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Gemeinderat

//Solide Finanzlage der Gemeinde//

Haushaltsplan für das Jahr 2026 eingebracht In der Gemeinderatssitzung am vergangenen Montag stellte die Gemeindeverwaltung den Entwurf des Haushaltsplans...

Haushaltsplan für das Jahr 2026 eingebracht

In der Gemeinderatssitzung am vergangenen Montag stellte die Gemeindeverwaltung den Entwurf des Haushaltsplans und der Haushaltssatzung 2026 vor. In ihren Haushaltsreden gaben Bürgermeister Ralf Barth und Kämmerin Beate Ludwig einen Überblick über die wesentlichen Inhalte und Schwerpunkte des umfangreichen Planwerks, das nun in den kommenden Wochen im Gemeinderat beraten wird.

Nachfolgend sind die Haushaltsreden von Bürgermeister Ralf Barth und Gemeindekämmerin Beate Ludwig im Wortlaut wiedergegeben. Die Inhalte wurden in der Sitzung in Kürze zusammengefasst. Der Haushaltsentwurf wird nun innerhalb der Fraktionen intensiv beraten und soll im Rahmen der Sitzung des Gemeinderats im Februar beschlossen werden.

Haushaltsrede Bürgermeister Ralf Barth

Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,

liebe Bürgerinnen und Bürger,

liebe Mitarbeitende der Verwaltung,

„Es ist nicht die Abwesenheit von Herausforderungen, die uns stark macht, sondern der Mut, ihnen mit Zuversicht zu begegnen.“ Ein treffendes Zitat, dessen Urheber leider nicht bekannt ist, bringt es auf den Punkt: Wahre Stärke zeigt sich darin, wie wir mit Herausforderungen umgehen. Ich wünsche mir und uns allen für das Jahr 2026, dass wir die Zuversicht zu unserem starken Verbündeten machen – und den Herausforderungen des neuen Jahres mit Mut und Zuversicht begegnen.

Die Anliegen unserer Zeit sind wahrlich nicht kleiner geworden. Die globalen Risiken sind geprägt von einer Kombination aus wirtschaftlicher Unsicherheit, Handelskonflikten, Klimawandel und internationalen Gewaltkonflikten. Aber auch unser Land Baden-Württemberg steht vor der Belastung einer konjunkturellen Schwäche und tiefgreifenden strukturellen Herausforderungen. Die am 8. März 2026 stattfindende Landtagswahl gibt uns gleich im ersten Quartal 2026 die Möglichkeit, die Zukunft unseres Landes aktiv mitzugestalten. Zeitgleich findet am 8. März 2026 auch die Denkendorfer Bürgermeisterwahl statt. Alle Wahlberechtigten können damit auf die Entwicklung unserer Gemeinde Denkendorf und unser gemeinsames Zusammenleben Einfluss nehmen.

Die Herausforderungen, die uns weltweit, im Land und vor Ort beschäftigen, haben auch Folgen für die finanzielle Entwicklung und den Haushalt der Gemeinde.

Der Haushaltsplanentwurf 2026 geht von einem negativen ordentlichen Ergebnis in Höhe von -1,8 Mio. Euro aus. Damit übersteigen die erforderlichen Aufwendungen die zu erwartenden Erträge und die Abschreibungen, also die Wertminderungen unserer Vermögenswerte, können nicht erwirtschaftet werden. Bereits die Planung 2025 ging von einem negativen ordentlichen Ergebnis (-2,0 Mio. Euro) aus. Erfreulicherweise haben sich die Zahlen des Haushaltsjahres 2025 jedoch positiver als angenommen entwickelt, so dass das geplante Ergebnis voraussichtlich deutlich besser ausfallen wird als prognostiziert.

Das „Minus“ des Haushalts 2026 ist eine Herausforderung, aber es nimmt uns nicht den Mut. Im Gegenteil: Es bestärkt uns darin, mit Zuversicht entschlossen und verantwortungsvoll zu handeln.

Mit einer Investitionssumme in Höhe von rund 6,3 Mio. Euro hat sich das Investitionsvolumen gegenüber dem Planansatz 2025 um über 10 Mio. € verringert. Dies bringt klar zum Ausdruck, dass die großen Bauprojekte der Jahre 2023 bis 2025 überwiegend fertiggestellt werden konnten. Der Haushalt 2026 setzt mit seiner geplanten Investitionssumme klare Prioritäten, um im Jahr 2026 neue wichtige Zukunftsaufgaben anzupacken und auf den Weg zu bringen.

Allem voran soll der neue Gemeindebauhof im März 2026 feierlich eingeweiht und mit der begleitenden Veranstaltung „Baufrühling 2026“ dem interessierten Publikum vorgestellt werden. Auch der prägnante Turm, der am Ortseingang sofort ins Auge fällt, wird als Silo für die Lagerung von Streusalz in Betrieb genommen und kann darüber hinaus von der Feuerwehr als Übungsturm genutzt werden. Im Haushalt 2026 sind für die Restfinanzierung des Gebäudes und die Fertigstellung der Außenanlagen Mittel vorgesehen.

