„SONNE IN DEN SPEICHEN“, Teil 2
Hatte man bislang öfter mal „welliges“ Gelände unter den Rädern, so offenbarten sich die letzten beiden Fahrtage als Balsam für die Radlerwaden. Man startete früh in Neustadt a.d. Donau, denn die Königsetappe bis zum Kloster Plankstetten über ca. 75 km stand auf dem Plan. Einen Motivationsschub bekam das Peloton schon nach 8 km in Eining durch einen Boxenstopp bei Maria & Martin. Gerold, Klaus u. Werner hatten auf ihrer Vortour bei diesem liebenswerten Paar Quartier gefunden und die besondere Gastfreundschaft, genießen dürfen. Nun hatte Maria für die muntere Truppe Getränke gerichtet, u. a. Hopfenlikör mit 56 %. Sollte der Mut machen für die Schifffahrt durch die WELTENBURGER ENGE? Die Planer hatten sich nämlich entschlossen, den Donaudurchbruch nicht mit dem Ausflugsschiff, sondern mit Zillen zu durchfahren. Das sind Holzboote mit flachem Kiel, welche auch Räder mitnehmen. Bis kurz vor Kehlheim konnten die Pedaleure diese einmalige Fahrt entlang der 80 m hohen Felswände genießen, ein überwältigendes Erlebnis! Entlang des Main-Donau-Kanals führte dann die Fahrt zur letzten Übernachtung. Schon immer hat der Mensch versucht, die Wasserscheide Main-Donau zu überwinden. Bereits Karl der Große versuchte im Jahr 793 eine verbindende Wasserstraße vom Atlantischen Ozean zum Schwarzen Meer herzustellen und ließ den FOSSA CAROLINA ausheben, wovon Reste in Treuchtlingen zu sehen sind. Unter Ludwig I. wurde dann der LUDWIG-DONAU-MAIN-KANAL1845 nach elfjähriger Bauzeit vollendet. Die 178 km lange Wasserstraße mit zig Schleusen verlor aber bald durch die kostengünstigere Eisenbahn ihre Bedeutung. Entlang des einmaligen historischen Kanals ließen die nun eingespielten Radler die mit vielfältigen Eindrücken geprägte Tour am BRÜCKKANAL bei N-Feucht ausklingen.
Fazit: Unfallfrei, keine Platten, tolle Gastfreundschaft, viel erlebt!
Und nächstes Jahr geht es in die Eifel und an Mosel/Saar.
Infos bei W. Braun, 06222/770126.