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Spielbericht Bezirksliga 28. Spieltag SV Deckenpfronn – VfL Herrenberg 2:3

Aufgrund des langen Pfingstwochenendes wurde das mit Spannung erwartete Bezirksliga-Derby zwischen dem SV Deckenpfronn und dem VfL Herrenberg auf den Dienstagabend,...

Aufgrund des langen Pfingstwochenendes wurde das mit Spannung erwartete Bezirksliga-Derby zwischen dem SV Deckenpfronn und dem VfL Herrenberg auf den Dienstagabend, 26.05. verlegt. Dadurch hatten die anderen Teams am Wochenende die Möglichkeit vorzulegen, und der ASV Botnang verdrängte durch einen Sieg den SVD von der Tabellenspitze. Im März setzte das Team aus der Gäustadt dem SVD-Team mit einem 0:3 die bis dato einzige Niederlage des Jahres im Bezirkspokal-Viertelfinale zu.

Entsprechend war das Deckenpfronner Team auf Wiedergutmachung aus. Die rund 350 Zuschauer mussten sich jedoch rund 20 Minuten gedulden, ehe das Spiel angepfiffen werden konnte. Der eingeteilte Schiedsrichter war nicht erschienen, und es musste kurzerhand ein Ersatz gefunden werden. Nachdem ein zuschauender Schiedsrichter aus Gültstein einsprang, dauerte es keine Minute bis zur ersten Torchance für den SVD. Nach einer Ecke sprang der Ball gefährlich nahe vor dem VfL-Tor umher, doch kein Deckenpfronner konnte den Ball über die Linie drücken. Eine ähnliche Möglichkeit gab es wenig später auch für die Gäste, doch Filip Furac konnte den Ball gerade noch so mit dem Oberschenkel über die Latte lenken. Es entwickelte sich ein unterhaltsames Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Ein Deckenpfronner sorgte schließlich für das erste Tor – allerdings im Trikot des VfL Herrenberg. Colin Kugel nahm den Ball nach einer geklärten Ecke volley und das Spielgerät schlug vom Innenpfosten im Tor ein (16.). Bei einem weiteren Eckball war die Deckenpfronner Defensive zu unaufmerksam und ließ einen Herrenberger Spieler völlig allein. Seine Direktabnahme aus wenigen Metern war für Lars Pfeifer im SVD-Kasten unhaltbar (27.). Es lief alles andere als rund für Deckenpfronn.
Die Halbzeitansprache von SVD-Trainer Alex Thies schien Wirkung zu zeigen, denn seine Mannschaft zeigte in den zweiten 45 Minuten ein anderes Gesicht. Durch zwei Standard-Tore kam die Thies-Elf in die Partie zurück. Torjäger Niklas Wunsch war nach einem Eckball zur Stelle (61.) und Noah Kimmerle besorgte vom Elfmeterpunkt aus den Ausgleich (73.). Zuvor war der aufgerückte SVD-Innenverteidiger Louis Mehl bei einem hohen Ball vom Herrenberger Torhüter mit der Faust im Gesicht getroffen worden.
Nun spielte auf einmal der VfL Herrenberg wieder mit. Lars Pfeifer musste einige Male eingreifen. Beim platzierten Schuss des Herrenberger Torjägers aus 23 Metern war er jedoch machtlos (81.). Deckenpfronn stemmte sich gegen die drohende Niederlage, doch der VfL spielte die Partie gekonnt runter. Der „Derbysieger“-Jubel der Gäste schmerzte die SVDler und die Serie von 13 Spielen ohne Liga-Niederlage war gerissen. „Wir haben nach wie vor alles in der eigenen Hand und nun zwei Endspiele“, sagte Thies angesichts der Tabellensituation. „Diese Niederlage wirft uns nicht zurück und wir werden am Wochenende auf dem Darmsheimer Eichelberg wieder Vollgas geben.“ Vielleicht war das ein Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt.

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