Auf dem freiwerdenden ehemaligen 4.000 Quadratmeter großen Bauhof-Areal in der Sudetenstraße kann ein neues und vielfältiges Wohnquartier entstehen, das vom Grundgedanken eines flächensparenden und bezahlbaren Wohnraums geleitet ist und das Raum für gemeinschaftliches Bauen und moderne Wohnformen bietet. Im Dezember 2025 fand hierzu eine Informationsveranstaltung statt. Die geplante Vermarktung des Grundstücks ermöglicht ggf. bereits in 2026 die Generierung von Verkaufserträgen.

Große Fortschritte gibt es im Bereich der Städtebauförderung. Die Gemeinde Denkendorf wurde 2025 erfolgreich in das Bund-Länder-Programm Sozialer Zusammenhalt (SZP) für die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme „Mittleres Oberdorf“ aufgenommen. Der Förderrahmen beläuft sich derzeit auf eine Million Euro mit einem Bewilligungszeitraum bis zum 30.04.2034. Damit kann die Gemeinde an den Erfolg des abgeschlossenen Sanierungsgebiets „Kloster/Körsch“ anknüpfen, um das Quartier nachhaltig zu stärken und als attraktiven Wohnstandort weiterzuentwickeln.

Neben der erwähnten Fläche des ehemaligen Bauhof-Areals liegt auch der Albrecht-Bengel-Kindergarten innerhalb des Sanierungsgebiets „Mittleres Oberdorf“. Bereits im Jahr 2024 hatte der Gemeinderat der Vorentwurfsplanung und der Erstellung eines Sanierungskonzepts zugestimmt. Im Haushalt 2026 sind erste Mittel für einen Anbau eingestellt. Damit bildet der Ausbau und Umbau der Kinderbetreuungseinrichtungen weiterhin einen wichtigen Investitionsschwerpunkt.

Im März 2025 konnte der Neubau des 4-gruppigen Kinderhauses „Alter Eichwald“ in einer feierlichen Eröffnung seiner Bestimmung übergeben werden. Das neue Kinderhaus mit seinen hellen, funktionellen Räumen und der attraktiven Außenanlage bildet einen Meilenstein für die Kinderbetreuung in Denkendorf und eine wichtige Grundlage, auf der die Betreuungsstruktur entsprechend weiterentwickelt werden kann. Dank der stetigen Ausbaubemühungen der vergangenen Jahre, die kontinuierlich weitergeführt werden, ist Denkendorf in Sachen Kinderbetreuung räumlich gut aufgestellt und kann den Bedarf an Betreuungsplätzen erfüllen.

Mein ausdrücklicher Dank gilt hier dem Evangelischen Kleinkinderpflegeverein und der Katholischen Kirchengemeinde und deren Mitarbeitenden, die hervorragende Arbeit leisten und Zusammenhalt leben.

Der neue Familientreff im Kinderhaus „Alter Eichwald“ wurde im Oktober offiziell eingeweiht. Damit wurde ein wichtiger Begegnungsort für Familien geschaffen, in dem verschiedene Angebote im Bereich Bildung und Beratung allen Denkendorfer Familien und Eltern von Kindern zugutekommen sollen.

Innerhalb des Sanierungsgebiets „Mittleres Oberdorf“ liegt auch der ehemalige CAP-Markt in der Berkheimer Straße, der seit April 2025 leer steht. Die Gemeinde hat die Ladeneinheit Ende des Jahres 2025 erworben und kann nun die weitere Entwicklung des Standorts aktiv mitgestalten. Sobald Klarheit über die künftige Nutzung besteht, können erforderliche Umbaumaßnahmen vorgenommen werden, die durch die Städtebauförderung bezuschusst werden.

Rund um das historische Schafhaus und die „Ochsenkreuzung“, in der sogenannten „Oberen Ortsmitte“ sollen ebenfalls Baumaßnahmen durchgeführt werden. Im September 2025 hat der Gemeinderat der Entwurfsplanung zur Umgestaltung der „Oberen Ortsmitte“ zugestimmt. Neben der Umgestaltung der Verkehrsflächen ist auch die Aufwertung der Aufenthaltsflächen vorgesehen. Ziel ist es, einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich mit einer offenen einheitlichen Pflanzgestaltung zu schaffen. Die Umsetzung ist schwerpunktmäßig im Jahr 2027 geplant. Im Jahr 2026 soll ein Förderantrag für das Vorhaben gestellt werden. Im Baufeld der „Oberen Ortsmitte“ ist auch die Erneuerung der Wasserleitung im Bereich Berkheimer Straße / Schnellenstraße und die Kanalerweiterung im Bereich Schnellenstraße / Schäfersteige geplant.

Neben den Sanierungsthemen und dem Thema der Kinderbetreuung hat die Gemeinde seit jeher auch der schulischen Bildung einen hohen Stellenwert eingeräumt und die Denkendorfer Schulen in den vergangenen Jahren generalsaniert und erweitert.

An beiden Schulen gibt es seit mehreren Jahren eine Ganztagsbetreuung für die Grundschulkinder in Form von flexiblen Nachmittagsangeboten. Da sich die Ganztagesangebote in verschiedene Bausteine gliedern, kann der familiäre Bedarf individuell kombiniert werden. Der ab 2026 geltende Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung für Grundschulkinder stellt die Gemeinde vor die Herausforderung, die personellen und zusätzlich benötigten räumlichen Ressourcen bereitzustellen und das bewährte Modell konzeptionell anzupassen. Zum weiteren investiven Infrastrukturausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder hat die Gemeinde eine Förderzusage des Landes Baden-Württemberg mit der Bewilligung von bis zu 1,35 Mio. Euro für bereits realisierte und zukünftige Investitionsmaßnahmen erhalten. Im Jahr 2025 sind erste Zahlungen eingegangen. Dies stimmt positiv, so dass die Aufstockung des Verwaltungsneubaus an der Albert-Schweitzer-Schule für die Ausweitung der Ganztagesbetreuung vorangetrieben werden kann.

