebaggert worden seien. Künftig haben die Busse so ausreichend Platz für Begegnungsverkehr. Außerdem könne auch die Entwässerung gefahrlos in Richtung Murr abgeleitet werden, sodass bei einem Starkregen nicht mehr alles in die Bergsiedlung laufe.

Ferner informierte Bürgermeisterin Wiedersatz, dass die Fa. Zehnder den Kreuzungsbereich in der Marbacher Straße in den Osterferien saniert habe, weshalb es in Burgstall eine Vollsperrung gegeben habe.

Abschließend teilte sie mit, dass für die Sanierung des Ev. Kindergartens in Erbstetten jetzt ein Bewilligungsbescheid in Höhe von 66.000 Euro eingegangen sei. Der Antrag hierfür sei 2024 gestellt worden.

2. Bausachen

Dem vorliegenden Baugesuch wurde zugestimmt.

3. Ausbau der Wasserversorgung Teilabschnitt 2.1, hier: Aussiedlerhöfe „Neugreut“ – Vergabe der Arbeiten

Für die Erd-, Verbau-, Druckrohrleitungsbau-, Kabelleitungstief- und Verkehrswegebauarbeiten waren insgesamt 8 wertbare Angebote eingegangen. Die Firma Lukas Gläser GmbH aus Aspach hatte das günstigste Angebot abgegeben. Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt, die Arbeiten an die Firma Lukas Gläser GmbH zum Preis von 589.388,20 € zu vergeben. Die Kostenschätzung lag bei 741.309,31 €.

Für die Lieferung und Montage der technischen Ausrüstung (Elektro- und Fernwirktechnik) waren insgesamt 3 wertbare Angebote eingegangen. Den Auftrag erhielt die Firma Füllgrabe & Teubner GmbH aus Kirchberg/Murr zu Kosten in Höhe von 125.680,60 €. Die Kostenschätzung lag bei 135.608,73 €.

4. Anschluss der Wasserversorgung Kirschenhardthof und Teilerneuerung Wasserversorgung Schillerstraße: Vergabe der Arbeiten

Für die Erd-, Verbau-, Entwässerungskanal-, Druckrohrleitungs-, Kabelleitungstief- und Verkehrswegebauarbeiten waren insgesamt 6 wertbare Angebote eingegangen. Die Firma Klöpfer GmbH und Co. KG aus Winnenden hatte das günstigste Angebot abgegeben. Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt, die Arbeiten an die Firma Klöpfer zum Preis von 442.842,27 € zu vergeben. Die Kostenschätzung lag bei 495479,71 €.

5. Umstellung auf Cloud Arbeitsplätze bei der Komm.One

In der Oktobersitzung 2025 wurde die Verwaltung ermächtigt, Angebote für einen neuen Server einzuholen und einen Auftrag zu erteilen. Nach intensiver Beratung verwaltungsintern hat man sich nun auch ein Angebot von der Komm.ONE für so genannte Cloud Arbeitsplätze eingeholt. Hierbei wäre kein eigener Server mehr notwendig und die Betreuung der IT würde über die Komm.ONE erfolgen. Verschiedene kleinere Kommunen im Umkreis (Althütte, Allmersbach im Tal, Hessigheim, …) haben in den vergangenen Monaten ihre IT ausgelagert.

Die Komm.ONE ist als Anstalt des öffentlichen Rechts in gemeinsamer Trägerschaft des Landes (12 %) und der Kommunen (88 %) in Baden-Württemberg. Das Unternehmen berät und begleitet ihre Kunden auf dem Weg in eine zunehmend technologiebasierte Zukunft. Die Komm.ONE ist aus den ehemaligen Rechenzentren der Kommunen in Baden-Württemberg entstanden und betreut die Fachverfahren (bspw. Einwohnerwesen, Ordnungswidrigkeiten, Wahlen, Personal, …) seit vielen Jahren.

Aufgrund der weiterhin ansteigenden Anforderungen an die EDV sowie der Zunahme von Cyberangriffen, auch auf die öffentliche Verwaltung, hat die Komm.ONE zur Sicherstellung einer funktionierenden, zeigemäßen und sicheren IT-Umgebung als neues Produkt den Cloud Arbeitsplatz in sein Portfolio aufgenommen. Das Produkt richtet sich primär an kleinere Gemeinden ohne eigenes Fachpersonal in der EDV. Dabei wird die Serverinfrastruktur ins Rechenzentrum verlagert, Arbeitsplätze, Applikationen und Daten werden dann künftig von Komm.ONE bereitgestellt.

