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Spannende Sichtungen bei der Vogelstimmenführung

An der diesjährigen Vogelstimmenführung mit dem Ornithologen Oliver Harms haben 16 Interessierte teilgenommen. Schon am Treffpunkt im Auwald machten...
Oliver Harms begrüßt die Interessierten zur Vogelstimmenführung.Foto: PL

An der diesjährigen Vogelstimmenführung mit dem Ornithologen Oliver Harms haben 16 Interessierte teilgenommen.

Schon am Treffpunkt im Auwald machten sich einige Vögel bemerkbar. Eine Singdrossel meldete sich erst mit ihrem Ruf und hüpfte dann aufgeregt auf einem Baum mit Efeubehang hin und her, sodass wir sie gut beobachten konnten. Die Mönchsgrasmücken zwitscherten laut und deutlich fast im Wettstreit mit Buchfinken und Rotkehlchen.

Auch Zaunkönige konnten wir heraushören und einen sogar im Gebüsch herumhüpfen sehen. Von der Ferne waren Kuckuck, Nachtigall, Ringeltauben, Zilpzalp und Pirol zu hören, leider nicht zu sehen. Ein Specht klopfte sehr laut an einem hohlen Baum, um auf sich aufmerksam zu machen. Besonders erfreut waren wir, einen Neuntöter mit seiner schwarzen Maske zu entdecken und einen Stieglitz, der ganz oben in einem Baum auf einem dürren Ast gut sichtbar vor sich hin piepte. Beim Rundgang konnten wir dann über dem freien Feld einen Schwarzmilan, eine Rohrweihe und einen Turmfalken beobachten. Ein Graureiher, einige Kormorane und etliche Rabenkrähen waren ebenfalls unterwegs. Auf dem Rückweg an der Obstbaumallee entlang waren noch Teichrohrsänger im Schilf am Eggensteiner Altrheinarm zu hören. Zurück am Ausgangspunkt war nach Aussage von Herrn Harms kurz ein Wendehals zu hören. Wir konnten diese Vogelstimme nicht zuordnen, da man dafür ein gut geschultes Ohr braucht. Es war wieder spannend, wie viele unterschiedliche Vogelarten in unserem Auwald und den angrenzenden Wiesen und Feldern leben.

Asiatische Hornisse

Um die weitere Verbreitung der asiatischen Hornisse ein bisschen aufzuhalten, sind alle aufgefordert, Ausschau zu halten, ob in Garagen oder Schuppen oder auch in dichten Hecken Gründungsnester der asiatischen Hornisse zu finden sind. Die Königinnen der Asiatischen Hornisse haben angefangen, die ersten Nester zu gründen und Eier zu legen. Diese Nester sind unscheinbar und verstecken sich auch in Bodennähe.

Um sicher zu sein, dass es sich um eine Asiatische Hornisse und nicht um eine einheimische Hornisse handelt, muss man allerdings genau hinschauen. Die asiatische Hornisse ist etwas kleiner, deutlich dunkler gefärbt und hat gelbe Beine. Wer eine solche Hornisse oder ein Gründungsnest findet, kann diese Sichtung auf folgender Webseite melden: ig-asiatischehornisse.netlify.app. Der neu gegründete Verein hilft bei Fragen zu diesem Thema weiter.

Dr. Pia Lipp, Sprecherin der AG Umwelt (agumwelt@egg-leo.de)

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