Im Juli hat der Gemeinderat das Ergebnis der Umfrage zu einer möglichen Ganztagesgrundschule zur Kenntnis genommen. Danach zeigte sich, dass derzeit kein ausreichender Bedarf für eine Ganztagesgrundschule besteht. Im Frühjahr 2026 soll erneut eine Bedarfsabfrage erfolgen.

Die Digitalisierung an unseren Schulen auf der Grundlage eines Medienentwicklungskonzeptes ist weitgehend umgesetzt und installiert. Die Gemeinde hat 2025 einen anteiligen Rückfluss der aufgewendeten Mittel über Fördermittel aus dem Digitalpakt für Medienentwicklung erhalten. Da dieses Förderprogramm jedoch nur für die digitale Erstausstattung gilt und die Halbwertszeit der Medienentwicklung und Digitalisierung in sehr kurzen Zyklen abläuft, wird dieses Thema in den kommenden Jahren eine permanente Aufgabenstellung für die Gemeinde bleiben und Stand jetzt weitgehend aus eigenen Mitteln zu finanzieren sein.

Erfreulicherweise ist auch die digitale Zukunft im Ort gesichert. Unsere Gemeinde zählt im Landkreis Esslingen sogar zu einer der Vorreiterkommunen, was die Versorgung mit Glasfaser angeht. Seit Ende Juli darf sie sich offiziell „Gigabitkommune@BW“ nennen. Seit wenigen Wochen gilt der Glasfaserausbau im Denkendorf als faktisch abgeschlossen.

Die Schaffung von Gewerbe- und Wohnungsbauflächen war einer der Investitionsschwerpunkte der letzten Jahre. Im Dezember 2024 wurde die Fertigstellung der Erschließungsarbeiten des Gewerbegebiets „Nördlich Albstraße“ gefeiert und damit konnte die Bauplatzvermarktung im Jahr 2025 erfolgreich vorangetrieben werden. Mehrere Grundstücke wurden zwischenzeitlich veräußert, so dass im Frühjahr 2026 die ersten Baumaßnahmen anlaufen können.

Allen voran soll im Frühjahr mit dem Bau eines modernen Gesundheits- und Therapiehauses sowie einer modernen Lebensmittelfiliale begonnen werden. Damit entsteht eine wichtige Infrastrukturmaßnahme, die die medizinische Versorgung und Lebensqualität vor Ort nachhaltig verbessern wird. Ein vielfältiges Ärzteteam blickt mit Freude dem Einzug entgegen. Auch sollen vor Ort 30 moderne, flexibel nutzbare Gewerbeeinheiten entstehen, von denen ein positiver Impuls für die lokale Wirtschaft erwartet wird. Mehrere Grundstücke wurden an örtliche Unternehmen veräußert, die damit ein deutliches Zeichen für Stabilität und Vertrauen in unseren Standort Denkendorf setzen. Der Gemeinderat wird im Jahr 2026 über weitere Kaufangebote zu beraten und zu beschließen haben. Der Haushalt 2026 erwartet Verkaufserlöse in Höhe von 9,2 Mio. Euro.

Der Spatenstich für das neue Wohnbaugebiet „Wasserreute“ ist im Juni 2025 erfolgt und neben den Erschließungsarbeiten haben auch die Maßnahmen im Bereich des Starkregenrisikomanagements zum Schutz des neuen Wohngebiets und der gesamten Ortslage planmäßig begonnen. Die Arbeiten sind zwischenzeitlich sichtbar vorangeschritten und die Gemeinde hat mit der Ausschreibung von sechs Bauplätzen im November 2025 die Vermarktung der Grundstücke eingeleitet, über deren Vergabe in den nächsten Wochen entschieden wird. Das entstehende Wohnbaugebiet begegnet dem dringenden Wohnraumbedarf in Denkendorf und soll einerseits der Anforderung an eine hohe Dichte und andererseits der Anforderung an hochwertigen und bezahlbaren Wohnraum gerecht werden. Der Haushalt 2026 sieht für die weitere Erschließung 750.000 Euro vor. Durch Verkaufserlöse wird ein Mittelrückfluss in Höhe von 1,3 Mio. Euro erwartet.

Wie bereits in den Vorjahren setzt Denkendorf auch 2026 auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. So wird im Haushaltsjahr 2026 der Photovoltaikbestand auf den kommunalen Gebäuden weiter ausgebaut. Hierfür sind im Haushalt 2026 finanzielle Mittel in Höhe von 150.000 Euro und mittelfristig weitere 350.000 Euro vorgesehen. Ein wichtiger Beitrag der Gemeinde zur Reduzierung von klimaschädlichen Emissionen.

Im Mai 2025 wurde dem Gemeinderat das Klimalogbuch der Gemeinde Denkendorf vorgestellt. Dieser Arbeitsbericht dokumentiert den kommunalen Klimaschutz in unserer Gemeinde, um darauf aufbauend in 2026 weitere Projekte anzustoßen.