Im Wesentlichen werden damit folgende Leistungen professionell durch das kommunale Rechenzentrum übernommen: vollständiges Management der IT-Infrastruktur und der IT-Arbeitsplätze mit laufendem Support der virtuellen und Office Desktops, Patch- und Virenschutzmanagement mit Wartung und Updates, Backups, Lizenzmanagement, Management Standardapplikationen (Office, PDF-Reader, Mediensoftware, usw., sowie der Fachverfahren, welche schon durch die Komm.ONE zur Verfügung gestellt werden), Druckdienste, Mailing, Malwareschutz.

Das bereits abgestimmte Angebot für 20 Arbeitsplätze enthält einen einmaligen Bereitstellungsbetrag von 14.640 €, sowie jährliche Kosten i. H. v. 31.310 €.

Folgende Vorteile ergeben sich für die Kommune:

• Datenschutz und Sicherheit

• Lokale Kontrolle

• Unabhängigkeit von externen Anbietern

• Maßgeschneiderte Lösungen

• Durch die Nutzung des bestehenden kommunalen Rechenzentrums können Kosten für externe Cloud-Dienste eingespart werden. Zudem sind die laufenden Betriebskosten besser kalkulierbar.

• Schnelle Reaktionszeiten: Da die Infrastruktur bei der Komm.ONE liegt, können Wartungs- und Supportleistungen schneller erfolgen, was die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Dienste erhöht.

Letztlich ist mit der Übertragung an das Rechenzentrum auch eine vollkompatible Lösung zu allen eingesetzten Fachverfahren garantiert, da diese Programme ebenfalls von der Komm.ONE bereitgestellt werden.

Nachdem die Angebote für einen neuen Server eingeholt wurden, müsste man mit rd. 29.000 € (inkl. Installationsarbeiten und Bandsicherung) für einen neuen Server rechnen. Mit der Cloud-Lösung würde kein eigener Server und eigene Sicherung benötigt werden. Auch die Klimatisierung des Serverraumes würde entfallen.

Seither erfolgte die IT-Betreuung bei Bedarf durch einen externen Dienstleister (rd. 6.000 €/jährlich) und durch verwaltungsinternes Personal (rd. 12.000 €/jährlich). Durch Personalveränderungen ist das Know-how nicht mehr vorhanden, weshalb nun die IT vollumfänglich und professionell durch die Komm.ONE erledigt werden soll. Die Verantwortung aus den o.g. Themengebieten geht auf die Komm.ONE über. Auch künftige Kosten für neue Microsoft Office-Lizenzen würden entfallen, da diese bereits in der Cloud Lösung enthalten sind.

Einstimmig stimmte der Gemeinderat grundsätzlich der Umstellung auf Cloud Arbeitsplätze der Gemeindeverwaltung zu. Die Verwaltung wurde ermächtigt, dieses Konzept umzusetzen. Der Beschluss zur Beschaffung eines Servers wurde aufgehoben.

6. 66. Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich der Sonderbaufläche Kirche und Gemeindezentrum (Altes Schulhaus Maubach), Backnang, Ortsteile Maubach und Waldrems und 67. Änderung des Flächennutzungsplans der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Backnang im Bereich der Sonderbaufläche „Einzelhandel Sulzbacher Straße“, Backnang

Die Vertreter der Gemeinde Burgstetten im gemeinsamen Ausschuss wurden einstimmig ermächtigt, den entsprechenden Beschlüssen der oben genannten Änderungen des geltenden Flächennutzungsplans der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Backnang zuzustimmen.

7. Verschiedenes

Auf Nachfrage aus dem Gemeinderat, wie es denn mit der 40 km/h-Beschilderung in Burgstall und Erbstetten weitergehe, wurde informiert, dass die Schilder inklusive Pfosten zwischenzeitlich bestellt und geliefert worden seien und in naher Zukunft montiert werden. Ebenfalls auf Nachfrage aus dem Gemeinderat wurde berichtet, dass der Bauhof nun wieder voll besetzt sei.

Erscheinung
Die Brücke Burgstetten
NUSSBAUM+
Ausgabe 17/2026
von Gemeinde Burgstetten
21.04.2026
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