Vier Steine in einer Reihe zu platzieren, klingt nach einer einfachen Aufgabe. Doch hinter dem Klassiker stecken vorausschauendes Denken und taktisches Geschick. Insgesamt 35 Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen traten kürzlich an, um sich beim zweiten schulinternen Turnier der Hartmann-Baumann-Schule im sportlichen Wettkampf zu messen.
An zwei Turniertagen wurde konzentriert um den Einzug in die Endrunde gespielt. In der Vorrunde traten die Kinder in sieben Gruppen nach dem Modus „Jeder gegen jeden“ an. Ein Sieg brachte einen Punkt ein; bei einem Unentschieden erhielten beide Spieler einen halben Punkt.
Besonders hervorzuheben war die Leistung von Samuel Orians, der jedes einzelne Spiel seiner Vorrunde souverän gewann. Umso bedauerlicher war die Nachricht am Finaltag: Samuel konnte krankheitsbedingt nicht mehr teilnehmen. Da er nach seiner makellosen Vorrunde als Favorit auf den Titel galt, wog sein Ausfall besonders schwer.
Über die letzten freien Plätze der 16-köpfigen Endrunde mussten aufgrund von Punktgleichheit in anderen Gruppen zwei spannende Stichkämpfe entscheiden.
Am zweiten Tag startete die Endrunde im K.-o.-System. In den Achtel-, Viertel- und Halbfinals, deren Paarungen ausgelost wurden, galt es, als Erster fünf Punkte zu erreichen.
In den Halbfinalspielen wurde es überraschend deutlich: Die späteren Finalisten dominierten ihre Partien und zogen jeweils mit einem klaren 5:0-Sieg ins Finale ein. Obwohl es nun um den Turniersieg ging, blieb die Atmosphäre durchweg fair. Die Kinder zeigten, dass sie mit Siegen und Niederlagen gleichermaßen gut umgehen können.
Während die Halbfinals schnell entschieden waren, gestalteten sich die letzten Partien des Tages deutlich enger. Im Spiel um Platz drei lieferten sich Charlotte Geratewohl und Eva Bohrmann ein spannendes Duell. Charlotte entschied es schließlich für sich und belegte damit den dritten Platz.
Das Finale bildete den sportlichen Abschluss des Turniers. In einem zunächst ausgeglichenen Duell setzte sich Jonathan Geiler letztlich deutlich gegen Srujan Shembekar durch. Jonathan wurde damit Turniersieger, während Srujan einen starken zweiten Platz belegte.
Da bei diesem Turnier das gemeinsame Spielen im Mittelpunkt stand, waren auch die Preise passend gewählt. Die vier Erstplatzierten erhielten ausgewählte Gesellschaftsspiele, um den Wert des gemeinsamen Spielens zu unterstreichen.
Die drei Bestplatzierten durften zudem besondere Trophäen entgegennehmen: individuell aus Holz angefertigte Pokale, die als nachhaltige Einzelstücke eine schöne Erinnerung an diesen Wettbewerb bilden.
Das Turnier war erneut eine gelungene Veranstaltung. Es förderte das logische Denken und bot eine gute Gelegenheit, klassenübergreifend zusammenzukommen. Am Ende waren sich alle einig: Der Wettbewerb hat viel Freude bereitet - und eine dritte Auflage im nächsten Jahr wird mit Sicherheit folgen. (pm/red)