Zusammen mit den Nachbargemeinden Neuhausen und Wolfschlugen ist die Gemeinde Denkendorf seit 2024 im Verbund unterwegs, um das Projekt „Wärmeplanung" anzugehen. Die kommunale Wärmeplanung zielt auf Klimaschutz durch nachhaltige Energieversorgung. Über die Entwicklung konkreter Zielszenarien sollen konkrete Maßnahmen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen identifiziert werden. Der Gemeinderat hat bereits im März 2025 befürwortet, dass die Firma GP JOULE in Denkendorf die Umsetzung eines Nahwärmenetzes auf Basis eines regenerativen Energieträgers auslotet und vorantreibt. Je nachdem, wie sich die weitere Entwicklung gestaltet, kann im Gebiet „Nördlich Albstraße“ ggf. eine Wärmezentrale mit angeschlossenem Wärmenetz entstehen.

Auch bei der Sanierung des Freibads sollen neben den technischen Anforderungen Aspekte des Klimaschutzes Berücksichtigung finden. Im Oktober 2025 hat der Gemeinderat die durchgeführte Sanierungsstudie zur Kenntnis genommen, die den Sanierungsbedarf umfassend offenlegt. Demnach zeigt sich vor allem in der Technik, Steuerung und Wasseraufbereitung Handlungsbedarf. Nun soll ein konkretes Umsetzungskonzept zur stufenweisen Sanierung des Freibads erarbeitet und die Vergabe der Planungsleistungen vorbereitet werden. Bei einer umfassenden Sanierung stehen Gesamtkosten in Höhe von ca. 7,8 Mio. Euro im Raum. Ein Förderantrag für eine signifikante Bezuschussung der Badsanierung wurde mit Hochdruck vorbereitet und Anfang des Jahres bereits eingereicht. Die konkreten Umsetzungsschritte sollen in Abhängigkeit von der Möglichkeit, Fördermittel zu erhalten, abgewogen werden. Da der Weiterbetrieb des Freibads in der jetzigen Form trotz des Sanierungsbedarfs im Jahr 2026 möglich ist, besteht in der zeitlichen Umsetzung ein gewisser Handlungsspielraum. Im Haushalt 2026 ist lediglich die Finanzierung eines ersten Teilbetrags vorgesehen.

Die Unterbringung von Geflüchteten ist eine kommunale Aufgabe, der sich die Gemeinde auch im Jahr 2026 stellen muss. Im ehemaligen Hotel „Bärenpost“ in der Deizisauer Straße wurden im Jahr 2025 die erforderlichen Umbau- und Sanierungsarbeiten durchgeführt und mit der Belegung von Zimmern in einer ersten Gebäudeebene begonnen. Derzeit ist davon auszugehen, dass die Gemeinde im Jahr 2026 erneut für eine beträchtliche Anzahl von Flüchtlingen eine Unterbringung gewährleisten muss, und so können wir dank des geräumigen Gebäudekomplexes sukzessive die weiteren Ebenen nutzen.

Die Anbindung Denkendorfs an den schienengebundenen ÖPNV bleibt ein Ziel, das es gilt, mit Nachdruck und Ausdauer weiter zu verfolgen. Dass Denkendorf erfolgreich in eine Machbarkeitsstudie über die Verlängerung der U7 von Ostfildern nach Esslingen aufgenommen wurde, war ein erster Erfolg und ein großer Fortschritt. Aus der Machbarkeitsstudie folgt nun die Erstellung eines Infrastrukturgutachtes, von dem wir erste Ergebnisse im Frühjahr 2026 erwarten.

Beim Thema Mobilität und ÖPNV soll unser Bürgerbus nicht unerwähnt bleiben. Der Bürgerbusverein leistet vor allem für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger einen wichtigen Beitrag zu deren Mobilität und dadurch auch einen Beitrag zu deren Selbstständigkeit. Daher gilt mein herzlicher Dank an dieser Stelle allen ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern sowie allen im Bürgerbusverein Aktiven.

Ehrenamtliches Engagement ist eine tragende Kraft und ein Herzstück unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Mit der neuen Ehrenamtskarte Baden-Württemberg würdigt das Land ab dem Jahr 2026 Menschen, die sich mit viel Zeit und Engagement für das Gemeinwohl einsetzen. Die Karte bietet engagierten Bürgern verschiedene Vergünstigungen bei teilnehmenden Partnern in ganz Baden-Württemberg. Der Landkreis Esslingen ist Teil davon und in diesem Zuge beteiligt sich auch Denkendorf mit einer mit Überraschungen gefüllten Ehrenamtsbox.

Es erfüllt mich mit Stolz und Dankbarkeit, dass der kommunale Zusammenhalt gerade bei uns in Denkendorf von einem überdurchschnittlichen Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger in den unterschiedlichsten Organisationen getragen ist. Sei dies in den Kirchengemeinden oder in dutzenden Vereinen und Organisationen unter dem Dach der ARGE, überall wird ein lebendiges Miteinander gelebt, was unser Denkendorf als einen ganz besonderen Ort des Zusammenlebens ausmacht. Ihnen allen gilt mein besonderer Dank. Die Gemeinde wird dieses ehrenamtliche Engagement auch im Jahr 2026 auf vielfältige Art und Weise fördern und die Vereinszuschüsse auf konstant hohem Niveau beibehalten.

