
Am Ostersonntag, den 5. April 2026, findet um 11.30 Uhr eine öffentliche Führung am Kunstweg am Reichenbach mit Informationen zu den aktuell 55 Kunstwerken am Weg, den Künstlerinnen und Künstlern, der Geschichte und Natur im Reichenbachtal statt.
Die Tour dauert rund zwei Stunden und findet bei jedem Wetter statt. Treffpunkt ist am Beginn des Kunstweges an der Infotafel auf dem Parkplatz im Reichenbachtal hinter dem Gewerbegebiet.
Seit 2010 beheimatet der Kunstweg das Skulpturengrabvon Thomas Putze, eine Gruppe von Holzskulpturen einschließlich schwarzer Holzbienen, die nichts wussten von der Umsiedlung vom Schwäbischen ins Badische. Dort durften die maroden Krieger den Kampf mit anderen holzzersetzenden Insekten und der Witterung aufnehmen. Den Kampf haben die Holzsoldaten fast verloren, der letzte Krieger nur noch liegend am Boden. Die Holzbienen – genauer Xylocopa violacea – dürfen sich über die Weiterverbreitung im Reichenbachtal freuen.
Thomas Putze, Performancekünstler und Bildhauer, löst die Grenzen zwischen Performance, Bildhauerei und Zeichnung auf. Sein Werk ist ein permanentes Agieren zwischen Zwei- und Dreidimensionalität. Die Skulpturen sind Assemblagen aus Holz und Fundstücken, beseelt von narrativer, zeichnerischer Dynamik. Der Künstler erfasst auf humorvolle Weise das Wesen von Kreaturen. Abgründiges und Anstößiges stellt er zeichnend und bildhauerisch dar und enthüllt in seiner Darstellungsweise und dem Sprachwitz seiner Arbeitstitel die unfreiwillige Komik tragischer Situationen.
Thomas Putze (*1968 Augsburg) absolvierte eine Lehre als Landschaftsgärtner, ein 2-jähriges Studium der Theologie und war als freiberuflicher Illustrator und Musiker tätig. 2003 beendete er sein Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Werner Pokorny und Micha Ullmann. 2005 erhielt er das Landesgraduiertenstipendium. Der Künstler lebt und arbeitet in Stuttgart.