In der Kurpfalz und den angrenzenden Regionen ist es schon seit über 300 Jahren Brauch, den Winter auszutreiben und zu verbrennen.
Bei den Sommertagszügen der Region vertreiben die Kinder mit bunt geschmückten Stecken den Winter. Und so haben die Kinder aus dem Ort beim Bastelnachmittag des Verkehrs- und Heimatvereins ihre eigenen bunten Stecken gebastelt.
Stolz präsentierten die Kleinen ihre Kunstwerke und reckten diese hoch in die Luft.
Bereits am Startpunkt ließen sich viele Kinder mit den gezierten Sommertagsbutzen fotografieren, die den Umzug anführen sollten.
Auch die Abordnung des Verkehrs- und Heimatvereins hatte sich herausgeputzt und stand parat. Schick in Frack und mit Zylinder und selbstverständlich mit dem Sommertagsstecken in der Hand.
Mit dem Lied „Strih, Strah, Stroh“ ging es dann auch schon los und der bunte Umzug setzte sich in Gang. Fröhlich singend zeigten die Kinder, dass sie dem kalten Winter trotzen und dass es nun doch an der Zeit war, dass der Frühling Einkehr hält.
Abgesichert durch die freiwillige Feuerwehr zogen die Teilnehmer durch den Ort, immer geradewegs Richtung Schule, wo auf dem Schulhof bereits der finster dreinblickende Winter stand, der die Kinder erwartete.
Doch dieser hatte nichts zu lachen. Denn nach einem letzten „Winter ade“ ging der mürrische Geselle in Flammen auf und war bald nur noch ein Häufchen Asche.
Nun durfte natürlich ordentlich gefeiert werden.
Der Elternbeirat des Kindergartens hatte für Kaffee und Kuchen gesorgt, und die Kinder von den Chorspatzen unterhielten die Gäste auf dem Schulhof mit fröhlichen Liedern zum Thema Frühling.
Die Organisatoren des Verkehrs- und Heimatvereins bedanken sich bei allen Mitwirkenden, die in irgendeiner Form dazu beigetragen haben, dass wir diese Veranstaltung wieder haben durchführen können.
Und selbstverständlich vielen Dank allen großen und kleinen Umzugsteilnehmern, die sich für den Erhalt der örtlichen Traditionen starkmachen.