Dass unser Miteinander nicht an Orts- oder Landesgrenzen Halt macht, zeigt sich eindrucksvoll in unserer aktiven Partnerschaft mit dem französischen Ort Meximieux. Es freut mich sehr, dass wir in 2026 das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft in beiden Orten mit einem Festakt feiern dürfen.

Auch das 10-jährige Jubiläum des Generationentreffs gilt es in 2026 zu feiern. Diese Begegnungsstätte ist in den vergangenen Jahren mit ihren vielfältigen Angeboten zu einem lebendigen Mittelpunkt geworden, der die Gemeinschaft zwischen Jung und Alt stärkt und zeigt, wie wichtig echte Begegnungen sind. Er ist nur ein Baustein von vielen, die es zur Unterstützung und Begleitung von älteren Menschen gibt. In 2026 soll im Besonderen das neue Quartiersentwicklungs-Projekt „Digital dabei – gemeinsam gut älter werden in Denkendorf“ weiter an Fahrt aufnehmen.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

der Ihnen heute vorliegende Haushaltsplanentwurf weist ein negatives ordentliches Ergebnis in Höhe von -1,8 Mio. Euro aus. Das hätten wir gerne anders, kommt aber nicht von ungefähr: Die kommunalen Aufgaben wachsen und mit ihnen die Ausgaben. Die neu geschaffenen Einrichtungen benötigen Personal, verursachen Unterhaltungskosten und die Abschreibungen müssen erwirtschaftet werden. Dies verpflichtet uns, die Ausgaben- und Einnahmenentwicklung genau im Blick zu behalten. So, wie wir das schon immer getan haben.

Der Haushaltsplanentwurf ist dennoch unter der Prämisse aufgestellt, keine Mehreinnahmen bei den Realsteuern zu erzielen. Der Hebesatz der Grundsteuer B wurde unverändert belassen und von der Möglichkeit der Einführung weiterer Steuern wie zum Beispiel der Grundsteuer C wurde nicht Gebrauch gemacht.

Die Gebühren sind auf gleichem Niveau geblieben und mussten nur im Bereich der Wasserverbrauchsgebühr moderat angepasst werden. Dies war notwendig, um die Wasserversorgung auch im Jahr 2026 kostendeckend betreiben zu können. Die Abwassergebühren bleiben weiter stabil und damit günstig.

Den Denkendorfer Bürgerinnen und Bürgern steht 2026 eine noch breitere kommunale Infrastruktur in allen Lebensbereichen zur Verfügung, die den kommunalen Vergleich nicht zu scheuen braucht. Ich bin der festen Überzeugung, dass dies in der Bürgerschaft ebenfalls so gesehen wird und sich Gemeinderat und Verwaltung immer bewusst sind, dass all unser Tun und Entscheiden dem Wohle unserer Bürgerschaft dient.

Der vor uns liegende Haushaltsplanentwurf 2026 hat sein Investitionsvolumen mit 6,3 Mio. Euro deutlich verringert und setzt klare Prioritäten. Die großen Bauvorhaben der letzten drei Jahre sind überwiegend abgeschlossen und finanziert, so dass die Phase der höchsten finanziellen Belastung überschritten ist. Durch die erfolgreiche Vermarktung von mehreren Grundstücken aus dem Gewerbegebiet „Nördlich Albstraße“ wurde die Liquidität der Gemeindefinanzen gestärkt und wir erwarten in 2026 durch weitere Vertragsabschlüsse eine Fortführung dieser positiven Entwicklung.

Der Haushalt wird uns dennoch wieder vor große Herausforderungen stellen und uns einiges abverlangen. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bleibt abzuwarten. Sie hat einen großen Einfluss darauf, ob wir die prognostizierten Finanzausgleichszahlungen, die dem Planwerk zugrunde liegen, auch tatsächlich in dieser Höhe erhalten werden.

Lassen Sie uns zum Schluss noch einmal auf das zu Beginn erwähnte Zitat blicken: „Es ist nicht die Abwesenheit von Herausforderungen, die uns stark macht, sondern der Mut, ihnen mit Zuversicht zu begegnen.“ Mit dieser Zuversicht wollen wir 2026 gestalten – im Zusammenhalt und füreinander. Und ich bin gerne bereit, meinen Beitrag dazu mit Herzblut und Engagement zu leisten.

Herzlichen Dank!

Haushaltsrede Gemeindekämmerin Beate Ludwig

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Haushaltsplan 2026 weist ein negatives ordentliches Ergebnis in Höhe von -1,8 Mio. Euro aus. Damit gelingt es dem Erfolgsplan nicht, die erforderlichen Aufwendungen einschließlich der Abschreibungen über die zu erwartenden Erträge zu erwirtschaften. Bereits die Planung 2025 ging von einem negativen ordentlichen Ergebnis (-2,0 Mio. Euro) aus. Erfreulicherweise haben sich die Zahlen des Haushaltsjahres 2025 jedoch positiver als angenommen entwickelt, so dass das geplante Ergebnis voraussichtlich deutlich besser ausfallen wird als prognostiziert.

Die vom Land Baden-Württemberg vorgegebenen Rahmenbedingungen im Hinblick auf die Steuer- und Umlageentwicklung sind in die Haushaltsplanung eingeflossen. Angesichts der aktuellen Situation sind diese Prognosen jedoch deutlich weniger belastbar als in den Vorjahren. Vor allem die weitere Entwicklung am Arbeitsmarkt wird sich unmittelbar auf den Einkommensteueranteil der Gemeinde auswirken.

