Die Ausstellung im Museum im Astorhaus erzählt die Geschichte der Stadterhebung im Kontext der sozialen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Veränderungen des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Dabei spannt sie den Bogen vom symbolischen Verwaltungsakt der Stadterhebung 1901 bis hin zum Veränderungsprozess, der Walldorf in der Industrialisierung und der Gründerzeit prägte und letztendlich zur Entscheidung führte, das Dorf zur Stadt zu erheben.
Im Mittelpunkt steht die Frage, was Walldorf zur Stadt machte und was die Stadt mit Walldorf tat. Gezeigt werden der Alltag der Menschen um 1900, neue Formen von Arbeit und Mobilität, der Wandel in Landwirtschaft, Handwerk und Industrie sowie die Bedeutung von Bildung, Medizin, Vereinen und kommunaler Politik.
Zentrale Ereignisse wie die Stadterhebung, der Eisenbahnanschluss, der Bau der Straßenbahn oder die Einführung von Elektrizität werden ebenso beleuchtet wie scheinbar Selbstverständliches. Fotografien, Alltagsgegenstände, historische Dokumente und Modelle machen sichtbar, wie sich das Dorf Schritt für Schritt in eine Stadt verwandelte. Lebensgroße Figuren geben der Geschichte ein Gesicht und holen damalige Walldorferinnen und Walldorf auf Augenhöhe in die Ausstellung.
Die Sonderausstellung findet vom 21. Juni bis zum 13. September 2026 statt. Das Museum im Astorhaus ist in dieser Zeit jeweils sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.
Aufgrund der Sommerferien ist die Ausstellung im August nur am 1. Sonntag des Monats, also am 2. August zu sehen.
Während der Öffnungszeiten ist auch die Dauerausstellung des Museums zu besichtigen.