Insgesamt weist der Erfolgsplan im Haushaltsjahr 2026 ein Gesamtvolumen von 35,1 Mio. Euro auf der Ertragsseite und 36,9 Mio. Euro auf der Aufwandsseite aus. Im Saldo verbleibt ein negatives Ergebnis von -1,8 Mio. Euro. Bei einem negativen Ergebnis muss der Fehlbetrag über die Ergebnisrücklage ausgeglichen werden, die durch die positiven Rechnungsergebnisse der letzten Jahre gebildet wurde. Die Finanzrechnung weist ein positives Ergebnis von 394.675 Euro aus. Dieser Betrag würde in der Kameralistik der Zuführungsrate entsprechen.

Im Teilhaushalt 3, in dem die Steuern und Zuweisungen dargestellt sind, erhöht sich der positive Saldo zwischen den Steuereinnahmen und den von der Gemeinde zu entrichtenden Umlagen gegenüber dem Vorjahr um rund 1,3 Mio. Euro. Ursächlich hierfür sind insbesondere höhere Einnahmeerwartungen bei den Finanzausgleichszahlungen vom Land sowie beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer und der Umsatzsteuer.

Die Entwicklung der einzelnen Steuern und Umlagen stellt sich im Haushalt 2026 wie folgt dar:

Der Planansatz für die Grundsteuer B beträgt insgesamt 1.760.000 Euro. Von einer Anhebung des Hebesatzes für das Jahr 2026 wurde abgesehen, auch wenn das Grundsteueraufkommen 2025 das vor der Grundsteuerreform bestehende Niveau nicht vollständig erreicht hat.

Bei der Gewerbesteuer wurde der Haushaltsansatz aufgrund der starken konjunkturellen Abhängigkeit der Einnahmenentwicklung mit 5,5 Mio. Euro kalkuliert und damit in gleicher Höhe wie im Vorjahr. Die deutlichen Mehreinnahmen im Jahr 2025 beruhen teilweise auf Einmaleffekten, die für die Einnahmeerwartung 2026 nicht berücksichtigt werden können.

Aus dem Gewerbesteueraufkommen errechnet sich die Gewerbesteuerumlage, die im Jahr 2026 ebenfalls wie im Vorjahr mit 35 % der Bemessungsgrundlage zu entrichten ist. Es ergibt sich eine Zahlungsverpflichtung in Höhe von 540.000 Euro.

Der Einkommensteueranteil ist mit 9,35 Mio. Euro veranschlagt. Dieser Wert liegt über dem Vorjahreswert und ergibt sich aus dem prognostizierten landesweiten Verteilungsaufkommen und der Schlüsselzahl der Gemeinde.

Bei den Schlüsselzuweisungen nach der mangelnden Steuerkraft ist mit höheren Einnahmen zu rechnen. Der Haushaltsplan geht von 5,4 Mio. Euro aus (Vorjahr 4,69 Mio. Euro). Die Berechnung der Schlüsselzuweisungen nach der mangelnden Steuerkraft beruht auf den beiden Komponenten Steuerkraft (auf Basis des Jahres 2024) und Bedarf. Da sich der vom Land Baden-Württemberg festgesetzte Bedarf gegenüber dem Vorjahr erhöht hat und sich die maßgebliche Steuerkraft verringert hat, fallen die prognostizierten Schlüsselzuweisungen höher als im Vorjahr aus.

Bei der Kommunalen Investitionspauschale liegt die Einnahmeerwartung bei 1,74 Mio. Euro. Dies bedeutet einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 120.000 Euro.

Auf der Ausgabenseite steigt die Kreisumlage weiter an. Die Erhöhung des Kreisumlagehebesatzes auf 34,3 % hat eine Zahlungsverpflichtung mit 6,97 Mio. Euro (Vorjahr 6,83 Mio. Euro) an den Landkreis zur Folge. Die an das Land abzuführende Finanzausgleichsumlage reduziert sich gegenüber dem Vorjahr um 60.000 Euro und beläuft sich auf 4.570.000 Euro.

Im Haushalt 2026 sind Gebühreneinnahmen von insgesamt 2,9 Mio. Euro veranschlagt. Die Wasserversorgung kann im Jahr 2026 nur durch eine Gebührenerhöhung der Wasserverbrauchsgebühr auf 2,20 €/cbm kostendeckend betrieben werden. Die Gebührenanpassung wurde deshalb vom Gemeinderat im Dezember 2025 beschlossen.

Bei der Abwasserbeseitigung ergibt sich kalkulatorisch eine unveränderte Gebührensituation. Durch den Beitritt der Gemeinde zum Zweckverband Gruppenklärwerk Wendlingen nimmt die Kalkulation und die Kostenstruktur des Zweckverbandes wesentlichen Einfluss auf die Gebührenentwicklung. Um zu gewährleisten, dass die Versorgungsnetze auf dem neuesten technischen Stand erhalten bleiben, sind im Haushaltsplan 225.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen nach der Eigenkontrollverordnung vorgesehen.

Der Erfolgsplan finanziert im Haushalt 2026 einen Personalaufwand in Höhe von insgesamt rund 5,4 Mio. Euro. Der Personalkostenanteil am Gesamtvolumen des Erfolgsplans beläuft sich einschließlich der Personalnebenausgaben auf 15,27 %. Neben den zu erwartenden tariflichen Erhöhungen sind auch marginale strukturelle Veränderungen des Personalbestands in diesen Kosten beinhaltet.

Auch im Jahr 2026 wird für die Instandhaltung der Gemeindegebäude ein namhafter Betrag finanziert. Der Haushaltsplanentwurf 2026 sieht in Summe rund 1,3 Mio. Euro vor (Vorjahr 1,1 Mio. Euro). Schwerpunkte bilden Unterhaltungsmaßnahmen in einzelnen Gebäudeteilen der Albert-Schweitzer-Schule (Fassadensanierung Fachbau, Glas-Dachsanierung Bibliothek), der Ludwig-Uhland-Schule (Fliesensanierung Flure, Treppenhäuser), im Jugendhaus (Sanierung Dach und Strom) sowie in der Festhalle (Erneuerung Warmwasseraufbereitung und Ergänzung der Heizung).

Bei der Gebäudebewirtschaftung und der Gebäudereinigung ist weiterhin mit steigenden Kosten zu rechnen. Zudem gehen mit der Fertigstellung von Neubauten höhere Bewirtschaftungs- sowie langfristig steigende Instandhaltungskosten einher. Durch den kontinuierlichen Ausbau weiterer Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden sollen die Energiekosten langfristig gesenkt werden. Insgesamt sind im Haushalt 2026 rund 960.000 Euro für Heizung und Strom und rund 430.000 Euro für die Gebäudereinigung vorgesehen.

Der Finanzierungsbedarf für die Tageseinrichtungen für Kinder ist auch im Jahr 2026 einem expansiven Wachstum unterworfen. Im Erfolgsplan sind Aufwendungen in Höhe von über 6,9 Mio. Euro und Erträge in Höhe von rund 2,3 Mio. Euro vorgesehen, die im Wesentlichen aus den Landeszuschüssen bestehen. Dieser Aufgabenbereich wird auch in Zukunft einer der größten Kostenfaktoren des Gesamthaushalts darstellen.

Im Haushalt 2026 ist ein Investitionsvolumen in Höhe von rund 6,3 Mio. Euro finanziert. Damit liegt das Investitionsvolumen 2026 um mehr als 10 Mio. Euro unter dem geplanten Ansatz des Jahres 2025 (16,6 Mio. Euro). Im Jahr 2025 wurden davon rund 12 Mio. Euro realisiert, so dass die Finanzierung für die großen Baumaßnahmen wie das Kinderhaus „Alter Eichwald“, den Neubau des Bauhofs und die Erschließung des Baugebiets „Nördlich Albstraße" im Wesentlichen im Jahr 2025 abgeschlossen werden konnte. Im Jahr 2026 sind teilweise noch Restfinanzierungen u. a. für den neuen Bauhof (700.000 Euro) und die Umgestaltung der Obere Löcherhaldenstraße (50.000 Euro) zu leisten.

Schwerpunktmäßig sind folgende weitere Vorhaben zur Finanzierung bzw. Teilfinanzierung vorgesehen:

• Erwerb von Grundstücken und Gebäuden inklusive Erschließung Wohnbaugebiet „Wasserreute" 1.285.500 Euro

• Umbau Albrecht-Bengel-Kindergarten 500.000 Euro

• Sanierung Freibad 450.000 Euro

• Starkregenrisikomanagementmaßnahmen 350.000 Euro

• Umbau ehemaliger CAP-Markt 300.000 Euro

• Außenanlage Neubau Bauhof 200.000 Euro

• Obere Ortsmitte Teilfinanzierung 100.000 Euro

• Ganztagesausbau Albert-Schweitzer-Schule 80.000 Euro

• Ganztagesausbau Ludwig-Uhland-Schule 70.000 Euro

• Abrechnung des fertiggestellten Breitbandausbaus 70.000 Euro

• Umbau/Verbesserung Radwegenetz 50.000 Euro

• Senkrechtparker Limburgweg 50.000 Euro

• Barrierefreie Wegeverbindung im Klosterhof 50.000 Euro.

Die Investitionen haben keine unmittelbare Auswirkung auf den Ergebnishaushalt. Sie entfalten ihre Wirkung erst in der Zukunft über die entstehenden Abschreibungen. Die vom Ergebnishaushalt zu finanzierenden Abschreibungen sind seit der Einführung der Doppik kontinuierlich angestiegen und betragen im Haushalt 2026 rund 2,7 Mio. Euro.

Im Finanzhaushalt sind auch die Kapitalumlagen abgebildet. Die Zweckverbände, an denen die Gemeinde beteiligt ist, erheben von der Gemeinde für ihre Investitionen eine Kapitalumlage, um die dortigen Investitionen zu finanzieren. Die Kapitalumlage beläuft sich auf 452.000 Euro für den Gymnasialen Schulverband Ostfilder und auf 82.500 Euro für den Zweckverband Hochwasserschutz Körsch.

Im Haushaltsjahr 2026 ist eine Erhöhung der Liquidität um rund 7,9 Mio. Euro geplant. Trotz der namhaften Investitionen der Jahre 2023-2025, die zu einer signifikanten Reduzierung der Liquidität des Gemeindehaushalts geführt haben, konnten die liquiden Mittel bereits im Jahr 2025 aufgrund verschiedener Faktoren einen Zuwachs erfahren. Hierzu zählen insbesondere die Realisierung mehrerer Grundstücksverkäufe und die höheren Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Im Jahr 2026 werden weitere Verkaufserlöse durch Grundstücksverkäufe aus dem Gewerbegebiet „Nördlich Albstraße", aus dem Wohnbaugebiet „Wasserreute“ sowie aus dem ehemaligen Bauhof-Areal erwartet. Auch Zuschüsse und Zuwendungen über verschiedene Förderprogramme sind in die Planungen des Finanzhaushalts eingeflossen. Der Haushaltsplanentwurf 2026 sieht keine Aufnahme von Fremdmitteln vor.

Die Schwerpunkte in der mittelfristigen Finanzplanung bilden neben dem Umbau des Albrecht-Bengel-Kindergartens weitere Vorhaben im Sanierungsgebiet „Mittleres Oberdorf“, die Sanierung des Freibads, der Infrastrukturausbau für die Ganztagesbetreuung, die Umgestaltung der „Oberen Ortsmitte“ und die Vermarktung der Grundstücke des Gewerbegebiets „Nördlich Albstraße“ und des Wohnbaugebiets „Wasserreute“.

Die mittelfristige Entwicklung des Erfolgsplans zeigt, dass dieser voraussichtlich auch in den Jahren 2027-2029 nicht ausgeglichen werden kann. Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern, sollten potenzielle Einsparungen geprüft und in die zukünftigen Haushaltsplanungen integriert werden.

Die mittelfristige Entwicklung der Landeszuweisungen und Umlagen ergibt sich aus den Orientierungsgrößen des Haushaltserlasses. Diese Zahlen werden in den kommenden Haushaltsplanungen eine entsprechende Aktualisierung erfahren und stehen unter dem Vorbehalt politischer und wirtschaftlicher Risiken und Unwägbarkeiten.

Der Wirtschaftsplan 2026 des Versorgungs- und Verkehrsbetriebs stellt sich wie folgt dar: Der Erfolgsplan 2026 weist als Gesamtergebnis der vier Betriebszweige für das Jahr 2026 ein negatives ordentliches Ergebnis in Höhe von -80.000 Euro aus. Für Investitionen sind insgesamt rund 560.000 Euro vorgesehen. Zur Finanzierung der Investitionen wird unter anderem ein Trägerdarlehen vom Gemeindehaushalt benötigt. Die Liquidität des Eigenbetriebes wird sich zum Ende des Wirtschaftsjahres voraussichtlich um 79.000 Euro verringern. Bezogen auf die einzelnen Betriebszweige sieht der Wirtschaftsplan schwerpunktmäßig folgende Positionen vor:

Die Wasserversorgung kann nur durch eine Erhöhung der Wasserverbrauchsgebühr ab dem 01.01.2026 auf 2,20 €/cbm weiterhin kostendeckend betrieben werden. Der Erfolgsplan weist ein ausgeglichenes Ergebnis mit Erträgen und Aufwendungen von rund 1,4 Mio. Euro aus. Bei den Investitionsmaßnahmen ist die Erneuerung der Fallleitung Eichersteige und die Erneuerung der Wasserleitung Berkheimer Str. / Schnellenstraße vorgesehen. Für die Finanzierung der Investitionen wird ein Trägerdarlehen aus dem Gemeindehaushalt in Höhe von 150.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Die Beteiligung der Gemeinde an der NEV Erneuerbare Energien GmbH (NEE) ist Teil des Betriebszweigs Tiefgaragen. Im Jahr 2026 ist eine Gewinnausschüttung von annähernd 40.000 Euro geplant. Das eingesetzte Kapital beläuft sich zu Beginn des Haushaltsjahres 2026 noch auf rund 336.000 Euro. Aufgrund von Instandhaltungsmaßnahmen in der Tiefgarage weist der Erfolgsplan des Betriebszweigs Tiefgaragen einen Verlust in Höhe von 77.000 Euro aus.

Im Erfolgsplan des Betriebszweigs Photovoltaik ergibt sich planerisch ein Verlust in Höhe von 10.000 Euro. Bei den Investitionsmaßnahmen im Jahr 2026 ist die Installation von weiteren Photovoltaikanlagen vorgesehen. Die notwendigen Finanzierungsmittel werden durch ein entsprechendes Trägerdarlehen aus dem Gemeindehaushalt in Höhe von 145.000 Euro gegenfinanziert. Für die Jahre 2027-2029 ist die Anbringung weiterer Photovoltaikanlagen auf kommunalen Dachflächen vorgesehen.

Im Betriebszweig Beteiligung an Stromversorgungsunternehmen wird die Beteiligung der Gemeinde an der Neckar Netze Bündelgesellschaft A gehalten. Im Jahr 2026 wird ein Gewinn in Höhe von 7.000 Euro erwirtschaftet. Über eine mögliche Ausschüttung des Gewinns an den Gemeindehaushalt wird der Gemeinderat im Rahmen der Feststellung des Jahresabschlusses 2026 entscheiden.

Erscheinung
Gemeindeanzeiger Denkendorf
NUSSBAUM+
Ausgabe 05/2026
von Gemeinde Denkendorf
27.01.2026
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